DMP-Projekt für Diabetiker wird fortgesetzt - Erfolg für die Ärztekammer

Die Intervention durch den Kammervorstand war der Anlass für die Optimierung eines reformbedürftigen Diabetes-Projektes

Wien (OTS) - Das heftig diskutierte DMP-Projekt Diabetes Mellitus Typ 2 - Therapie aktiv wird mit Optimierungen vorbehaltlich der Beschlussfassung der Gebietskrankenkasse weitergeführt. "Der Weg dahin war allerdings sehr steinig. Der Vorstand der NÖÄK hatte sich im September 2009 gegen eine Weiterführung ausgesprochen, da die Bedingungen reformbedürftig waren. Ohne diese Kündigung würde das Projekt noch weiter unverändert betrieben werden", so Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer.

Die gegenständliche Optimierung wurde zwischen September 2009 und Februar 2010 durch ihn als Präsident und Vertreter des Kammervorstandes eingefordert. Grundlage war ein erarbeiteter Anforderungskatalog. "Sämtliche Verbesserungen waren Ideen aus dem Vorstand bzw. dem durch die Kammerführung etablierten Arbeitskreis", so Präsident Dr. Reisner weiter.

Erfreuliches Ergebnis trägt vielen Kritikpunkten Rechnung

Dem erfahrenen Verhandlungsteam der Kurie der Niedergelassenen Ärzte ist es gelungen, einen Teil der Vorschläge des Arbeitskreises umzusetzen. So ist es möglich, das Projekt weiter zu führen. "Das erfreuliche Ergebnis liegt nun vor und trägt vielen Kritikpunkten Rechnung. Somit wurde der Vertrag zur Verlängerung des Diabetes-Programms von unserer Kurienversammlung mit großer Mehrheit beschlossen."

Das Ende des Projektes hätte sicher nicht die Beendigung der Diabetikerversorgung in Niederösterreich bedeutet. "Die Berücksichtigung der Vorschläge wird jedoch eine Verbesserung der Betreuungssituation für alle Diabetiker mit sich bringen und es so auch für jene Ärztinnen und Ärzte attraktiv machen, die bisher noch Bedenken hatten", zeigt sich Präsident Dr. Reisner erfreut. "Was bleibt ist die Zerstückelung des Faches Allgemeinmedizin mit der Gefahr, dass basale Leistungen, die Teil der Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zum Facharzt sind, in Zukunft nur mit Zusatzausbildungen erbracht werden dürfen", so Präsident Dr. Reisner. Er wird sich daher auch in Zukunft für langfristige Strategien im Sinne der Ärztinnen und Ärzte in Niederösterreich einsetzen.

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