Wr. Neustädter Bürgermeister lässt Hühner weiter in illegalen Käfigen leiden!

VIER PFOTEN fordert von SPÖ-Bürgermeister Müller sofortige Schließung

Wien (OTS) - Unglaublich: Die illegale Hühnerbatterie, die VIER PFOTEN am 23. Februar aufgedeckt hat, soll weiter betrieben werden dürfen. Gestern wurde zwar mit dem Abtransport zum Schlachthof begonnen. In Kürze sollen aber wieder über 40.000 Hennen, die bereits bestellt sind, in die illegalen Käfige gepfercht werden. "Ein wenig Kosmetik und schon soll die verbotene Tierquälerei weitergehen wie gehabt?", fragt sich VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Wofür haben wir ein Tierschutzgesetz, Herr Bürgermeister?"

Horror-Tiertransport bis nach Deutschland

Seit gestern Nachmittag werden zigtausende federlose Hühner brutal in Plastikkäfige gestopft und in offenen Lebendtiertransportern über 600 km in einen Schlachthof in Deutschland transportiert. Bei einer reinen Fahrzeit von rund 10 Stunden bei Minusgraden ist fraglich, ob die Hühner den Schlachthof überhaupt lebend erreichen.

Die Zustände in der Anlage sind nicht nur illegal sondern durch Kot und verwesende Kadaver auch gesundheitsgefährdend, so dass VIER PFOTEN sich direkt an SPÖ-Bürgermeister Bernhard Müller gewandt hat. Doch auch Müller lässt nun die Tiere im Stich: laut Arbeitern und Behörden werden nur kleine Kunststoffmatten in die Käfige gelegt und schon soll wieder eingestallt werden. Die Hühner seien bereits bestellt.

Gemäß Tierschutzgesetz ist die Käfighaltung von Hühnern in Österreich bereits seit 1.1.2009 verboten. Geduldet werden nur so genannte "ausgestaltete" Käfige, wenn die Anlage spätestens 2005 gesetzeskonform eingerichtet in Betrieb war. "Dies ist jedoch in Wr. Neustadt nachweislich bis heute in keinster Weise der Fall", ärgert sich Stadler. "Somit müsste dieser Tierqual-Betrieb seit spätestens Ende 2008 geschlossen sein. Wir fordern daher nicht kosmetische Änderungen sondern die sofortige Schließung der Anlage gemäß Tierschutzgesetz. Jede weitere Tierquälerei in dieser Käfigbatterie geht auf das Konto des untätigen SPÖ-Bürgermeisters Bernhard Müller."

"Alle Beteuerungen seitens Politik und Behörden, dass es keine illegalen Käfighaltungen mehr in Österreich gebe, sind schlichtweg falsch", so Stadler. "Offiziell gibt es aktuell sogar noch mindestens 18(!) solcher Käfiganlagen, in denen rund eine viertel Million Tiere systematisch gequält werden."

Druck-/sendefähiges Bildmaterial aus dem illegalen Betrieb ist honorarfrei erhältlich. Weitere Infos finden Sie auf www.vier-pfoten.at

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