- 04.03.2010, 14:58:48
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Leitner/Wimmer: "Wir machen Nägel mit Köpfen!"
Lösungsansätze im Zuge der Pensionsreform gefordert
St. Pölten (OTS) - "Arbeitspolitisch betrachtet befinden wir uns
in einer schwierigen Situation", erklärt Niederösterreichs
SP-Landesparteivorsitzender LHStv. Dr. Sepp Leitner im Rahmen der
FSG-BetriebsrätInnenkonferenz der PRO-GE NÖ. Niederösterreich sei als
größtes Bundesland am meisten von der Arbeitslosigkeit betroffen.
"Ich spreche hier von 70.000 arbeitssuchenden Menschen, denen 540.000
Beschäftigte gegenüber stehen - die Arbeitslosenquote war seit vielen
Jahren nicht mehr so hoch", so Leitner. Vor allem Männer seien in
jenen Regionen des Landes Niederösterreich betroffen, die durch
Industrie geprägt sind. Die SPNÖ sehe außerdem in den von ihr
initiierten überbetrieblichen Lehrwerkstätten die Lösung zum Schluss
der Lehrlingslücke: "Bisher sind überbetriebliche Lehrwerkstätten in
Schwechat, Ternitz, Bad Vöslau und Loosdorf entstanden. St. Pölten
ist ebenfalls fixiert, auch im Waldviertel wird noch nach geeigneten
Standorten gesucht."
"Als größte Produktionsgewerkschaft PRO-GE waren wir von der Krise am
stärksten betroffen", ergänzt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der
PRO-GE, die Ausführungen zum Thema Arbeitslosigkeit. Langsam gehe es
jedoch wieder aufwärts, so Wimmer: "Waren im Oktober 2009 noch 60.000
MitarbeiterInnen in Kurzarbeit, so sind es zur Zeit nur mehr 14.000."
In Zukunft werde man das Thema Arbeitszeit verstärkt kampagnisieren.
"Im Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit könnte eine
Arbeitszeitverkürzung zusätzliche Arbeitsplätze sichern. Weiters gilt
es nun auch im Zuge der Pensionsreform Lösungsansätze hinsichtlich
Arbeitsteilzeit- und Hacklerregelung anzustreben", zeigt Wimmer die
zukünftigen Ziele auf: "Wir wollen die Hacklerregelung bis 2013
halten und keine Abschläge ab 2011 mit anschließender
Auslaufregelung. Hier muss eine ordentliche Übergangsregelung
geschaffen werden." Die Interessen der ArbeitnehmerInnen müssten in
der Öffentlichkeit spürbar gemacht werden.
Als Zeichen des Schulterschlusses zwischen SPNÖ und FSG wurde eine
Resolution zur Änderung der Altersteilzeitregelung verfasst. Denn die
PRO-GE stelle in ihrer Arbeit fest, dass die derzeitige Praxis so
aussieht, dass die ArbeitgeberInnen nicht mehr bereit sind den
ArbeitnehmerInnen die Blockzeitvereinbarung zu gewähren. Die
gesammelten Unterschriften sollen der österreichischen
Bundesregierung übergeben werden. "Wir engagieren uns im Interesse
der ArbeitnehmerInnen, wir machen Nägel mit Köpfen", so die Ansage
von LHStv. Leitner.
Rückfragehinweis:
SPÖ-Niederösterreich Mag. Wolfgang Böhm Medienservice Tel.: 02742/2255/120 mailto:[email protected] www.noe.spoe.at
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