SP Oberösterreich trauert um den Menschen und Bürgermeister Walter Ernhard

"Ein volksnaher, engagierter und streitbarer Kommunalpolitiker"

Linz (OTS) - Tief betroffen vom tragischen Tod des Anfeldner Bürgermeisters Walter Ernhard zeigt sich SPÖ-Landesparteivorsitzender LH-Stv. Josef Ackerl. "Walter Ernhard hat über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus Hervorragendes geleistet. Für mich und für die SPÖ Oberösterreich bleibt er als volksnaher, engagierter und vielseitiger Kommunalpolitiker in Erinnerung, der in vielen kommunalpolitischen Bereichen der Gemeinde seinen Stempel aufgeprägt hat", so der SPÖ-Landeschef. "Als Gemeindereferent habe ich ihn als den Menschen verbundenen Bürgermeister, der keine gesellschaftliche Kernaufgabe scheute und das Herz am richtigen Fleck hatte, kennen und schätzen gelernt!"

Walter Ernhard wurde am 29. April 1953 in Ansfelden geboren und war seit 1995 Bürgermeister der Stadt. Er hinterlässt seine Frau Ilse und seinen Sohn Hannes.

Die berufliche Laufbahn des gelernten Betriebselektrikers begann 1968 in der Nettingsdorfer Papierfabrik, wo er bis 2001 Betriebsratsvorsitzender war.

Seit 1979 saß er für die SPÖ im Gemeinderat von Ansfelden, von 1985 bis 1995 war er Vizebürgermeister. 1995 übernahm er - "Für mich aufgrund seines bis dahin gezeigten aktiven Engagements und Auftretens als logischer Nachfolgekandidat!", so LH-Stv. Ackerl - das Bürgermeisteramt von Gottfried Aschenwald.

"Als Bürgermeister von Ansfelden war er aufgrund der Lage seiner Gemeinde mit einem besonderen Spannungsfeld zwischen bäuerlich-ländlichen Strukturen einerseits und städtischen Interessen andererseits konfrontiert!" erinnert sich Gemeindereferent Ackerl. "Walter Ernhard ist es aber in beispielhafter Weise gelungen, diese Interessenslagen und darüber hinaus die integrationspolitischen Herausforderungen in den Griff zu bekommen!" Dabei gab es keine gesellschaftliche Kernaufgabe, die von ihm nicht ernstgenommen und im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten einer Lösung zugeführt wurde:
Neben sozial- und familienpolitischen Schwerpunkten - wie einem für Gemeinden dieser Größe vorbildhaften Kinderbetreuungsangebot - setzte Ernhard besondere Schwerpunkte im Klimabündnisschutz, wo er Projekte in den Bereichen Energie, Verkehr, Abfallwirtschaft vorantrieb und viel zur Bewußtseinsbildung der GemeindebürgerInnen beitrug.

Groß war sein Engagement in Kultur und Sportvereinen, u.a. war er Obmann der Nettingsdorfer Werksmusikkapelle und des ASK Nettingsdorf Sparkasse. Wer mit ihm zu tun hatte, schätzte seine Spontanität, seine Einsatzfreude und seinen Teamgeist. Viel zu wenig Zeit hatte er für seine Hobbies, wie Radfahren, Fußball, Lesen, Musik und Kochen. "Jeder Tag bringt die Chance, dazulernen zu können!", war nach eigenen Angaben immer sein Lebensmotto.

"Walter Ernhard hat als Bürgermeister und Mensch immer Stärke bewiesen, gefehlt hat es ihm aber an der scheinbar immer notwendiger werdenden Härte, um eine Häufung von negativen Entwicklungen ertragen zu können!", so Ackerl. "Ich hoffe, wir alle lernen daraus, dass Politiker auch nur Menschen sind, die nicht alles aushalten können, ja nicht alles aushalten müssen!" Gesellschaft und veröffentlichte Meinung müssten auch dem politischen Menschen gegenüber einen gewissen Grundrespekt entwickeln und wahren.

"Die Erwartung eines perfekten Menschen in einem öffentlichen Amt hält mit der diesem Amt zuteil werdenden öffentlichen Anerkennung und der Bezahlung leider nicht mit, unter anderem an dieser überdimensionierten Erwartungshaltung ist Walter Ernhard wohl zerbrochen!" so Ackerl. "Sein tragischer Freitod ist jedenfalls für uns alle ein unsagbarer Schock. Wir werden seine Familie mit ganzer Kraft dabei unterstützen, den schmerzlichen Verlust zu überwinden!"

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