- 15.03.2010, 12:44:21
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Bures: Kräfte bündeln für E-Mobilität - Zusammenarbeit von Industrie, Forschung und Politik
Elektromobilität "Made in Austria" möglich machen und Wirtschaftsstandort stärken
Wien (OTS/BMVIT) - Eine breite Zusammenarbeit von Industrie,
Forschung und Politik soll sicherstellen, dass Österreich bei der
Einführung von E-Mobilität die Nase vorn hat: Infrastrukturministerin
Doris Bures, Gabriele Lutter, Vorstandssprecherin der
ÖBB-Personenverkehrs AG, Peter Reif, Präsident von Magna
E-Car-Systems, Harald Plöckinger, Vorstand der KTM Sportmotorcycle
AG, Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender Verbund AG, und Anton
Plimon, Geschäftsführer des AIT, präsentierten heute den Nationalen
Aktionsplan E-Mobilität. "Mir geht es darum, dass wir vom Bekenntnis
zur grünen Mobilität zur Anwendung zu kommen. Wir wollen gemeinsam
zeigen: Elekromobilität made in Austria ist machbar", erklärte Bures.
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Ein realistisches Ziel von 130.000 - 150.000 rein
batteriebetriebenen E-Fahrzeugen und rund 900.000 Hybrid-Fahrzeugen
bis 2020 soll durch akkordiertes und abgestimmtes Vorgehen in
Österreich erreicht werden. "Von 4,3 Millionen Autos, die es jetzt in
Österreich gibt, soll bis 2020 jedes vierte Fahrzeug einen
ökologischen, alternativen Antrieb haben", so Bures. Mit diesem
Anteil an ökologischen Fahrzeugen würde sich trotz Verkehrssteigerung
eine CO2-Reduktion von minus sieben Prozent ergeben. E-Mobilität ist
ein Querschnittsthema, denn es betrifft die Bereiche Verkehr,
Technologie, Energie, Umwelt - und besonders auch die Wirtschaft.
"Jetzt werden die Weichen gestellt, ob Österreichs starke und
innovative Automobil- und Zulieferindustrie mit 700 Unternehmen und
175.000 Beschäftigten mit der europäischen Entwicklung mitschwimmt
oder vorne mit dabei ist", so die Infrastrukturministerin.
"Das Bekenntnis zu E-Mobilität gibt es von vielen Seiten, ich gehe
jetzt in die Anwendung", erklärt die Ministerin, die besonders gute
Chancen dafür bei Pendlern und Jugendlichen sieht. Es gibt rund 1,9
Mio. Pendler, die durchschnittlich einen Weg von 20 km zurücklegen.
Das zeigt deutlich, dass Pendeln sowohl als rein elektrischer Weg
aber auch in Kombination mit dem Öffentlichen Verkehr eine echte
Option darstellt.
Jugendliche sind deswegen im Fokus, weil hier der Grundstein zum
späteren Mobilitätsverhalten gelegt wird. "Wenn es gelingt,
Elektro-Mobilität als echte Option zu etablieren, haben wir viel in
Richtung umweltfreundlicher Verkehr gewonnen", so Bures.
"E-Mobility ist für die über 1.000 Forscherinnen und Forschern des
AIT Austrian Institute of Technology seit Jahren ein zentrales
Forschungsthema", betont Anton Plimon. Forschung läuft auch bei
Austrian Mobile Power (EmporA) auf Hochtouren, wo das AIT der
Forschungspartner ist. Mit modernen Informationstechnologien wird
dort das Realverhalten der Mobilitätsteilnehmer und der Zustand des
Gesamtverkehrsystems erfasst. Ziel ist es, durch ein
wissenschaftliches Fundament ein benutzergerechtes
Gesamt-Verkehrssystem für alle zu schaffen.
Peter Reif betonte in der Pressekonferenz, dass sich Österreich
nicht vor internationaler Konkurrenz verstecken müsse, denn
europaweit nehme Österreich im Bereich E-Mobilität einen großen
Stellenwert ein. "Für den Wirtschaftsstandort ist E-Mobilität eine
große Chance, auch um zusätzliche Arbeitskräfte auf höchstem
technischen Niveau zu generieren", so Reif.
"Der Personenverkehr befindet sich an einem Wendepunkt, weil die
Menschen ihr Mobilitätsverhalten ändern. Darauf müssen wir mit neuen
Konzepten reagieren", erklärt Gabriele Lutter. Die ÖBB, Österreichs
größtes E-Mobilitätsunternehmen, setzen auf E-Mobilität und werden
unter anderem ihre Park and Ride Anlagen, sowie Autozüge mit der
nötigen Infrastruktur für E-Fahrzeuge ausstatten. "Mobilität all
inclusive ist für die ÖBB nicht nur ein Schlagwort", so Lutter.
Weltprämiere: KTM präsentierte E-Enduro "freeride"
KTM stellte am heutigen Termin auch erstmals medienöffentlich das
neue Offroad-Motorrad mit Batterieantrieb vor, das nun in
Serienproduktion gehen wird. Auch durch die Unterstützung von BMVIT
und AIT konnte sich KTM als österreichisches Unternehmen hier eine
Vorreiterrolle einnehmen, erklärt Harald Plöckinger.
"Der Nationale Aktionsplan E-Mobilität setzt einen wesentlichen
Schritt um die Kräfte in Österreich zu bündeln und die Investitionen
zu fokussieren", so Wolfgang Anzengruber vom Verbund. Im Wettlauf um
die neue Mobilität müsse Österreich mit dabei sein und sich diese
"riesen Chance für den österreichischen Wirtschaftsstandort nicht
entgehen lassen".
Link: www.bmvit.gv.at/e-mobilitaet (Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Susanna Enk, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]
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