VIER PFOTEN mahnt faire Spenden-Absetzbarkeit ein: Diskriminierung von Tierschutz beenden!

Ein Jahr nach dem Gesetzesbeschluss: Fehlende Absetzbarkeit von Tierschutz-Spenden wirkt sich negativ aus

Wien (OTS) - Anlässlich des ersten Jahrestages der
Beschlussfassung der Spendenabsetzbarkeit für "mildtätige" Hilfsorganisationen warnt die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN vor negativen Auswirkungen für wichtige Tierschutz-Projekte. VIER PFOTEN fordert Finanzminister Josef Pröll auf, die Diskriminierung Tier- und Umweltschutz sowie Menschenrechts-Anliegen durch das seit einem Jahr geltende Gesetz so rasch wie möglich zu beenden und eine faire Regelung zu beschließen. VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler: "Wir registrieren Einbussen bei Grosspenden und Zuwendungen von Firmen. Die selektive Spenden-Absetzbarkeit beginnt sich offenbar auszuwirken. Dadurch geraten wichtige Projekte von Tierschutzorganisationen in Gefahr. Wir erwarten uns von Minister Pröll, den internationalen Beispielen zu folgen und das Gesetz sehr rasch zu reparieren!"

"Österreich bekennt sich per Gesetz zum Tier- und Umweltschutz. Angesichts der zunehmenden globalen Krisen wird die Arbeit von NGOs in den meisten Ländern verstärkt nachgefragt. Anliegen wie artgerechte Tierhaltung, Bekämpfung des Klimawandels, Schutz der Konsumenten sowie gesunde Ernährg sind sehr vielen Menschen wichtig und für den Aufbau einer nachhaltigen Gesellschafts- und Wirtschaftsform von zentraler Bedeutung", erklärt Johanna Stadler.

"VIER PFOTEN setzt sich für artgerechte Tierhaltung und gegen grausame Legebatterien und Kaninchen-Käfige ein. Wir arbeiten mit der Wirtschaft zusammen, um die Märkte positiv zu verändern. Vom Tierschutz profitieren nicht nur die Tiere, sondern auch die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft, die sich so bei den zunehmend kritischen Konsumenten einen Startvorteil gegenüber der industriellen Massenproduktion erarbeiten kann", ergänzt Johanna Stadler.

VIER PFOTEN finanziert durch Spenden seit mehreren Jahren den BÄRENWALD Arbesbach und die PFOTENHILFE in Lochen, in denen gequälte Tiere Zuflucht gefunden haben. Werden die Spendeneinnahmen weniger, muss hier gespart werden. Johanna Stadler: "Wir sind eine laute Stimme, wenn es um die Einhaltung des Tierschutzgesetzes geht. Den meisten Menschen ist längst klar, dass Tiere keine leblosen 'Dinge' sind. Daher spielt Tierschutz in Nachhaltigkeits-Konzepten auch eine große Rolle. Wir fordern die Österreichische Bundesregierung daher auf, Tierschutz nicht weiter zu diskriminieren, sondern zu unterstützen."

"Die im Februar angelaufene Evaluierung der Spenden-Absetzbarkeit muss daher zu folgendem Ergebnis kommen: Die steuerliche Absetzbarkeit muss in Zukunft für alle gemeinnützigen Vereine gelten, die ihre Finanzen offen legen und sich einer Prüfung etwa durch externe Wirtschaftsprüfer oder im Rahmen des Spendegütesiegels unterziehen. Bürger, denen Tierschutz ein Anliegen ist, dürfen nicht weiter diskriminiert werden. Alle Menschen sollen frei entscheiden können, welcher Organisation sie ihre Spende geben wollen", betont Johanna Stadler abschließend.

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