Bologna Burns: Bildungsproteste gehen in die nächste Runde

Wien (OTS) - Anlässlich der "10 Jahre Bologna -Jubiläumskonferenz" finden in Wien ab 11. März Proteste und Alternativveranstaltungen statt. Am Donnerstag demonstrieren Studierende, Lehrende und Aktionsbündnispartner Seite an Seite gegen den Bildungs- und Sozialabbau. Von 12.-14. März treffen sich die Aktivist_innen zum Bologna-Alternativgipfel am Campus der Universität Wien.

Auftaktdemonstration und Blockaden

Den Protestauftakt bildet die Demonstration am Donnerstag, 11. März, unter dem Motto "Gemeinsam dem Bildungs- und Sozialbbau entgegentreten". Treffpunkt ist 15:00 Uhr beim Westbahnhof. Die Route führt über die Mariahilferstraße, die Museumstraße, die Auerspergstraße, die Landesgerichtsstraße, die Universitätsstraße und die Ringstraße. Die Abschlusskundgebung findet vor dem Burgtor statt. Anschließend werden Blockaden den Minister_innen vor Augen führen, was es heißt, mit Zugangsbeschränkungen konfrontiert zu
sein. Die Teilnehmer_innen der Blockaden haben gemeinsam einen de-eskalativen Aktionskonsens formuliert.

Alternativer Gipfel

Um Alternativen zum Bologna-Prozess zu finden, veranstaltet die Protestbewegung einen Alternativgipfel mit Workshops, Podiumsdiskussionen und Diskussionsrunden. Von 12. bis 14. März werden neben internationalen Expert_innen über 1.500 Studierende aus ganz Europa erwartet. Somit dient der Alternativgipfel auch der weiteren Vernetzung der europäischen Bildungsprotestbewegung.

Zentrale Anlaufstelle für alle Teilnehmer_innen und Medienvertreter_innen ist der Info-Point im Hörsaalzentrum am Campus der Universität Wien. Die Veranstaltungen finden in Hörsälen und Seminarräumen am Campus, der TU Wien und der Akademie der bildenden Künste statt. Die beliebte VoKü wird wieder für Verpflegung sorgen und die Gruppe "art attack" den Alternativgipfel um eine künstlerische Facette erweitern.

Aktionismus

Aktivist_innen der Universität für angewandte Kunst haben einen vierzehn Meter langen "Bildungswal" geschaffen. Vor dem Burgtheater soll er ein unübersehbares Zeichen des andauernden Protestes der Bildungsbewegung sein. Je mehr der Bildungswal mit Büchern gefüllt wird, desto lebendiger wird sein Erscheinungsbild.

Weiters wird ein Spaghetti-Frust-Essen unter dem Motto "Bologna Rülps!" an der Universität für angewandte Kunst veranstaltet. Unibrennt Buch

Bei Turia+Kant erscheint das Buch "Unibrennt - Grundsätzliches -Kritisches - Atmosphärisches". Herausgegeben von Aktivist_innen der Protestbewegung macht sich der Sammelband auf die Suche nach den Ursachen des Protests, stellt grundsätzliche Fragen zum Bildungsbegriff und zur Bildungspolitik und gibt die Stimmung aus den besetzten Hörsälen wieder. Neben Studierenden der Protestbewegung kommen zahlreiche Intellektuelle und KünstlerInnen zu Wort. Unter anderen Konrad Paul Liessmann, Robert Menasse, Bahman Nirumand und Armin Thurnher.

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