Leitner/Wimmer: "Wir machen Nägel mit Köpfen!"

Lösungsansätze im Zuge der Pensionsreform gefordert

St. Pölten (OTS) - "Arbeitspolitisch betrachtet befinden wir uns
in einer schwierigen Situation", erklärt Niederösterreichs SP-Landesparteivorsitzender LHStv. Dr. Sepp Leitner im Rahmen der FSG-BetriebsrätInnenkonferenz der PRO-GE NÖ. Niederösterreich sei als größtes Bundesland am meisten von der Arbeitslosigkeit betroffen. "Ich spreche hier von 70.000 arbeitssuchenden Menschen, denen 540.000 Beschäftigte gegenüber stehen - die Arbeitslosenquote war seit vielen Jahren nicht mehr so hoch", so Leitner. Vor allem Männer seien in jenen Regionen des Landes Niederösterreich betroffen, die durch Industrie geprägt sind. Die SPNÖ sehe außerdem in den von ihr initiierten überbetrieblichen Lehrwerkstätten die Lösung zum Schluss der Lehrlingslücke: "Bisher sind überbetriebliche Lehrwerkstätten in Schwechat, Ternitz, Bad Vöslau und Loosdorf entstanden. St. Pölten ist ebenfalls fixiert, auch im Waldviertel wird noch nach geeigneten Standorten gesucht."

"Als größte Produktionsgewerkschaft PRO-GE waren wir von der Krise am stärksten betroffen", ergänzt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE, die Ausführungen zum Thema Arbeitslosigkeit. Langsam gehe es jedoch wieder aufwärts, so Wimmer: "Waren im Oktober 2009 noch 60.000 MitarbeiterInnen in Kurzarbeit, so sind es zur Zeit nur mehr 14.000." In Zukunft werde man das Thema Arbeitszeit verstärkt kampagnisieren. "Im Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit könnte eine Arbeitszeitverkürzung zusätzliche Arbeitsplätze sichern. Weiters gilt es nun auch im Zuge der Pensionsreform Lösungsansätze hinsichtlich Arbeitsteilzeit- und Hacklerregelung anzustreben", zeigt Wimmer die zukünftigen Ziele auf: "Wir wollen die Hacklerregelung bis 2013 halten und keine Abschläge ab 2011 mit anschließender Auslaufregelung. Hier muss eine ordentliche Übergangsregelung geschaffen werden." Die Interessen der ArbeitnehmerInnen müssten in der Öffentlichkeit spürbar gemacht werden.
Als Zeichen des Schulterschlusses zwischen SPNÖ und FSG wurde eine Resolution zur Änderung der Altersteilzeitregelung verfasst. Denn die PRO-GE stelle in ihrer Arbeit fest, dass die derzeitige Praxis so aussieht, dass die ArbeitgeberInnen nicht mehr bereit sind den ArbeitnehmerInnen die Blockzeitvereinbarung zu gewähren. Die gesammelten Unterschriften sollen der österreichischen Bundesregierung übergeben werden. "Wir engagieren uns im Interesse der ArbeitnehmerInnen, wir machen Nägel mit Köpfen", so die Ansage von LHStv. Leitner.

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