- 18.03.2010, 14:06:40
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Grüne Margareten erfreut: Grünfläche statt Hochhaus am Naschmarkt
Erfolg für die AnrainerInnen - Grundstück wird nicht verbaut
Wien (OTS) - Martin Koschat, Klubobmann der Grünen Margareten,
zeigt sich erfreut und erleichtert über die heute angekündigte Absage
des Hochhausprojekts an der Rechten Wienzeile und die nun folgende
Planung einer Grünfläche. Das vor einigen Monaten vorgestellte
Projekt hätte auf dem derzeit als ÖAMTC-Parkplatz genutzten Areal am
Ausläufer des Naschmarkts einen 30m hohen Büroturm vorgesehen.
"Die Idee eines neuen Büroturms im dichtestbesiedelten Bezirk Wiens
ging von Beginn weg an den Wünschen der hier lebenden Menschen
vorbei", so Koschat. Da die Stadtpolitik die Einbeziehung der
AnrainerInnen wie so oft völlig ignorierte, hatten die Grünen im
Oktober des Vorjahres eine BürgerInnenversammlung organisiert, um
über das Projekt zu informieren und die Wünsche und Anliegen der
AnrainerInnen aufzunehmen. Dabei wurde deutlich, was die
MargaretnerInnen brauchen und wollen: mehr Grünraum und Freiflächen
statt weiterer Verbauung.
"Dass nun kein Hochhaus, sondern eine neue Grünfläche errichtet
wird, ist ein Sieg der Vernunft und ein Sieg der
BürgerInnenbeteiligung über bürokratische Von-Oben-Herab-Verwaltung",
betont Koschat. Der Einsatz der AnrainerInnen, von denen sich viele
in einer BürgerInneninitative organisiert hatten, erzwang zunächst
einen Aufschub und nun auch die Absage des Hochhausprojekts sowie die
Planung der Grünfläche, die noch 2010 realisiert werden soll. Koschat
weiter: "Noch besser wäre es, wenn die SPÖ endlich verstehen würde,
dass AnrainerInnen prinzipiell und von Anfang an in
Entwicklungsprojekte einbezogen werden müssen."
Darüber hinaus sehen die Grünen einen weiteren Erfolg: Das fragliche
Grundstück ist öffentliches Eigentum und wird es nun auch bleiben.
"Eine Entwicklung durch einen privaten Bauträger wäre ein Ausverkauf
öffentlichen Guts und ein Rückzug der Stadt aus ihrer Verantwortung
gewesen", erklärt Koschat. "In dichtbebautem Gebiet ein der
Öffentlichkeit gehörendes Grundstück für private Bauzwecke zu
verscherbeln, anstatt es für die Öffentlichkeit zu nutzen, wäre
einfach nur politische Dummheit gewesen."
Um den Ausbau und Erhalt als Grünfläche zu sichern, kündigen die
Grünen an, diese auch im Flächenwidmungsplan verankern zu wollen. Für
die Gestaltung der Grünfläche erhoffen sie sich, dass die Vorschläge
und Ideen der AnrainerInnen aufgenommen werden.
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