Manpower Beschäftigungsausblick 2Q 2010: Personalnachfrage nimmt zu

Wien (OTS) - 10% der heimischen Personalchefs gaben an, im
Frühling zusätzliche Mitarbeiter engagieren zu wollen. Ihnen stehen nur 6% gegenüber, die Personal reduzieren müssen. Mit der derzeitigen Mannschaft kommen 81% aus. 3% sind unsicher.

Für den Manpower Beschäftigungsausblick im 2. Quartal 2010 wurden 751 Betriebe quer durch alle Bundesländer und Branchen befragt. Am größten ist der Personalbedarf in Wien, Salzburg und Tirol. In geringem Maß steigt die Nachfrage in allen Bundesländern bis auf Kärnten, wo weiter Jobs verloren gehen.

Nach Wirtschaftssektoren dominieren die saisonalen Branchen:
Bergbau & Rohstoffgewinnung, Land- & Forstwirtschaft und das Bauwesen suchen wieder Leute, ebenso wie der bislang unauffällige Finanz- & Dienstleistungssektor. Auch der Handel und die Sachgüterproduktion senden positive Signale.

In Verkehr & Telekommunikation bleibt die Lage schwierig. Zahlreiche Unternehmen wollen zulegen, ebenso viele müssen abbauen. Auch im Öffentlichen Bereich, der in den letzten Quartalen Personal aufgebaut hat, halten sich im 2. Quartal erstmals Auf- und Abbau die Waage.

"Insgesamt ist die Prognose erfreulich positiv," erläutert Manpower Geschäftsführer Erich Pichorner. "Wirkliche Reduktionen wird es nur in Gastronomie & Hotellerie geben, außerdem erstmals in der Energieversorgung, die in den letzten Quartalen viele Mitarbeiter nachgefragt hat."

Die Beschäftigungsaussichten für Österreich können sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Innerhalb Europas gibt es einige optimistischere Länder wie Polen, Schweden und die Schweiz. Die Mehrheit jedoch, allen voran Italien, Spanien und Irland, befürchtet fortgesetzten Stellenabbau.

Die Jobaussichten nach Bundesländern

Im Bundesländervergleich liegt erstmals Wien an der Spitze. Hier planen 15% der Unternehmen, Mitarbeiter aufzubauen. Nur 4% erwarten Kündigungen.

Günstig sind auch die Jobaussichten für Salzburg. 16% der Betriebe rechnen mit steigenden Mitarbeiterzahlen. Ihnen stehen 6% gegenüber, die Personalabbau befürchten.

Auch in Tirol stehen die Prognosen gut: 14% planen zusätzliches Personal, nur 5% müssen reduzieren.

Erfreulich: Auch in der Steiermark wollen 7% der Betriebe Leute aufbauen, nur 3% müssen kürzen.

Denselben Saldo erzielt das Burgenland mit 8% optimistischen und 4% pessimistischen Unternehmen.

Es folgen Oberösterreich (12% rechnen mit Neuaufnahmen, 10% mit Abbau) und Niederösterreich (7% erwarten Neuaufnahmen, 5% Abbau).

Auch Vorarlberg erwartet noch einen leichten Jobüberhang mit 4% aufnehmenden zu 3% reduzierenden Unternehmen.

Der einzig negative Wert wird aus Kärnten gemeldet. Hier planen nur 9% der Unternehmen, zusätzliches Personal einzustellen. Hingegen befürchten 13% Kündigungen.

Die Jobaussichten nach Wirtschaftssektoren

Im Vergleich der Branchen liegt Bergbau & Rohstoffgewinnung personell an der Spitze. 14% der Betriebe erwarten zusätzliche Neueinstellungen, nur 2% gehen von Abgängen aus.

Hervorragend sind auch die Chancen in Finanzwesen & Dienstleistungen: 13% der Unternehmen rechnen mit Neuaufnahmen, nur 3% befürchten Personalabbau.

Bei der Land- & Forstwirtschaft zeigt sich mit saisonbedingten 10% Betrieben mit Zuwachs zu 1% mit Reduktion ein ähnliches Bild.

Gut stehen auch die Chancen für Arbeitssuchende im Bauwesen (9% Unternehmen mit Aufbau zu 1% mit Abbau).

Auch in der Sachgütererzeugung zeigt sich ein Aufwärtstrend: 12% der betriebe planen Personal aufzunehmen, nur 7% rechnen mit Kündigungen.

Gleichstand zwischen Personalzuwächsen und Abbau gibt es in Verkehr & Telekommunikation und im Öffentlichen Sektor, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. In ersterem rekrutieren bzw. kündigen je 16%, in zweiterem nur 9%.

Zu Befürchtungen geben nur zwei Sektoren Anlass. In der Energieversorgung wird erstmals netto Personal gekürzt (nur 1% aufnehmende zu 3% reduzierenden Unternehmen). In Gastronomie & Hotellerie wird fortgesetzt eingespart: Hier planen nur 4% der Betriebe, neue Mitarbeiter einzustellen, während ganze 15% kündigen müssen.

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