AktionsGemeinschaft zu Ministerkonferenz: Bologna ist nicht der schwarze Peter!

Dringender Handlungsbedarf bei nationaler Umsetzung

Wien (OTS) - "Die Vision eines europäischen Hochschulraumes, in
dem steigende Mobilität und vergleichbare Studienabschlüsse einen wesentlichen Grundpfeiler darstellen, wird von der AktionsGemeinschaft (AG) zur Gänze unterstützt", stellt Philipp Niederschick, Bundesobmann der AG, fest. Zugleich kritisiert die AG jedoch die vielfach schlechte Implementierung des neuen dreigliedrigen Systems.

"Die Umsetzung der neuen Bachelor Curricula erfolgte großteils nicht bolognakonform. Vormalige Diplomstudien wurden teils willkürlich von 4 Jahren auf 3 Jahre zusammengestaucht, ohne dieser Verkürzung inhaltlich Rechnung zu tragen. Dadurch kommt es zu Mobilitätseinschränkungen und zur Überlastung von Studierenden", kritisiert Samir Al-Mobayyed, Fraktionssprecher der AG.

Weiters stößt der AG die Haltung der Universitäten zur Arbeitsmarktfähigkeit des Bachelor sauer auf. Es kann nicht sein, dass die Universitäten mit dieser Haltung die bisherigen Bemühungen, den Bachelor am Arbeitsmarkt zu integrieren, konterkarieren. In gleicher Weise ist hier auch die Politik aufgefordert, die A-Wertigkeit des Bachelors im öffentlichen Dienst herzustellen. "Die Berücksichtigung des Arbeitsmarktes in den Studienplänen, ist für uns ebenso wichtig wie ein gesundes Ausmaß an Wettbewerb zwischen den Hochschulen", meint Samir Al-Mobayyed.

Alle diese Maßnahmen sind notwendig, um das in der EU-Strategie "Europa 2020" festgeschriebene Ziel des größten wissensbasierten Wirtschaftsraumes zu erreichen. Die AG ruft alle Bildungsminister auf, den heutigen und morgigen Gipfel zu nutzen, um Lösungen für die vorherrschenden Probleme zu finden. An die heimische Politik richten Al-Mobayyed und Niederschick den dringenden Appel, die Investitionen ins Hochschulsystem zu erhöhen und auf eine korrekte Implementierung der Bolognaarchitektur zu pochen!

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