- 24.02.2010, 12:32:17
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Neue Initiative für Headquarters in Wien gestartet
Wirtschaftsstandort Wien zieht in Österreich die meisten internationalen Betriebsansiedlungen an - WK Wien, ABA und HQ Austria stellen neues Programm für ausländische Investoren vor
Wien (OTS) - Wien, 24.2.2010 - "Wien hat international einen
exzellenten Ruf als Standort für Headquarters" sagt Brigitte Jank im
Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rene Siegl von der
Betriebsansiedlungsgesellschaft Austrian Business Agency (ABA-Invest
in Austria) und Leo Hauska von Headquartes Austria (HQ Austria). 2009
betreute die ABA 89 internationale Betriebsansiedlungen in Wien. Das
entspricht 57% aller Ansiedlungen in Österreich - eine angesichts der
wirtschaftlichen Entwicklung besonders erfolgreiche Bilanz.
Wien erreicht Rekordquote an internationalen Betriebsansiedlungen
Zweitstärkstes Bundesland 2009 war Tirol mit 18 Betriebsansiedlungen.
Mit der Rekordquote von 57% liegt Wien diesmal noch deutlicher voran
als in den Vorjahren 2008 mit 112 Ansiedlungen oder 44% und 2007 mit
105 Ansiedlungen und 52%. Von den per Ende 2009 offenen
Ansiedlungsprojekten der ABA geben weitere 57 Firmen - darunter vier
F&E Unternehmen - Wien als erste Standortwahl an.
Sieben internationale Unternehmen errichteten 2009 auch ein
Headquarter in Österreich. "Alle sieben wählten Wien als ihren
Standort", berichtet Rene Siegl. Als prominentestes Beipiel führt er
den deutschen Handelsriesen METRO an, der im August 2009 sein
Osteuropa-Headquarter in der Wiener Riemergasse eröffnete. Rund 30
Mitarbeiter steuern von hier aus die Aktivitäten von METRO Cash &
Carry in insgesamt elf Ländern, von Tschechien bis Kasachstan.
Internationale Unternehmenszentralen stärken Wirtschaftsstandort
Headquarters tragen nicht nur zum Renommee des Wirtschaftsstandortes
bei, ihre Ansiedlung hat ganz konkrete Auswirkungen. Von den
insgesamt 108 Milliarden Euro ausländischer Direktinvestitionen in
Österreich konzentrieren sich fast 75 Milliarden Euro auf Wien.
"Headquarters sind wie Magneten", so Jank. "Sie ziehen
Folgeinvestitionen an, stärken Forschung und Entwicklung, sichern
Aufträge für heimische Unternehmen und sind ein bedeutender
Arbeitgeber." In Wien schaffen 1400 ausländische Investoren 103.000
von rund 550.000 Arbeitsplätzen der gewerblichen Wirtschaft. Allein
die 180 Headquarters mit konzernübergreifenden Funktionen
beschäftigen in Wien fast 29.000 Menschen.
Dass Headquarters in Wien angesiedelt werden, ist dennoch keine
Selbstverständlichkeit. "Der Wettbewerb unter den Standorten wird
immer härter", sagt Leo Hauska von HQ Austria. "Unser Verein fungiert
seit 2004 als Plattform, auf der Manager regionaler und
österreichischer Headquarters gemeinsam Lösungsvorschläge
entwickeln", so Hauska. Der zunehmende Wettbewerb zwischen den
Standorten der letzten Jahre fordert die Entwicklung verschiedener
fördernder, wirtschaftspolitischer Programm, die auf die Bedürfnisse
der Unternehmenszentralen ausgerichtet sind, stellt Hauska fest.
Grund genug, aktiv zu werden, sagt Jank: "Unser oberstes Ziel muss es
sein, diesen Unternehmen in Wien maximale Aufmerksamkeit zu widmen.
Aus diesem Grund startet die Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit ABA
und HQ Austria eine Initiative zur besseren Betreuung der
Headquarters".
Bessere Rahmenbedingungen, bessere Betreuung für Headquarters
Im Rahmen dieses Projekts werden Wirtschaftskammer und ABA gemeinsam
alle Headquarter in Wien besuchen. Darüber hinaus richtet die
Wirtschaftskammer eine spezielle Service-Infoline unter 514 50-1044
für alle Fragen von Arbeitsrecht, Steuern und Förderungen über
Betriebsanlagengenehmigungen bis hin zur Exportberatung ein und legt
eine Broschüre mit allen Leistungen auf. "Wir wollen sie mit einem
umfassenden Service, der Vertretung ihrer Interessen und durch die
Institutionalisierung eines ständigen Dialogs optimal betreuen", so
Jank zu den Zielen der Initiative.
Besonderes Augenmerk kommt der Interessenvertretung zu, so Jank. Die
Wirtschaftskammer Wien tritt für
? den Abbau büokratischer Hürden für Schlüsselarbeits- und Fachkräfte
? die erleichterte Visaerteilung für Geschäftsleute
? für den Erhalt und Ausbau des Flughafen Wien als Hub nach
Mittel-Osteuropa
? die forcierte Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschung ein.
Steuersenkung trägt zu höherer Attraktivität bei
Die Absenkung der Körperschaftssteuer (Köst) von 34% auf 25% sowie
die Gruppenbesteuerung haben bereits deutlich zur Attraktivität Wiens
als Wirtschaftsstandort beigetragen. Jank betont, diese
Errungenschaften auf jeden Fall verteidigen zu wollen und sieht
vielmehr in der Senkung der Lohnnebenkosten einen logischen weiteren
Schritt in die richtige Richtung.
ABA-Standortmarketing: Headquarters im Fokus
Parallel zu den Aktivitäten der Wirtschaftskammer Wien startet die
ABA im Auftrag des Wirtschaftsministeriums eine mit 260.000 Euro
budgetierte Headquarters-Initiative mit dem Ziel, weitere
Unternehmenszentralen nach Österreich zu holen und bestehende im Land
zu halten. Mindestens 200 internationale Firmen - schwerpunktmäßig in
Deutschland, Schweiz, Niederlande, USA, Japan und Russland - sollen
dabei individuell angesprochen werden.
Internationale Ansiedlungen in Wien 2007 - 2009:
Anzahl realisierte Projekte in Wien
2007: 105, 52%*
2008: 112, 44%*
2009: 89, 57%*
* Anteil an der Gesamtzahl der von ABA-Invest in Austria betreuten
Betriebsansiedlungen
Investitionssumme in Mio. Euro
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/242
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