• 06.03.2010, 09:01:46
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25 Jahre Dorferneuerung in Niederösterreich

LH Pröll: "Aus Betroffenen Beteiligte gemacht"

St. Pölten (OTS/NLK) - Mit vier Pilotorten in jedem Viertel des
Landes hat es vor einem Vierteljahrhundert begonnen, heute zählt die
Dorferneuerung in Niederösterreich rund 700 Vereine und weit über
200.000 Freiwillige. Am gestrigen Freitagabend, 5. März, wurde das
Jubiläum "25 Jahre Dorferneuerung" im Auditorium in Grafenegg
gefeiert.

Die Dorferneuerung habe eine Entwicklung von einer
"Versorgungsgesellschaft" hin zu einer "Verantwortungsgesellschaft"
geprägt, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge der
Galaveranstaltung im Gespräch mit Moderatorin Christiane
Teschl-Hofmeister. Die Idee der Dorferneuerung habe dazu beigetragen,
den Menschen die Möglichkeit zu geben, "selber zu verantworten und
selber die eigene Lebenswelt gestalten zu können". Der
Landeshauptmann: "Aus Betroffenen wurden Beteiligte gemacht."

Nach der optischen, geistigen und kulturellen Dorferneuerung sei nun
der nächste Schritt zur sozialen Dorferneuerung eingeleitet worden,
so Pröll weiters. "Im Jahr 2030 wird sich die Zahl der 80-Jährigen
verdoppelt und die Zahl der 90-Jährigen verdreifacht haben. Daher
müssen wir bereits heute Vorsorge treffen und das unglaubliche
Kapital der Dorferneuerung nutzen." Denn die Dorferneuerung sei eine
stabile Säule für das soziale Netzwerk im Land, betonte der
Landeshauptmann: "Wir wollen die Freiwilligen vor Ort motivieren,
Hand anzulegen, um der älteren Generation die Hände zu reichen." Auf
diesem Weg könne die Dorferneuerung zum "Schrittmacher" auf dem Weg
Niederösterreichs zu einer sozialen Modellregion werden, so Pröll.

Über 1.000 Gäste waren am gestrigen Freitagabend ins Grafenegger
Auditorium gekommen, um das Jubiläum der NÖ Dorferneuerung zu feiern.
"Der volle Saal zeigt, dass wir eine große Familie sind", sagte dazu
Obfrau Maria Forstner.

Den Festvortrag hielt der bekannte Schriftsteller Alfred Komarek, der
zum Thema "Dorferneuerung - Lebensräume gemeinsam gestalten" sprach.
"In der Welt der Dörfer hat es immer wieder Veränderung gegeben",
meinte er, und daher gelte es, "das tradierte Miteinander als
Zusammenwirken möglichst Vieler neu zu verstehen". Die Idee der
Dorferneuerung habe sich seit 25 Jahren als "beharrliche,
erfolgreiche und vielfältig wirksame Kraft" erwiesen.

Mit den vier Pilotorten Kleinfeld (Industrieviertel), Spielfeld
(Waldviertel), Obermarkersdorf (Weinviertel) und Gerolding
(Mostviertel) begann die Idee der Dorferneuerung 1984, 1987 fand der
erste europäische Dorferneuerungskongress statt. 1988 wurde die
Dorfwerkstatt Region Hollabrunn gegründet, ein Pilotprojekt einer
flächendeckenden Dorferneuerung im Bezirk Hollabrunn. 1989 fand die
offizielle Gründungsversammlung der Europäischen ARGE Landentwicklung
und Dorferneuerung unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll statt. 1991 wurden die regionalen Dorfwerkstätten, die heutigen
Viertelbüros, eingerichtet. 2001 sind die Themendörfer entstanden,
2003 wurde der Wettbewerb "Idee plus" ins Leben gerufen. 2005 wurde
der Aktionstag erstmals in Niederösterreich durchgeführt, 2009
erfolgte der Startschuss zur "Sozialen Dorferneuerung" durch den
Landeshauptmann.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12172
www.noe.gv.at/nlk

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14

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