• 18.03.2010, 14:38:40
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"profil online": Zweite Instanz lässt die Zogajs abblitzen

Asylrichter halten psychiatrische Versorgung im Kosovo für ausreichend und halten Integration für zu spät

Wien (OTS) - Wie "profil online" exklusiv berichtet, ließ der
Asylgerichtshof die Familie Zogaj im Asylverfahren in zweiter Instanz
abblitzen. Gestern gingen vier negative Bescheide zur Post. Tenor:
Arigona, ihre Mutter und ihre jüngeren Geschwister erhalten kein Asyl
in Österreich. Vier Monate hatten sich die Richter für ihre
Entscheidung Zeit gelassen. Die Richter argumentierten, die
psychische Erkrankung der Mutter sei im Kosovo behandelbar. Dass sich
die Familie in Österreich bestens integriert habe, zähle nicht. Es
sei erst zu einer Zeit passiert, als bekannt gewesen sei, dass sie
nicht bleiben dürfe. Vergangenen November hatte Rechtsanwalt Helmut
Blum gegen den Bescheid der ersten Instanz Beschwerde eingelegt.
Gutachter warnten damals, Nurije Zogaj könnte sich und ihren Kindern
etwas antun, sollte sie abgeschoben werden. Die Asylrichter befanden
jedoch - entgegen Berichten von Experten -, die psychiatrische
Versorgung im Kosovo sei völlig ausreichend. Jetzt kann der Familie
aus dem oberösterreichischen Frankenburg nur noch der
Verfassungsgerichtshof helfen: Wenn die Höchstrichter einer
Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkennen, erhalten die Zogajs noch
einmal eine Atempause, bis ihre Beschwerde inhaltlich geprüft ist.
Details auf www.profil.at

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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