Grüne Josefstadt: Josefstädter Kulturpolitik wurde in konstruktiven Verhandlungen wiederbelebt

Wien (OTS) - "Die Josefstadt hat seit gestern wieder eine Kulturförderung, die ihren Namen verdient", berichtet Markus Trenker, Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission. "SPÖ und ÖVP haben offenbar den massiven Fehler erkannt, den sie mit der De-Facto-Abschaffung des Kulturbudgets in der Josefstadt begangen haben", so Trenker weiter. "Wir Grüne freuen uns sehr, dass es in durchaus konstruktiven Verhandungen mit SPÖ und ÖVP gelungen ist, einen akzeptablen Weg zu finden, mit dem die progressive Kulturpolitik in der Josefstadt fortgesetzt werden kann".

Zur Vorgeschichte: SPÖ und ÖVP hatten Ende November 2009 das bisher mit 150.000 Euro datierte Josefstädter Kulturbudget mit einer Reduktion auf gerade einmal 100,- Euro de facto abgeschafft und die Kulturschaffenden einem beispiellosen Bürokratiedschungel ausgesetzt. "Unter anderem hatte der rot-schwarze Plan vorgesehen, dass jeder einzelne Antrag auf Kulturförderung von drei unterschiedlichen Bezirks-Gremien abgesegnet, sowie dazwischen von der Rathaus-Bürokratie gut geheißen werden hätte müssen. Kulturschaffende ohne Verein im Hintergrund - etwa ein Viertel aller AntragstellerInnen in der Josefstadt - hätten dabei überhaupt keinen Anspruch mehr auf die Kultur-Förderungen gehabt", erläutert Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Doris Müller, die gemeinsam mit Markus Trenker die Verhandlungen führte.

Die Grünen konnten nun in Verhandlungen mit SPÖ und ÖVP erreichen, dass in einer ersten Tranche 58.000 Euro an Förderungen für zahlreiche Kultur-Veranstaltungen in der Josefstadt ausgeschüttet werden. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 150.000 Euro frei gegeben werden. "Wir setzen auch durch, dass auch wieder unabhängige Kulturschaffende ohne Vereine im Hintergrund Kulturgelder erhalten", so Doris Müller. Trotzdem ist die erzielte Regelung nicht frei von bürokratischem Aufwand: "Weiterhin müssen mehrere Gremien des Bezirks hintereinander die Kultur-Förderungen beschließen, was die Auszahlung der Gelder leider verzögert, so Müller weiter.

Doch Trenker und Müller können mit dem erzielten Kompromiss leben:
"Nachdem Rot-Schwarz anfangs selber nicht klar war, welche Folgen ihre Vorgangsweise für die Kulturschaffenden in der Josefstadt hatten, begrüßen wir die erzielte Einigung ausdrücklich." Müller und Trenker laden alle Kulturschaffenden ein, sich weiter aktiv an der Josefstädter Kulturpolitik zu beteiligen. "Die Grünen stehen für eine offene und progressive Kulturpolitik in der Josefstadt - jetzt gibt es wieder eine entsprechende Vorgehensweise, wie man zu Subventionsgeldern kommt!"

Rückfragen & Kontakt:

Markus Trenker, Vorsitzender der Josefstädter Kulturkommission, Tel: 0664 - 968 94 45
Doris Müller, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin, Tel: 0699 - 1944 15 10

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