Festhalten der ÖBB-Nutzung des Lechsystems ist falsches Signal im Umweltschutz

Innsbruck (OTS) - Der Österreichische Naturschutzbund (ÖNB) lehnt die Ausbaupläne der ÖBB am Lechkraftwerk Spullersee entschieden als falsche Entwicklung in einer sensiblen Region ab. "Wir fordern die ÖBB auf, vom Projekt 'Beileitung Ost' Abstand zu nehmen", erklärt Andreas Jedinger, Präsident des ÖNB Tirol. Das Festhalten an diesem auch international umstrittenen Projekt, ist für den ÖNB ein nicht nachvollziehbarer Fehler. "Die Gefährdung eines europaweit einmaligen Wildflusssystems wie des Lechs kann niemals ein Beitrag zum Natur-und Umweltschutz sein", so Jedinger.

Die ÖBB mögen vielmehr durch Verzicht auf die umstrittenen Wasserableitungen und Zwangsenteignungen im Zuge des Spullersee-Projekts ihr Image eines nachhaltig wirtschaftenden Unternehmens unterstreichen.

Ihren Widerstand gegen das Spullersee-Kraftwerk haben 10 Umweltorganisationen, darunter der ÖNB, bereits auf einer Veranstaltung am 25. Februar vor dem Bahnhof in Innsbruck kundgetan und gemeinsam ein "Manifest für den Lech" verabschiedet. Der Naturschutzbund engagiert sich als Partner der Arbeitsgemeinschaft Tiroler Lechtal im Kampf um die Erhaltung, die dauerhafte Sicherung sowie um die Förderung des Lech-Fließgewässersystems.

Der Lech ist europaweit Referenz für ein alpines Wildflusssystem mit natürlichen und naturnahen Gewässerabschnitten, Aulandschaften und Schluchten. Er ist durch nationales und internationales Naturschutzrecht streng geschützt. Mit der geplanten Erweiterung des Spullersee-Kraftwerks schaffen die ÖBB einen Präzedenzfall für den weiteren rücksichtslosen energiewirtschaftlichen Ausbau des Lechs und seines Einzugsgebietes.

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