AHS-Scholik zu Spindelegger-Initiative: Ja zu verpflichtender Sprachförderung

Schulpflicht ist mehr als ein unverbindliches Angebot

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich Eva Scholik, die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft, über den politischen Vorstoß von ÖAAB-Obmann BM Spindelegger, die Teilnahme an Deutschkursen nicht nur zur Pflicht zu erklären, sondern auch auf die Einhaltung dieser Pflicht zu achten!

Selbstverständlich liegt es im Interesse der betroffenen Kinder und Jugendlichen, wenn Eltern, die ihre Pflichten ignorieren, auch durch entsprechende Sanktionen zu deren Beachtung gebracht werden. Während Ministerin Schmied nicht wahrhaben will, dass nur die rechtzeitig angesetzte Förderung der Kinder den sozialen Ausgleich garantieren kann, zeigt der Außenminister auf, wo im Bildungssystem dringendster Handlungsbedarf besteht. Die zuständige Bildungsministerin beschränkt sich vor allem darauf ihr Lieblingsprojekt, die neue Mittelschule, zu propagieren.

Wie weit BM Schmied von der Realität des Schulalltags entfernt ist, zeigt ihre gestrige Aussage in der ZIB, dass die "Schulpflicht" ausreiche, um SchülerInnen bzw. deren Eltern dazu zu bewegen, das Angebot von zusätzlicher Sprachförderung anzunehmen. Scholik dazu wörtlich: "Niemand will Eltern staatliche Tansferzahlungen wegnehmen. Wenn sie aber ihre Elternpflichten grob vernachlässigen, sollen zum Schutz ihrer Kinder Konsequenzen möglich sein."
"Gegenüber Falschparkern finanzielle Strenge zu zeigen, bei sträflich nachlässigen Eltern aber bloß mit dem sanften Hinweis auf die Schulpflicht zu reagieren, ist realitätsfern und gerade den betroffenen Kindern gegenüber unfair!" so Scholik abschließend.

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