Bundespräsident Fischer feiert mit Kremser Zukunftsdenkern

Zukunftskonferenz feierte 5-Jahr-Jubiläum mit prominenten Gästen

Krems (OTS) - Vor fünf Jahren wurde die Zukunftskonferenz als Kremser Bürgerbeteiligungsprojekt ins Leben gerufen. Zum 5. Geburtstag stellte sich Bundespräsident Dr. Heinz Fischer als Gratulant ein.

Im Ferdinand-Dinstl-Saal der Kremser Bank feierten viele Zukunftsdenkerinnen und -denker gemeinsam mit der Stadtpolitik und vielen Gästen das Jubiläum "5 Jahre Zukunftskonferenz Krems". Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gratulierte allen Beteiligten, dass sie "die Idee der Zukunftskonferenz nicht nur geboren haben, sondern auch hartnäckig verfolgen und seit fünf Jahren mit Leben erfüllen." Er bezeichnete das Zusammenführen der beiden Brennpunkte Bürgerbeteiligung und Zukunft als "tolles Experiment" und wünschte den Denkern, dass sie sich nicht entmutigen lassen sollten, wenn die Umsetzung langsamer voran gehe als erwartet. "Was einmal erdacht wurde, findet Eingang in den Schatz des menschlichen Denkens und drängt nach Umsetzung", so Fischer.

Bürgermeisterin Inge Rinke lobte in ihrer Rede das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und betonte: "Die Zukunftskonferenz ist ein Forum, um Projekte, die wichtig und sinnvoll erscheinen, von der Basis her zu entwickeln. Das ist in vielen Fällen besser als von oben aufgesetzte Maßnahmen." In Krems habe bürgerschaftliches Engagement eine lange Tradition. "Deswegen hat sich diese Stadt auch in vielerlei Hinsicht dynamischer entwickelt als vergleichbare Kommunen", so Rinke.

Vizebürgermeister Dr. Reinhard Resch bezeichnete die Zukunftskonferenz als "ein Instrument gelebter Bürgerbeteiligung", die in diesem Umfang in Österreich einzigartig sei. "Ich bin stolz darauf, dass wir es in Krems geschafft haben, diese Zukunftskonferenz zu implementieren - als kontinuierliches Projekt, als Impulsgeber, als Ideenspender und als Geburtshelfer für viel Positives."

Den Festvortrag hielt Dr. Bernhard Kletter, Chef-Meteorologe des ORF, der sein ganz persönliches Krems-Bild zeichnete. Er wurde in Krems geboren und verbrachte bis zu seinem zehnten Lebensjahr fast jedes Wochenende und die Schulferien bei seiner Großmutter in der Wachaustadt. "In dieser Zeit habe ich mit vielen Kindern aus der Umgebung Freundschaft geschlossen. Wir haben in den umliegenden Gärten gespielt, haben uns in den Donau-Auen wilde Radrennen geliefert, und sind im Winter vom Damm der Donau hinuntergerodelt." Aber auch nach seiner Kindheit blieb Krems sein regelmäßiges Ausflugsziel. So hat er die Entwicklung der Stadt stets mitverfolgt:
"Im Laufe der letzten 50 Jahre hat sich vieles zum Positiven verändert. Bemerkenswert ist vor allem, dass es hier gelungen ist, Neues harmonisch in das alte Stadtbild zu integrieren und das Schul-und Kulturangebot maßgeblich zu erweitern. Auf diese Weise ist Krems eine Stadt mit höchster Lebensqualität geworden." Damit das so bleibe, müssten in Zukunft große Herausforderungen bewältigt werden. "Die Zukunftskonferenzen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Ideen, Meinungen und Bedürfnisse der Bürger zu konkreten Projekten führen können, die zur erfreulichen Weiterentwicklung der historischen Stadt Krems beitragen", sprach Kletter allen Beteiligten Lob aus.

Vor fünf Jahren haben sich zum ersten Mal die Zukunftsdenkerinnen und -denker mit Ideen und Visionen für Krems auseinandergesetzt. Seither findet die Konferenz jährlich statt. Mit diesem Modell der Bürgerbeteiligung ist es gelungen, Bürgerinnen und Bürger aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten aktiv in die zukünftige Gestaltung ihrer Stadt einzubinden Zu den "Geburtshelfern" der Zukunftskonferenz Krems zählte 2006 auch die Kremser Bank, die bis heute Hauptsponsor und kreativer Ideengeber ist.

Diesjähriges Motto: "Umwelt und Energie"

Die heutige Konferenz (Samstag, 27. Februar) ist ganz dem Zukunftsthema "Umwelt und Energie" gewidmet. Am Vormittag stehen Impulsvorträge von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen auf dem Programm: DI Dr. Martin Steiner (Energieversorgung versus Energieautarkie), Dr. Klaus Renoldner (Mobilität - Nachhaltigkeit und Gesundheit), Josef Wallenberger (Regionale und überregionale Entwicklungen) und Mag. Karl Fakler (Umwelt und Energie aus der Sicht des Arbeitsmarkt). Am Nachmittag stehen Workshops zu den Impulsvorträgen sowie in den sieben Projektgruppen auf dem Programm. Die Teilnehmer haben unter anderem die Möglichkeit, beim kybernetischen Umweltspiel "Ökopolicy" ihr strategisches Talent zu testen und das Brettspiel "Mobility" auszuprobieren.

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