- 07.03.2010, 11:19:46
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Beatrix Karl: Wissenschafterinnen und Forscherinnen noch sichtbarer machen und entsprechende Rahmenbedingungen bieten
Wissenschafts- und Forschungsministerin zum morgigen Internationalen Frauentag
Wien (OTS) - "Wir haben in Österreich zahlreiche
Top-Wissenschafterinnen und Top-Forscherinnen. Mein klares Ziel ist
es, sie noch sichtbarer zu machen und ihnen entsprechende
Rahmenbedingungen zu bieten", so Wissenschafts- und
Forschungsministerin Beatrix Karl anlässlich des morgigen
Internationalen Frauentages.
Die Ministerin verweist darauf, dass beispielsweise der
Frauenanteil an den Universitäten in den vergangenen Jahren
kontinuierlich gewachsen ist. Der Anteil der weiblichen Studierenden
ist von 51,4 Prozent (2000) auf 53,4 Prozent (2009) gestiegen, bei
den Professorinnen von 10,6 Prozent auf 17,2 Prozent. "Gerade was die
weiblichen Professorinnen betrifft sehe ich noch enormen
Aufholbedarf. Das Potenzial ist da, aber wir müssen es noch besser
ausschöpfen", ist Karl überzeugt. Daher gebe es spezielle Programme
des BMWF zu Steigerung der weiblichen Berufungen wie etwa das
"excellentia"-Programm.
Zuletzt habe es immer wieder "erfreuliche Signale" gegeben,
verweist Karl auf die Bestellung von Frauen in Führungspositionen. So
bekam etwa das Österreichische Archäologische Institut mit Sabine
Ladstätter erstmals eine weibliche Direktorin, in die Österreichische
Akademie der Wissenschaften zog mit Sigrid Jalkotzy-Deger erstmals
eine Vizepräsidentin ein und jüngst wurde Helga Nowotny zur
Präsidentin des Europäischen Forschungsrates berufen. Ebenso positive
Signale erwartet sich Ministerin Karl von den 2011 an zahlreichen
Universitäten anstehenden Rektorswahlen. Unter den zwölf
Privatuniversitäten gebe es zwei Rektorinnen, die Fachhochschulen
haben im vergangenen Jahr zumindest eine Rektorin bekommen. "Nun
müssen auch die öffentlichen Universitäten nachziehen", so die
Wissenschaftsministerin.
An den Universitäten wurde zuletzt mit der 40 Prozent Frauenquote
für alle universitären Gremien und Organe im Zuge der UG-Novelle ein
wichtiger Schritt gesetzt. Hier gibt es auch einen ersten Erfolg: In
der Curriculum-Kommission der Fakultät für Bauingenieurwesen der Uni
Innsbruck wurde der Frauenanteil von 0 auf 44 Prozent gesteigert. Um
die 40 Prozent Frauenquote aber auch andere Maßnahmen wie das Gender
Budgetings an den Universitäten zu unterstützen, hofft Karl auf die
rasche Umsetzung des uniko-Forums "Gender & Diversity".
Abschließend verweist die Ministerin auf Frauenförderprogramme wie
fFORTE - Frauen in Forschung und Technologie. Für diese gemeinsame
Initiative des BMWF mit dem Wirtschafts-, Bildungs- und
Infrastrukturministerium sowie dem Forschungsrat wurden 2009 rund 3,5
Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Weiters flossen Mittel für das
Hertha Firnberg und Elise Richter Programm, die L'Oreal Stipendien
sowie die am Freitag verliehenen Gabriele Possanner Preise. Dem BMWF
ist es auch ein zentrales Anliegen, Wissenschafterinnen "sichtbarer"
zu machen. Daher werden jährlich kostenlose Medientrainings für
Wissenschafterinnen angeboten. 2009 haben 50 Wissenschafterinnen von
diesen Trainings profitiert und das Interesse ist ungebrochen: Das
heurige Angebot ist bereits ausgebucht.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Mag. Elisabeth Grabenweger
Tel.: +43/1/53120-9014, mailto:[email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/43
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