Pacher: Wirtschaftsförderung muss diskutiert werden

Klagenfurt (OTS) - Kritik am KWF bleibt aufrecht: Zu
bürokratisch die Förderabwicklung, zu wenig dienstleistungsorientiert der Umgang mit den Förderwerbern, zu wenig transparent die Verteilung der Fördermittel.

Bekräftigt hat heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher seine Reformforderungen an die Kärntner Wirtschaftsförderung. Es sei nicht verwunderlich, dass maßgebliche Vertreter der Industrie mit der Arbeit der KWF-Vorstände zufrieden seien, aber die Mehrheit der klein- und mittelbetrieblich strukturierten Kärntner Wirtschaft sei dies nicht, unterstrich Pacher: "Der KWF erfüllt seine Aufgaben nicht mit der notwendigen Ausgewogenheit und Serviceorientierung. Die Forderung nach Hygiene im zwischenmenschlichen und professionellen Bereich gebe ich gern an die KWF-Vorstände weiter, die nicht nur die Wirtschaftskammer, sondern auch den wirtschaftspolitischen Beirat und den Wirtschaftsreferenten des Landes durch Gesprächsverweigerung, mangelnde Informationsbereitschaft und persönlich abgehobenes Verhalten fortgesetzt an der Nase herumführen."

Konkret kritisiert die Unternehmervertretung die nach wie vor fehlenden Informationen zur Verteilung der öffentlichen Fördermittel, die oft eingeforderte und nach wie vor ignorierte Vereinfachung von Förderungen für Kleinst- und Kleinunternehmen nach dem Prinzip der "Postkartenförderung" und die Beauftragung teurer Gutachter zur Untermauerung fragwürdiger KWF-Positionen aus öffentlichen Mitteln. So habe der KWF erst kürzlich mittels eines juristischen Gutachtens eine objektive Evaluierung durch einen von der Landesholding ausgewählten Prüfer verweigert. Pacher: "Wir Unternehmer lassen uns von den Förderbürokraten nicht länger hinhalten. Statt teurer Gutachten sollte der KWF die Wirtschaft nach besten Kräften fördern, zu nichts anderem ist er da. Die Kommentare auf der Protesthomepage www.kwf-vergissmeinnicht.at zeigen ein ungeschöntes Bild, welche Meinung die Kärntner Betriebe vom den KWF-Vorständen und ihrer Arbeit haben. Diese Wahrheit ist auch dem KWF zumutbar."

In einer Online-Umfrage Mitte des vergangenen Jahres hätten 65 Prozent der Befragten die Arbeit des KWF als schlecht bzw. sehr schlecht beurteilt. Pacher erklärte, er sei nach wie vor gesprächsbereit, um im Sinne der Kärntner Wirtschaft zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den Betrieben und dem KWF beizutragen: "Sollte das nicht fruchten, trete ich für eine Änderung des KWF-Gesetzes ein, um dieser Dauerdiskussion zu Lasten der Betriebe ein Ende zu machen."

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