• 10.03.2010, 09:37:35
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VIER PFOTEN mahnt faire Spenden-Absetzbarkeit ein: Diskriminierung von Tierschutz beenden!

Ein Jahr nach dem Gesetzesbeschluss: Fehlende Absetzbarkeit von Tierschutz-Spenden wirkt sich negativ aus

Wien (OTS) - Anlässlich des ersten Jahrestages der
Beschlussfassung der Spendenabsetzbarkeit für "mildtätige"
Hilfsorganisationen warnt die internationale Tierschutzorganisation
VIER PFOTEN vor negativen Auswirkungen für wichtige
Tierschutz-Projekte. VIER PFOTEN fordert Finanzminister Josef Pröll
auf, die Diskriminierung Tier- und Umweltschutz sowie
Menschenrechts-Anliegen durch das seit einem Jahr geltende Gesetz so
rasch wie möglich zu beenden und eine faire Regelung zu beschließen.
VIER PFOTEN-Geschäftsführerin Johanna Stadler: "Wir registrieren
Einbussen bei Grosspenden und Zuwendungen von Firmen. Die selektive
Spenden-Absetzbarkeit beginnt sich offenbar auszuwirken. Dadurch
geraten wichtige Projekte von Tierschutzorganisationen in Gefahr. Wir
erwarten uns von Minister Pröll, den internationalen Beispielen zu
folgen und das Gesetz sehr rasch zu reparieren!"

"Österreich bekennt sich per Gesetz zum Tier- und Umweltschutz.
Angesichts der zunehmenden globalen Krisen wird die Arbeit von NGOs
in den meisten Ländern verstärkt nachgefragt. Anliegen wie
artgerechte Tierhaltung, Bekämpfung des Klimawandels, Schutz der
Konsumenten sowie gesunde Ernährg sind sehr vielen Menschen wichtig
und für den Aufbau einer nachhaltigen Gesellschafts- und
Wirtschaftsform von zentraler Bedeutung", erklärt Johanna Stadler.

"VIER PFOTEN setzt sich für artgerechte Tierhaltung und gegen
grausame Legebatterien und Kaninchen-Käfige ein. Wir arbeiten mit der
Wirtschaft zusammen, um die Märkte positiv zu verändern. Vom
Tierschutz profitieren nicht nur die Tiere, sondern auch die
kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft, die sich so bei
den zunehmend kritischen Konsumenten einen Startvorteil gegenüber der
industriellen Massenproduktion erarbeiten kann", ergänzt Johanna
Stadler.

VIER PFOTEN finanziert durch Spenden seit mehreren Jahren den
BÄRENWALD Arbesbach und die PFOTENHILFE in Lochen, in denen gequälte
Tiere Zuflucht gefunden haben. Werden die Spendeneinnahmen weniger,
muss hier gespart werden. Johanna Stadler: "Wir sind eine laute
Stimme, wenn es um die Einhaltung des Tierschutzgesetzes geht. Den
meisten Menschen ist längst klar, dass Tiere keine leblosen 'Dinge'
sind. Daher spielt Tierschutz in Nachhaltigkeits-Konzepten auch eine
große Rolle. Wir fordern die Österreichische Bundesregierung daher
auf, Tierschutz nicht weiter zu diskriminieren, sondern zu
unterstützen."

"Die im Februar angelaufene Evaluierung der Spenden-Absetzbarkeit
muss daher zu folgendem Ergebnis kommen: Die steuerliche
Absetzbarkeit muss in Zukunft für alle gemeinnützigen Vereine gelten,
die ihre Finanzen offen legen und sich einer Prüfung etwa durch
externe Wirtschaftsprüfer oder im Rahmen des Spendegütesiegels
unterziehen. Bürger, denen Tierschutz ein Anliegen ist, dürfen nicht
weiter diskriminiert werden. Alle Menschen sollen frei entscheiden
können, welcher Organisation sie ihre Spende geben wollen", betont
Johanna Stadler abschließend.

Rückfragehinweis:

Mag. Nunu Kaller
   Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66       
   Mobile: +43 664 308 63 03
   Fax: +43 1 545 50 20-99
   mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/227

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