Beatrix Karl: Wissenschafterinnen und Forscherinnen noch sichtbarer machen und entsprechende Rahmenbedingungen bieten

Wissenschafts- und Forschungsministerin zum morgigen Internationalen Frauentag

Wien (OTS) - "Wir haben in Österreich zahlreiche Top-Wissenschafterinnen und Top-Forscherinnen. Mein klares Ziel ist es, sie noch sichtbarer zu machen und ihnen entsprechende Rahmenbedingungen zu bieten", so Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl anlässlich des morgigen Internationalen Frauentages.

Die Ministerin verweist darauf, dass beispielsweise der Frauenanteil an den Universitäten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Der Anteil der weiblichen Studierenden ist von 51,4 Prozent (2000) auf 53,4 Prozent (2009) gestiegen, bei den Professorinnen von 10,6 Prozent auf 17,2 Prozent. "Gerade was die weiblichen Professorinnen betrifft sehe ich noch enormen Aufholbedarf. Das Potenzial ist da, aber wir müssen es noch besser ausschöpfen", ist Karl überzeugt. Daher gebe es spezielle Programme des BMWF zu Steigerung der weiblichen Berufungen wie etwa das "excellentia"-Programm.

Zuletzt habe es immer wieder "erfreuliche Signale" gegeben, verweist Karl auf die Bestellung von Frauen in Führungspositionen. So bekam etwa das Österreichische Archäologische Institut mit Sabine Ladstätter erstmals eine weibliche Direktorin, in die Österreichische Akademie der Wissenschaften zog mit Sigrid Jalkotzy-Deger erstmals eine Vizepräsidentin ein und jüngst wurde Helga Nowotny zur Präsidentin des Europäischen Forschungsrates berufen. Ebenso positive Signale erwartet sich Ministerin Karl von den 2011 an zahlreichen Universitäten anstehenden Rektorswahlen. Unter den zwölf Privatuniversitäten gebe es zwei Rektorinnen, die Fachhochschulen haben im vergangenen Jahr zumindest eine Rektorin bekommen. "Nun müssen auch die öffentlichen Universitäten nachziehen", so die Wissenschaftsministerin.

An den Universitäten wurde zuletzt mit der 40 Prozent Frauenquote für alle universitären Gremien und Organe im Zuge der UG-Novelle ein wichtiger Schritt gesetzt. Hier gibt es auch einen ersten Erfolg: In der Curriculum-Kommission der Fakultät für Bauingenieurwesen der Uni Innsbruck wurde der Frauenanteil von 0 auf 44 Prozent gesteigert. Um die 40 Prozent Frauenquote aber auch andere Maßnahmen wie das Gender Budgetings an den Universitäten zu unterstützen, hofft Karl auf die rasche Umsetzung des uniko-Forums "Gender & Diversity".

Abschließend verweist die Ministerin auf Frauenförderprogramme wie fFORTE - Frauen in Forschung und Technologie. Für diese gemeinsame Initiative des BMWF mit dem Wirtschafts-, Bildungs- und Infrastrukturministerium sowie dem Forschungsrat wurden 2009 rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Weiters flossen Mittel für das Hertha Firnberg und Elise Richter Programm, die L'Oreal Stipendien sowie die am Freitag verliehenen Gabriele Possanner Preise. Dem BMWF ist es auch ein zentrales Anliegen, Wissenschafterinnen "sichtbarer" zu machen. Daher werden jährlich kostenlose Medientrainings für Wissenschafterinnen angeboten. 2009 haben 50 Wissenschafterinnen von diesen Trainings profitiert und das Interesse ist ungebrochen: Das heurige Angebot ist bereits ausgebucht.

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