• 15.03.2010, 15:56:55
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"Lichtertanz gegen Rosenkranz": Breites Bündnis ruft zu Kundgebung auf

Bündnis will deutliches Zeichen für Vielfalt und Zivilcourage und gegen Rechtsextremismus setzen

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz heute Montag, rief
ein bunt gemischtes Bündnis zu einer Demonstration vor der Hofburg
auf, um ein klares Zeichen gegen die Kandidatur der rechtslastigen
FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz zur Bundespräsidentschaftswahl
zu setzen. Die Kundgebung unter dem Motto "Lichtertanz gegen
Rosenkranz" soll am Donnerstag, dem 25. März, stattfinden.
"Rassistische Politik hat weder in der Gesellschaft, noch in der
Hofburg etwas verloren", so Robert Slovacek, Initiator der bereits
über 80.000 Mitglieder zählenden Facebook-Gruppe "Gegen Barbara
Rosenkranz als Bundespräsidentin". Wer die Leugnung des Mordes an
Millionen Jüdinnen und Juden als "freie Meinungsäußerung" abtue,
dürfe keinesfalls Bundespräsidentin werden.

"Wer schweigt, stimmt zu", stellt auch SJ-Verbandsvorsitzender
Wolfgang Moitzi, gleichzeitig Koordinator des Bündnisses, klar. Er
zeigt sich über die aktive Beteiligung an den Protesten gegen
Rosenkranz und die positiven Rückmeldungen vieler Jugendlicher und
Organisationen erfreut. "Barbara Rosenkranz gilt als Heldin der
rechtsextremen Szene", so Moitzi. Die FPÖ-Kandidatin glänze durch
bedenkliche Geschichtsauffassungen, ihr Ehemann stelle eine zentrale
Drehscheibe rechtsradikaler Netzwerke in Österreich dar.

"Unsere Proteste richten sich nicht nur gegen die Person Barbara
Rosenkranz, sondern vor allem gegen die dahinterstehende Ideologie",
erklärt Romy Grasgruber, Initiatorin der im vergangenen Juni
organisierten "Lichterkette ums Parlament". Gemeinsam gelte es nun,
ein breites Zeichen für Vielfalt, Zivilcourage und Solidarität zu
setzen. Bürgerliche Bewegungen wie etwa die ÖVP seien aufgerufen,
sich deutlich von Rosenkranz und dem durch sie verkörperten
Rechtsextremismus zu distanzieren.

Barbara Rosenkranz als Vertreterin Österreichs im Ausland - diese
Vorstellung ist auch für Ariel Muzicant unerträglich. Der Präsident
der Israelitischen Kultusgemeinde stellt sich zudem die Frage:
"Welches Land wird wohl eine Frau Rosenkranz und ihren Gatten zu
einem Staatsbesuch einladen?" Zudem vertrete Rosenkranz ein
rückschrittliches Frauenbild und plädiere für eine
"Zurück-an-den-Herd"-Politik, die Frauen jegliches Recht über eigenen
Körper, Zukunft, Beruf und Entwicklung abspreche. "Gerade in Zeiten
wirtschaftlicher Spannungen und sozialer Auseinandersetzungen braucht
es eine solidarische und gerechte Gesellschaft", so Muzicant.
Rosenkranz verkörpere das Gegenteil. "Die Wahlbeteiligung muss so
hoch wie möglich, die Stimmenanzahl Rosenkranz' so niedrig wie
möglich sein", sind sich die VertreterInnen des Bündnisses einig.

Rückfragehinweis:

Boris Ginner
   mailto:[email protected]
   Mobil: 0664 / 560 49 87
   Tel.: 01 / 5234 123 13
   SJÖ Verbandsbüro
   Weitere Infos:
   http://lichtertanz.at

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