- 09.03.2010, 15:02:01
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Manpower Beschäftigungsausblick 2Q 2010: Personalnachfrage nimmt zu
Wien (OTS) - 10% der heimischen Personalchefs gaben an, im
Frühling zusätzliche Mitarbeiter engagieren zu wollen. Ihnen stehen
nur 6% gegenüber, die Personal reduzieren müssen. Mit der derzeitigen
Mannschaft kommen 81% aus. 3% sind unsicher.
Für den Manpower Beschäftigungsausblick im 2. Quartal 2010 wurden
751 Betriebe quer durch alle Bundesländer und Branchen befragt. Am
größten ist der Personalbedarf in Wien, Salzburg und Tirol. In
geringem Maß steigt die Nachfrage in allen Bundesländern bis auf
Kärnten, wo weiter Jobs verloren gehen.
Nach Wirtschaftssektoren dominieren die saisonalen Branchen:
Bergbau & Rohstoffgewinnung, Land- & Forstwirtschaft und das Bauwesen
suchen wieder Leute, ebenso wie der bislang unauffällige Finanz- &
Dienstleistungssektor. Auch der Handel und die Sachgüterproduktion
senden positive Signale.
In Verkehr & Telekommunikation bleibt die Lage schwierig.
Zahlreiche Unternehmen wollen zulegen, ebenso viele müssen abbauen.
Auch im Öffentlichen Bereich, der in den letzten Quartalen Personal
aufgebaut hat, halten sich im 2. Quartal erstmals Auf- und Abbau die
Waage.
"Insgesamt ist die Prognose erfreulich positiv," erläutert
Manpower Geschäftsführer Erich Pichorner. "Wirkliche Reduktionen wird
es nur in Gastronomie & Hotellerie geben, außerdem erstmals in der
Energieversorgung, die in den letzten Quartalen viele Mitarbeiter
nachgefragt hat."
Die Beschäftigungsaussichten für Österreich können sich im
internationalen Vergleich sehen lassen. Innerhalb Europas gibt es
einige optimistischere Länder wie Polen, Schweden und die Schweiz.
Die Mehrheit jedoch, allen voran Italien, Spanien und Irland,
befürchtet fortgesetzten Stellenabbau.
Die Jobaussichten nach Bundesländern
Im Bundesländervergleich liegt erstmals Wien an der Spitze. Hier
planen 15% der Unternehmen, Mitarbeiter aufzubauen. Nur 4% erwarten
Kündigungen.
Günstig sind auch die Jobaussichten für Salzburg. 16% der Betriebe
rechnen mit steigenden Mitarbeiterzahlen. Ihnen stehen 6% gegenüber,
die Personalabbau befürchten.
Auch in Tirol stehen die Prognosen gut: 14% planen zusätzliches
Personal, nur 5% müssen reduzieren.
Erfreulich: Auch in der Steiermark wollen 7% der Betriebe Leute
aufbauen, nur 3% müssen kürzen.
Denselben Saldo erzielt das Burgenland mit 8% optimistischen und
4% pessimistischen Unternehmen.
Es folgen Oberösterreich (12% rechnen mit Neuaufnahmen, 10% mit
Abbau) und Niederösterreich (7% erwarten Neuaufnahmen, 5% Abbau).
Auch Vorarlberg erwartet noch einen leichten Jobüberhang mit 4%
aufnehmenden zu 3% reduzierenden Unternehmen.
Der einzig negative Wert wird aus Kärnten gemeldet. Hier planen
nur 9% der Unternehmen, zusätzliches Personal einzustellen. Hingegen
befürchten 13% Kündigungen.
Die Jobaussichten nach Wirtschaftssektoren
Im Vergleich der Branchen liegt Bergbau & Rohstoffgewinnung
personell an der Spitze. 14% der Betriebe erwarten zusätzliche
Neueinstellungen, nur 2% gehen von Abgängen aus.
Hervorragend sind auch die Chancen in Finanzwesen &
Dienstleistungen: 13% der Unternehmen rechnen mit Neuaufnahmen, nur
3% befürchten Personalabbau.
Bei der Land- & Forstwirtschaft zeigt sich mit saisonbedingten 10%
Betrieben mit Zuwachs zu 1% mit Reduktion ein ähnliches Bild.
Gut stehen auch die Chancen für Arbeitssuchende im Bauwesen (9%
Unternehmen mit Aufbau zu 1% mit Abbau).
Auch in der Sachgütererzeugung zeigt sich ein Aufwärtstrend: 12%
der betriebe planen Personal aufzunehmen, nur 7% rechnen mit
Kündigungen.
Gleichstand zwischen Personalzuwächsen und Abbau gibt es in
Verkehr & Telekommunikation und im Öffentlichen Sektor, wenn auch auf
unterschiedlichem Niveau. In ersterem rekrutieren bzw. kündigen je
16%, in zweiterem nur 9%.
Zu Befürchtungen geben nur zwei Sektoren Anlass. In der
Energieversorgung wird erstmals netto Personal gekürzt (nur 1%
aufnehmende zu 3% reduzierenden Unternehmen). In Gastronomie &
Hotellerie wird fortgesetzt eingespart: Hier planen nur 4% der
Betriebe, neue Mitarbeiter einzustellen, während ganze 15% kündigen
müssen.
Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Lehky, 1010 Wien, Schottenring 12,
T: 01 516 76-120, F: -199, E: [email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/132
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