Missbrauch: BZÖ-Haubner fordert kostenfreie Therapien für Kinder

Wien (OTS) - Kostenfreie Therapien für Kinder, die
Missbrauchsopfer geworden sind, fordert BZÖ-Familiensprecherin und oberösterreichische Landesobfrau Abg. Ursula Haubner, denn "psychische Störungen können auch massive Folgeerkrankungen nach sich ziehen", warnt sie. Derzeit müssen Eltern die Behandlung bei einem Therapeuten aber voll zahlen und bekommen nur einen Teil der Kosten refundiert. "Im Sinne des Wohlergehens unserer Kinder muss die Therapie daher gratis sein", fordert Haubner. Einen dementsprechenden Antrag hat Haubner bereits im Parlament eingebracht.

"Im Regelfall müssen Eltern die Therapien mit Kosten meist zwischen 60 und 75 Euro pro Stunde vorfinanzieren. Erst nach einer - mitunter schwierigen - Bewilligung durch die jeweilige Krankenkasse erhalten sie einen Teil der Kosten zurück, rund 30 bis 45 Euro pro Stunde Therapie müssen aber die Eltern selbst tragen", rechnet die BZÖ-Familiensprecherin vor. Viele Familien könnten sich diese Behandlung schlichtweg nicht leisten.

Unterbleibe eine therapeutische Unterstützung bei Missbrauchsopfern, führe dies zu einer dramatischen Verschlechterung der individuellen Entwicklungsmöglichkeiten und sogar zu lebenslangen Folgekosten für die Gesellschaft durch später notwendige langfristige Therapien bis hin zu einem geringeren Grad der Selbstversorgung oder Erwerbsfähigkeit, warnt Haubner. "Die Kinder sind das höchste Gut unserer Gesellschaft und unsere Zukunft. Wir dürfen sie ihnen nicht verbauen, sondern müssen sie unterstützen - auch durch eine Gratistherapie nach Missbrauchsfällen", fordert Haubner.

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