Beatrix Karl bei der Eröffnung der Bologna Anniversary Conference: Chancen für junge Menschen stehen im Mittelpunkt der Bologna-Idee

Wissenschafts- und Forschungsministerin begrüßt Kasachstan als 47. Bologna-Mitgliedsland

Wien/Budapest (OTS) - "Der gemeinsame europäische Hochschulraum
ist jetzt Realität. Die Chancen für junge Menschen stehen im Mittelpunkt der Bologna-Idee", betonte Wissenschaft - und Forschungsministerin Beatrix Karl bei der Eröffnung der Bologna Anniversary Conference in Budapest. "Der Arbeitsmarkt kennt keine Grenzen mehr. Deshalb brauchen wir auch einen europäischen Hochschulraum, der mit dieser Entwicklung Schritt hält und jungen Menschen eine international anerkannte Ausbildung bietet", verwies Karl auf die Kernziele des Bologna-Prozesses, nämlich die internationale Vergleichbarkeit und Anrechenbarkeit der Studienleistungen, aber auch mehr Mobilität und Flexibilität für die Studierenden."

"Mit diesem gemeinsamen europäischen Hochschulraum ist es für die Studierenden viel leichter geworden, schon während des Studiums die heutzutage so wichtigen Auslandserfahrungen zu sammeln oder auch nach dem Abschluss beruflich ins Ausland zu gehen. Österreichische Studienabschlüsse werden jetzt international anerkannt", so Karl. "Nur ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum kann sich als weltweit führender Wissens- und damit auch Wirtschaftsstandort behaupten. Hier geht es um die Arbeitsplätze der Zukunft", betonte die Ministerin, die aber auch die innerösterreichische Kritik an Bologna deutlich ansprach: "Bologna wird bei uns für vieles die Schuld in die Schuhe geschoben, womit es nichts zu tun hat. Berechtigt ist aber die Kritik an der nationalen Umsetzung der Bologna-Architektur in Österreich." Während an den Fachhochschulen die Umsetzung gut funktioniert habe, gibt es an den Universitäten noch viel zu tun: "An einigen Universitäten wurden Fehler bei der Gestaltung der Studienpläne gemacht. Ich werde hier gemeinsam mit den Verantwortlichen an den Universitäten, den Studierenden und Experten an Verbesserungen arbeiten." Für die Universitäten werde es klare Empfehlungen geben, wie zukunftstaugliche Studienpläne gestaltet werden sollen: "Denn als Ministerin fühle ich mich in erster Linie dafür verantwortlich, dass junge Menschen an den Universitäten alle Fähigkeiten mitbekommen, die sie für Ihre Zukunft brauchen."

"Wir müssen aber auch gemeinsam daran arbeiten, dass die Idee von Bologna, nämlich ein gemeinsames Europa des Wissens, in der Öffentlichkeit noch besser transportiert wird. Denn der gemeinsame Hochschulraum ist ein Eckpfeiler der Zukunft Europas und damit auch unserer Länder", appellierte Karl, die auch die Aufnahme von Kasachstan als 47. Mitgliedsland ausdrücklich begrüßte: "Der Hochschulraum wächst weiter - das ist ein klares Signal, dass die Idee von Bologna weiter lodert und immer mehr Länder Feuer und Flamme für den Wissensstandort Europa sind. Wir müssen weiter an Kritikpunkten arbeiten, aber zugleich auch die großen Chancen in den Vordergrund stellen, die uns dieses einzigartige Projekt eröffnet."

Heute abend übersiedelt die von Ungarn und Österreich gemeinsam organisierte Konferenz in die Wiener Hofburg. Nach einer Abendveranstaltung finden die Arbeitssitzungen am morgigen Freitagvormittag ihre Fortsetzung.

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