Spindelegger: "Fokus auf Eigenverantwortung Afghanistans legen"

Außenminister eröffnet Afghanistan-Konferenz in Baden

Graz (OTS) - "Die Enttäuschung über die teilweise ungenügenden Fortschritte in Afghanistan darf uns nicht entmutigen. Die internationale Staatengemeinschaft hat in London zu Recht klar gemacht, dass sie ihr Engagement konsequent fortsetzen wird. Afghanistan braucht weiterhin internationale Hilfe. Mit dieser Konferenz wollen wir dazu einen konkreten Beitrag leisten", so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich der Eröffnung des "Afghanistan Implementation Colloquium" in Baden gemeinsam mit der liechtensteinischen Außenministerin Aurelia Frick sowie dem Generalsekretär der OSZE, Marc Perrin de Brichambaut.

Das "Afghanistan Implementation Colloquium" schließt an die internationale Afghanistan-Konferenz in London an und dient als Vorbereitung des Afghanistan-Treffens in Kabul. An der Veranstaltung nehmen internationale Afghanistanexperten sowie zahlreiche Vertreter der afghanischen Regierung und Zivilgesellschaft teil. Der afghanische Außenminister Zalmai Rassoul und der US-Botschafter in Kabul werden per Videolink an den Diskussionen teilnehmen.

"Bei all unseren Unterstützungsbemühungen ist es wichtig, konkrete und realistische Ziele zu verfolgen. Besonders in den Bereichen Rechtstaatlichkeit, gute Regierungsführung, Korruptionsbekämpfung und beim Aufbau staatlicher Strukturen muss es Fortschritte geben. Dazu ist es aber auch notwendig, dass Afghanistan stärker Eigenverantwortung übernimmt. Ich freue mich daher, dass heute besonders viele afghanische Teilnehmer und Vertreter der Zivilgesellschaft nach Baden gekommen sind. Denn die internationale Unterstützung kann nur dann Erfolg haben, wenn sie von den lokalen politischen und zivilen Strukturen mitgetragen wird", so Spindelegger.

Österreich wird sich aktiv an den internationalen Stabilisierungsbemühungen beteiligen: "Gemeinsam mit dem Innenministerium haben wir die Entsendung von bis zu fünf Polizeikräften in Aussicht genommen. Damit werden wir Afghanistan beim Aufbau polizeilicher Strukturen und der Stärkung der Rechtsstaatlichkeit unterstützen. Darüber hinaus leistet Österreich finanzielle Beiträge zu den für Afghanistan konzipierte Programme der UNO und der OSZE, wie etwa 1 Million Euro aus dem Auslandskatstrophenfonds für die humanitäre Organisation der Vereinten Nationen OCHA", so der Außenminister.

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