VP-Praniess-Kastner ad MA 40 Call-Center: Sozialberatung braucht mehr Fachkräfte vor Ort

Sozial Schwache durch Call-Center "abwimmeln" - das soll ein Fortschritt sein?

Wien (OTS) - Bei der Ausstattung mit diplomierten Sozialarbeiter/innen in den Wiener Sozialzentren der MA 40 werde brutal gespart - auch wenn die Beratungsqualität darunter leidet. Die Überlastung der Fachkräfte werde durch Auslagerung an ein externes Call-Center jedoch mehr schlecht als recht gelöst, konstatiert die ÖVP-Abgeordnete Karin Praniess-Kastner nach Vorlage des entsprechenden Vertrages im gestrigen Wiener Gemeinderat.

Wiener Wohnen Kundenservice GmbH bereits 2004 heftig kritisiert

Der von der MA 40 gewählte Vertragspartner für die Call-Center-Leistung, die Wiener Wohnen Kundenservice GmbH, sei kein unbeschriebenes Blatt. Bereits 2004, also zwei Jahre nach der Gründung der GmbH, hagelte es massive Kritik seitens des Wiener Kontrollamtes. So wurde etwa auf Beschwerden von Kund/innen lediglich mittels standardisierter Antwortbriefe reagiert. Seitens der Kund/innen gab es von Beginn an massive Kritik an der Qualität der angebotenen Call-Center-Dienstleistungen: Kunden wurden vertröstet, Auskünfte waren teilweise schlicht und einfach falsch. Kurzum: die gebotene Leistung war äußerst mangelhaft.

Transparente Vergabe ist Stadt Wien kein Anliegen

Die berechtigte Kritik des Kontrollamtes und der Kund/innen an der Wiener Wohnen Kundenservice GmbH wird von der zuständigen SP-Sozialstadträtin einfach vom Tisch gewischt. Dem nicht genug, überträgt die Stadt Wien ausgerechnet dieser Institution jetzt auch noch einen nicht unwesentlichen Teil der Sozialberatung in der Höhe von etwa einer Million Euro - ohne öffentliche Ausschreibung. "Da wird lieber mittels In-House-Vergabe operiert, statt das Vorhaben transparent über das Vergaberecht abzuwickeln. Diese Vorgangsweise lehnt die ÖVP Wien entschieden ab", so Praniess-Kastner abschließend.

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