Ex-ÖOC-Präsident Leo Wallner muss sich wegen Rufschädigung und nicht bezahlter Rechnungen vor Gericht verantworten

Salzburg (OTS) - Anfang März wurde gegen den ehemaligen ÖOC-Präsidenten Leo Wallner Klage erhoben, wie der Vertreter der klagenden Parteien Rechtsanwalt Peter Melicharek heute bekannt gibt. Melicharek vertritt den Salzburger Strategieberater Erwin Roth und dessen Unternehmen Serial GmbH in zwei in Wien anhängigen Zivilprozessen. Das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) wird eingeladen, auf Seiten des Klägers dem Verfahren beizutreten.

Erwin Roth und seine Gesellschaften waren von Juni 2006 bis Ende Juli 2007 mit der strategischen Beratung und mit der Betreuung der Bewerbung Salzburgs als Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2014 beauftragt. Als Auftraggeber schien der mittlerweile liquidierte Olympia-Förderverein auf, dem Leo Wallner als Präsident vorstand. "Für die von meinem Klienten erbrachten Leistungen sind trotz mehrmaliger Mahnung und Fristsetzung immer noch Vergütungen in Höhe von mehr als EUR 300.000 ausständig. Der Verein und das ÖOC leisteten im Dezember 2007 ihre letzte Teilzahlung. Seitdem versuchte Erwin Roth, eine außergerichtliche Lösung zu erzielen. Ende Februar ließ Wallner in Vancouver die Gespräche platzen", informiert Rechtsvertreter Peter Melicharek. "Deshalb war mein Mandant gezwungen, letztendlich Klage einzureichen." Die Prozessführung sei auch, so Melicharek, auf Anraten von Karl Stoss erfolgt, dem Nachfolger von Leo Wallner im ÖOC und bei den Casinos Austria. Melicharek weiter: "Leo Wallner wird persönlich dafür einzustehen haben, dass der Olympia-Förderverein ohne Befriedigung der Gläubiger einfach abgewickelt wurde. Wir laden auch das ÖOC, vertreten durch den Salzburger Rechtsanwalt Herbert Hübel, ein, auf unserer Seite in den Prozess einzutreten und Regress gegen Wallner zu nehmen."

Gegen Leo Wallner ist weiters am Handelsgericht Wien ein zweites Verfahren aktuell anhängig, bei dem ihm Rufschädigung zur Last gelegt wird. "Wallner hat in einem Interview gegenüber dem 'Salzburger Fenster', veröffentlicht am 27. Jänner 2010 in der Online-Ausgabe, Erwin Roth unrichtig öffentlich als Lügner dargestellt," erklärt Rechtsanwalt Melicharek. Der Artikel betraf die Affäre um Walter Mayer und eine von Leo Wallner beauftragte und von Erwin Roth durchgeführte Zahlung, wegen der Mayer letztlich seine Klagen gegen IOC-Präsident Jaques Rogge und Richard Pound zurückzog. Im Salzburger Fenster wird Leo Wallner zitiert mit "ich habe den Roth aber sicher nicht aufgefordert, den Mayer zu bezahlen". Diese Behauptung sei faktenwidrig, so Melicharek: "Meinem Mandanten liegt sogar eine eidesstattliche Versicherung eines Zeugen über den Auftrag Wallners vor. Als Stratege und Taktiker hatte Erwin Roth die klare Anweisung, mit Walter Mayer eine Lösung zu finden. Roth hat EUR 290.000 an die Gläubigerbanken von Walter Mayer überwiesen und Mayer erklärte anschließend - wie von Erwin Roth erhofft - ohne irgendeine vertragliche Verpflichtung, aus freien Stücken und eigenem Antrieb die Rückziehung der Klagen gegen Rogge und Pound". Strategie-Experte Erwin Roth hierzu: "Charaktere wie Walter Mayer können zu nichts veranlasst oder vertraglich verpflichtet werden. Sie sind Grenzgänger und die Strategie und Taktik mit solchen Menschen muss entsprechend angelegt werden, erfolgreich - wie das Ergebnis zeigt."

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