• 17.03.2010, 08:18:04
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NEWS: Neuer Buwog-Verdacht gegen Grasser

"Drittes Konto in Liechtenstein" sowie "Fehlüberweisung" an Grasser Thema einer parlamentarischen Anfrage.

Wien (OTS) - In der Buwog-Affäre, in der es um die Vergabe von ca.
60.000 Bundeswohnungen um 961 Millionen Euro im Jahr 2004 sowie
Zahlung von 9,9 Millionen Euro Provision geht, wird ein neuer
Verdacht gegen den damals für diese Privatisierung verantwortlichen
Finanzminister Karl-Heinz Grasser genährt, berichtet das
Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Eine
parlamentarische Anfrage, die NEWS exklusiv vorliegt, thematisiert
ein "drittes Konto" bei der Hypo Investment Bank Liechtenstein, auf
welches Buwog-Provisionsmillionen geflossen sein sollen sowie eine
angebliche "Fehlüberweisung" von eben dieser Bank auf ein Konto
Grassers. Für Grasser, der in dem laufenden
Buwog-Ermittlungsverfahren als Beschuldigter geführt wird, gilt die
Unschuldsvermutung.

Die Hypo Investment Bank Liechtenstein steht, wie aus NEWS
vorliegenden Ermittlungskaten der "Soko Constantia" hervorgeht,
derzeit im Zentrum der Untersuchungen zu den Provisionsgeldern. Im
Zusammenhang mit dem "dritten Konto" äußert SP-Bundesgeschäftsführer
Günther Kräuter in der parlamentarischen Anfrage an Justizministerin
Claudia Bandeon-Ortner den Verdacht, die Staatsanwaltschaft "nehme
Grasser von Ermittlungsschritten aus". Kräuter fordert "die sofortige
Öffnung vo Grassers Privatkonten", wie dies bereits bei den damaligen
Grasser-Freunden Peter Hochegger, Walter Meischberger und Ernst Karl
Plech geschehen sei. Gegen diese drei Personen, für welche die
Unschuldsvermutung gilt, laufen Ermittlungen in Zusammenhang mit der
Buwog-Provision.

Anfang März hatte die Staatsanwaltschaft den Verband
österreichischer Banken und Bankiers per gerichtlicher Anordnung
aufgefordert sämtliche Kontoverbindungen der Beschuldigten Hochegger,
Meischberger und Ex-Buwog-Aufsichtsratsvorsitzenden Plech, der mit
Grasser gemeinsam eine Immobilienfirma hat, bekannt zu geben. "Warum
Grasser ausgenommen wurde ist mir schleierhaft, er gehört
selbstverständlich auch gescannt", fordert Kräuter. In der
parlamentarischen Anfrage heißt es unter anderem konkret: "Gibt es
Erhebungen der Staatsanwaltschaft, wer neben den zwei Kontoinhabern
Ernst Karl Plech und Walter Meischberger der Inhaber des dritten
Kontos bei der Hypo Investment Bank (Liechtenstein) AG ist?" sowie "
Werden im Rahmen der Ermittlungen Zahlungsflüsse wie zum Beispiel
eine "Fehlüberweisung" von der Hypo Investment Bank (Liechtenstein)
AG auf ein Konto des Ex-Finanzministers Karl-Heinz Grasser einer Bank
in Kitzbühel untersucht?"

Rückfragehinweis:
NEWS Chefredaktion
Taborstrasse 1 - 3
1020 Wien
Tel.: 01/21312 1103

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