Sechster Kaminabend der Fraunhofer Austria und der TU Wien

Lean Assembly by Fraunhofer Austria führt zu Kostenreduktion und Produktivitätssteigerung

Wien (OTS) - Effiziente Nutzung von Ressourcen, Reduktion von Durchlaufzeiten und Verbesserung des Materialflusses - das kann jetzt mit einer neuen Lean-Lernfabrik der TU Wien und Fraunhofer Austria praxisnah getestet und gelernt werden. Das Lernkonzept wurde im Rahmen eines Kaminabends an der TU Wien präsentiert.

Was den Einsatz der "Fraunhofer Austria Lean-Verfahren" an Kosteneinsparungen bringen kann, konnte von den Referenten des sechsten Kaminabend der Fraunhofer Austria und der TU Wien an Praxisbeispielen überzeugend dargestellt werden. "Mit unseren Methoden können wir den Materialfluss in der Produktion verbessern und eine Bestandssenkung von bis zu 70 Prozent erzielen," erklärt DI Jürgen Minichmayr, bei Fraunhofer Austria zuständiger Geschäftsfeldleiter Produktionsmanagement. Und nicht nur das. "Wir senken mit unseren Lean-Methoden den Flächenbedarf in der Produktion um 30 Prozent und die Durchlaufzeiten um bis zu 35 Prozent. Auch die Produktivität der Mitarbeiter konnte um bis zu 20 Prozent gesteigert werden."

Schulungskonzepte in der Lean-Lernfabrik

"Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein, müssen wir die Produktivität in unseren Fabriken erhöhen und die Verschwendung minimieren" so Prof. Peter Kuhlang vom Institut für Managementwissenschaften der TU Wien. Fraunhofer und die TU Wien haben zur Vermittlung der Lean-Methoden in Produktion und Logistik ein Konzept einer Lean-Lernfabrik entwickelt. Deren erster Baustein, eine Lernmontagezelle "lean-assembly" konnte am Rande der Veranstaltung besichtigt werden. Mit der mobilen Lernmontage können praxisnah in Workshops Produktionsabläufe trainiert und schlanke Abläufe erlebt werden. Die Workshops umfassen Themen wie Lean in der Fabrikplanung, Montageplanung und Arbeitsplatzgestaltung, Wertstromdesign, Methoden der Zeitwirtschaft oder One Piece Flow.

Schlechter Body-Mass-Index in heimischen Betrieben

"Wir werden das Konzept unter Hochdruck weiterentwickeln und sowohl Lean-Konzepte in der Logistik, in der Auftragsabwicklung, der Verwaltung als auch Methoden der Produktionsplanung und
-steuerung in die Lean-Lernfabrik integrieren. Der Body-Mass-Index in den heimischen Betrieben ist vielfach recht ungesund." erklärt DI Daniel Palm, Leiter des Geschäftsbereichs Produktions- und Logistikmanagement der Fraunhofer Austria in Wien. "Wir brauchen ein Fitness-Programm fürs gesamte Unternehmen denn oftmals ist die Produktion am schlankesten und die Verschwendung in den vor- oder nachgelagerten Prozessen - die Veränderung beginnt jedoch mit dem Verstehen, in den Köpfen unserer Mitarbeiter."

Das Konzept der Lean-Lernfabrik wurde im Rahmen der Kooperation des TU-Wien-Instituts für Managementwissenschaften von Prof. Wilfried Sihn und der Fraunhofer Austria Research GmbH entwickelt und mit freundlicher Unterstützung der Firma Beewatec realisiert. Die Lean-Lernfabrik zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie portabel ist und damit auch im Unternehmen vor Ort oder in der Lehre im Hörsaal eingesetzt werden kann. Es wurde auf eine möglichst kostengünstige Realisierung und eine maximale Flexibilität durch einen modularen Aufbau geachtet.

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