- 03.03.2010, 09:50:18
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Wiener Philharmoniker: Spannungen mit Pereira
Vertrag für 2012 noch nicht unterschrieben
Wien (OTS) - Zwischen den Wiener Philharmonikern und dem
designierten Salzburger Festspielintendanten Alexander Pereira
bestehen erhebliche Spannungen. Der Vertrag des Orchesters ab
Pereiras Antrittsjahr 2012 ist noch nicht unterschrieben, wie
Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg in einem Interview für die
morgen erscheinende NEWS-Ausgabe erklärt. Und die Verhandlungen
werden für Pereira nicht einfach. Der Grund ist sein geheimer
Versuch, die Berliner Philharmoniker für eine Opernproduktion zu den
Sommerfestspielen zu holen. Man habe nichts gegen legitime
Veränderungswünsche eines neuen Intendanten, betont Hellsberg,
missbilligt aber Pereiras Vorgehen, mit den Wienern über seine Pläne
keine Rücksprache gehalten zu haben. Die Berliner sollen derzeit auch
mittels kräftiger Subventionserhöhung bei den Osterfestspielen
gehalten werden.
Pereiras Vorgehen wirkt sich nun offensichtlich auf die
Vertragsverhandlungen aus, auch auf das langjährige finanzielle
Entgegenkommen der den Sommer prägenden Wiener: "Die Ereignisse haben
uns zu einer realistischeren Sicht der Dinge geführt. Man fragt sich:
Waren wir die ganze Zeit so naiv? Wir sind durchaus lernfähig. Wir
beobachten, wie man mit den Berlinern umgegangen ist. Wir haben im
Sommer in Salzburg wahnsinnig viel gearbeitet, um die 37
Vorstellungen pro Saison. Nun sehen wir uns vor allem seitens der
jungen Kollegen mit anderen Wertvorstellungen konfrontiert, Familie,
Ferien, Freizeit betreffend. Da kann man schwer etwas dagegen sagen."
Auf die Frage, ob man weniger Opern und Konzerte spielen werde,
antwortet Hellsberg: "Weniger Konzerte auf keinen Fall."
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