Neue Initiative für Headquarters in Wien gestartet

Wirtschaftsstandort Wien zieht in Österreich die meisten internationalen Betriebsansiedlungen an - WK Wien, ABA und HQ Austria stellen neues Programm für ausländische Investoren vor

Wien (OTS) - Wien, 24.2.2010 - "Wien hat international einen exzellenten Ruf als Standort für Headquarters" sagt Brigitte Jank im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rene Siegl von der Betriebsansiedlungsgesellschaft Austrian Business Agency (ABA-Invest in Austria) und Leo Hauska von Headquartes Austria (HQ Austria). 2009 betreute die ABA 89 internationale Betriebsansiedlungen in Wien. Das entspricht 57% aller Ansiedlungen in Österreich - eine angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung besonders erfolgreiche Bilanz.

Wien erreicht Rekordquote an internationalen Betriebsansiedlungen

Zweitstärkstes Bundesland 2009 war Tirol mit 18 Betriebsansiedlungen. Mit der Rekordquote von 57% liegt Wien diesmal noch deutlicher voran als in den Vorjahren 2008 mit 112 Ansiedlungen oder 44% und 2007 mit 105 Ansiedlungen und 52%. Von den per Ende 2009 offenen Ansiedlungsprojekten der ABA geben weitere 57 Firmen - darunter vier F&E Unternehmen - Wien als erste Standortwahl an.

Sieben internationale Unternehmen errichteten 2009 auch ein Headquarter in Österreich. "Alle sieben wählten Wien als ihren Standort", berichtet Rene Siegl. Als prominentestes Beipiel führt er den deutschen Handelsriesen METRO an, der im August 2009 sein Osteuropa-Headquarter in der Wiener Riemergasse eröffnete. Rund 30 Mitarbeiter steuern von hier aus die Aktivitäten von METRO Cash & Carry in insgesamt elf Ländern, von Tschechien bis Kasachstan.

Internationale Unternehmenszentralen stärken Wirtschaftsstandort

Headquarters tragen nicht nur zum Renommee des Wirtschaftsstandortes bei, ihre Ansiedlung hat ganz konkrete Auswirkungen. Von den insgesamt 108 Milliarden Euro ausländischer Direktinvestitionen in Österreich konzentrieren sich fast 75 Milliarden Euro auf Wien. "Headquarters sind wie Magneten", so Jank. "Sie ziehen Folgeinvestitionen an, stärken Forschung und Entwicklung, sichern Aufträge für heimische Unternehmen und sind ein bedeutender Arbeitgeber." In Wien schaffen 1400 ausländische Investoren 103.000 von rund 550.000 Arbeitsplätzen der gewerblichen Wirtschaft. Allein die 180 Headquarters mit konzernübergreifenden Funktionen beschäftigen in Wien fast 29.000 Menschen.

Dass Headquarters in Wien angesiedelt werden, ist dennoch keine Selbstverständlichkeit. "Der Wettbewerb unter den Standorten wird immer härter", sagt Leo Hauska von HQ Austria. "Unser Verein fungiert seit 2004 als Plattform, auf der Manager regionaler und österreichischer Headquarters gemeinsam Lösungsvorschläge entwickeln", so Hauska. Der zunehmende Wettbewerb zwischen den Standorten der letzten Jahre fordert die Entwicklung verschiedener fördernder, wirtschaftspolitischer Programm, die auf die Bedürfnisse der Unternehmenszentralen ausgerichtet sind, stellt Hauska fest. Grund genug, aktiv zu werden, sagt Jank: "Unser oberstes Ziel muss es sein, diesen Unternehmen in Wien maximale Aufmerksamkeit zu widmen. Aus diesem Grund startet die Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit ABA und HQ Austria eine Initiative zur besseren Betreuung der Headquarters".

Bessere Rahmenbedingungen, bessere Betreuung für Headquarters

Im Rahmen dieses Projekts werden Wirtschaftskammer und ABA gemeinsam alle Headquarter in Wien besuchen. Darüber hinaus richtet die Wirtschaftskammer eine spezielle Service-Infoline unter 514 50-1044 für alle Fragen von Arbeitsrecht, Steuern und Förderungen über Betriebsanlagengenehmigungen bis hin zur Exportberatung ein und legt eine Broschüre mit allen Leistungen auf. "Wir wollen sie mit einem umfassenden Service, der Vertretung ihrer Interessen und durch die Institutionalisierung eines ständigen Dialogs optimal betreuen", so Jank zu den Zielen der Initiative.

Besonderes Augenmerk kommt der Interessenvertretung zu, so Jank. Die Wirtschaftskammer Wien tritt für
? den Abbau büokratischer Hürden für Schlüsselarbeits- und Fachkräfte ? die erleichterte Visaerteilung für Geschäftsleute
? für den Erhalt und Ausbau des Flughafen Wien als Hub nach Mittel-Osteuropa
? die forcierte Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschung ein.

Steuersenkung trägt zu höherer Attraktivität bei

Die Absenkung der Körperschaftssteuer (Köst) von 34% auf 25% sowie die Gruppenbesteuerung haben bereits deutlich zur Attraktivität Wiens als Wirtschaftsstandort beigetragen. Jank betont, diese Errungenschaften auf jeden Fall verteidigen zu wollen und sieht vielmehr in der Senkung der Lohnnebenkosten einen logischen weiteren Schritt in die richtige Richtung.

ABA-Standortmarketing: Headquarters im Fokus

Parallel zu den Aktivitäten der Wirtschaftskammer Wien startet die ABA im Auftrag des Wirtschaftsministeriums eine mit 260.000 Euro budgetierte Headquarters-Initiative mit dem Ziel, weitere Unternehmenszentralen nach Österreich zu holen und bestehende im Land zu halten. Mindestens 200 internationale Firmen - schwerpunktmäßig in Deutschland, Schweiz, Niederlande, USA, Japan und Russland - sollen dabei individuell angesprochen werden.

Internationale Ansiedlungen in Wien 2007 - 2009:

Anzahl realisierte Projekte in Wien
2007: 105, 52%*
2008: 112, 44%*
2009: 89, 57%*

* Anteil an der Gesamtzahl der von ABA-Invest in Austria betreuten Betriebsansiedlungen

Investitionssumme in Mio. Euro

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/242

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T. 51450 1314
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