- 25.02.2010, 11:59:25
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Sechster Kaminabend der Fraunhofer Austria und der TU Wien
Lean Assembly by Fraunhofer Austria führt zu Kostenreduktion und Produktivitätssteigerung
Wien (OTS) - Effiziente Nutzung von Ressourcen, Reduktion von
Durchlaufzeiten und Verbesserung des Materialflusses - das kann jetzt
mit einer neuen Lean-Lernfabrik der TU Wien und Fraunhofer Austria
praxisnah getestet und gelernt werden. Das Lernkonzept wurde im
Rahmen eines Kaminabends an der TU Wien präsentiert.
Was den Einsatz der "Fraunhofer Austria Lean-Verfahren" an
Kosteneinsparungen bringen kann, konnte von den Referenten des
sechsten Kaminabend der Fraunhofer Austria und der TU Wien an
Praxisbeispielen überzeugend dargestellt werden. "Mit unseren
Methoden können wir den Materialfluss in der Produktion verbessern
und eine Bestandssenkung von bis zu 70 Prozent erzielen," erklärt DI
Jürgen Minichmayr, bei Fraunhofer Austria zuständiger
Geschäftsfeldleiter Produktionsmanagement. Und nicht nur das. "Wir
senken mit unseren Lean-Methoden den Flächenbedarf in der Produktion
um 30 Prozent und die Durchlaufzeiten um bis zu 35 Prozent. Auch die
Produktivität der Mitarbeiter konnte um bis zu 20 Prozent gesteigert
werden."
Schulungskonzepte in der Lean-Lernfabrik
"Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir die Produktivität
in unseren Fabriken erhöhen und die Verschwendung minimieren" so
Prof. Peter Kuhlang vom Institut für Managementwissenschaften der TU
Wien. Fraunhofer und die TU Wien haben zur Vermittlung der
Lean-Methoden in Produktion und Logistik ein Konzept einer
Lean-Lernfabrik entwickelt. Deren erster Baustein, eine
Lernmontagezelle "lean-assembly" konnte am Rande der Veranstaltung
besichtigt werden. Mit der mobilen Lernmontage können praxisnah in
Workshops Produktionsabläufe trainiert und schlanke Abläufe erlebt
werden. Die Workshops umfassen Themen wie Lean in der Fabrikplanung,
Montageplanung und Arbeitsplatzgestaltung, Wertstromdesign, Methoden
der Zeitwirtschaft oder One Piece Flow.
Schlechter Body-Mass-Index in heimischen Betrieben
"Wir werden das Konzept unter Hochdruck weiterentwickeln und
sowohl Lean-Konzepte in der Logistik, in der Auftragsabwicklung, der
Verwaltung als auch Methoden der Produktionsplanung und
-steuerung in die Lean-Lernfabrik integrieren. Der Body-Mass-Index in
den heimischen Betrieben ist vielfach recht ungesund." erklärt DI
Daniel Palm, Leiter des Geschäftsbereichs Produktions- und
Logistikmanagement der Fraunhofer Austria in Wien. "Wir brauchen ein
Fitness-Programm fürs gesamte Unternehmen denn oftmals ist die
Produktion am schlankesten und die Verschwendung in den vor- oder
nachgelagerten Prozessen - die Veränderung beginnt jedoch mit dem
Verstehen, in den Köpfen unserer Mitarbeiter."
Das Konzept der Lean-Lernfabrik wurde im Rahmen der Kooperation
des TU-Wien-Instituts für Managementwissenschaften von Prof. Wilfried
Sihn und der Fraunhofer Austria Research GmbH entwickelt und mit
freundlicher Unterstützung der Firma Beewatec realisiert. Die
Lean-Lernfabrik zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie
portabel ist und damit auch im Unternehmen vor Ort oder in der Lehre
im Hörsaal eingesetzt werden kann. Es wurde auf eine möglichst
kostengünstige Realisierung und eine maximale Flexibilität durch
einen modularen Aufbau geachtet.
Rückfragehinweis:
und Bildmaterial:
Fraunhofer Austria Research GmbH
Dipl.-Ing. Daniel Palm
Tel. +4367688861602
email: [email protected]
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/8283
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