Telekom Austria Group: Striktes Kostenmanagement dämpft die Auswirkungen des schwierigen Umfeldes auf das Geschäftsjahr 2009

Wien (OTS) -

  • Kundenbasis in Mobilkommunikation wächst trotz schwierigem Wirtschaftsumfeld im Jahresvergleich um 6,4% auf 18,9 Mio. Kunden
  • Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren Anstieg der Festnetz-Anschlüsse im 4. Qu. 09
  • 7,1% Umsatzrückgang auf 4,8 Mrd. EUR vor allem aufgrund von niedrigeren Festnetz-Erlösen sowie Wechselkursdifferenzen und niedrigeren Preisen in der Mobilkommunikation
  • Erfolgreiche Kostensenkung in beiden Segmenten senkt betriebliche Aufwendungen und dämpft Auswirkung der rückläufigen Umsatzerlöse auf das EBITDA
  • Operatives Free Cashflow-Ziel von 1,1 Mrd. EUR in 2009 erreicht: Reduktion der Investitionen gleicht niedriges bereinigtes EBITDA aus
  • Management schlägt Dividende von 0,75 EUR je Aktie auf Basis des Ergebnisses 2009 vor
  • Ausblick für das Geschäftsjahr 2010, wie verlautbart ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten, bestätigt
  • Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten schafft wesentliche Vorteile für Kunden und entspricht der steigenden Nachfrage nach konvergenten Produkten

4.Qu. 4.Qu. Veränd.in GJ 2009 GJ 2008 Veränd.in in Mio. EUR 09 08 % % Umsatzerlöse 1.181,5 1.306,5 -9,6% 4.802,0 5.170,3 -7,1% EBITDA 399,4 -211,6 k.A. 1.794,0 1.280,8 40,1% Betriebsergebnis 120,0 -515,7 k.A. 343,9 120,7 184,9% Jahresüberschuss 63,6 -437,7 k.A. 94,9 -48,8 k.A. Gewinn je Aktie (in EUR) 0,14 -0,99 k.A. 0,22 -0,11 k.A. Free Cashflow je Aktie (in EUR) 0,30 0,42 -29,2% 1,52 1,71 -10,9% Anlagenzugänge 291,6 273,3 6,7% 711,4 807,6 -11,9%

in Mio. EUR 31.Dez.09 31.Dez.08 Veränd. in % Nettoverschuldung 3.614,8 3.993,3 -9,5% Nettoverschuldung/EBITDA (12 Monate) exklusive Restrukturierungsprogramm in 2008 2,0x 2,1x

Berichtete Finanzzahlen berücksichtigen Wertminderungen von 352,0 Mio. EUR im GJ 2009 und Restrukturierungsaufwand von 632,1 Mio. EUR im GJ 2008 und 4. Qu. 08. Alle Finanzzahlen nach IFRS; wenn nicht anders angegeben, werden diese im Jahresvergleich dargestellt. Das EBITDA ist als Nettoüberschuss exklusive Zinsen, Steuern vom Einkommen, Abschreibungen, Wertminderungen, Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sonstigem Finanzergebnis und Wechselkursdifferenzen definiert. Dies entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen.

Konzernübersicht

Wien, am 24. Februar 2010 - Die Telekom Austria Group (VSE: TKA, OTC US: TKAGY) verlautbarte heute das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 und das 4. Quartal per 31. Dezember 2009.

"Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes erzielte die Gruppe ein respektables Ergebnis im Jahr 2009. Wir fokussierten auf effektives Kostenmanagement in beiden Segmenten und die Senkung der operativen Aufwendungen. Dadurch dämpften wir die Auswirkungen der niedrigeren Umsätze auf das EBITDA. Zusätzlich konnte die Nettoverschuldung um über 9% verringert werden. 2009 erreichten wir eine Reihe von Verbesserungen: Im Festnetz konnten wir nach der Einführung attraktiver Produktbündel den Rückgang der Festnetzanschlüsse in den vergangenen Quartalen drastisch verlangsamen. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren verzeichneten wir sogar Zuwächse bei den Anschlüssen im 4. Quartal. In der Mobilkommunikation konnten wir erfolgreich die Kundenbasis auf 18,9 Millionen Kunden steigern. Da wir im laufenden Jahr ein anhaltend schwieriges Marktumfeld erwarten, werden wir weiterhin unser Angebot optimieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Darüber hinaus bestätigen wir die Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie," sagt Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender Telekom Austria Group.

Zusammenfassung

Jahresvergleich:

Im Geschäftsjahr 2009 sanken die Umsatzerlöse um 7,1% auf 4.802,0 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse in beiden Segmenten. Die Festnetz-Erlöse fielen infolge rückläufiger Sprachvolumina. Des Weiteren inkludierten die Festnetz-Erlöse im Vorjahr Umsatzerlöse der Festnetz-Tochtergesellschaften in der Tschechischen Republik, der Slowakei sowie in Polen, welche in 2008 verkauft wurden. Der Umsatzrückgang im Segment Mobilkommunikation war vor allem auf Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Niedrigere Preise aufgrund intensiven Wettbewerbs sowie rückläufige Zusammenschaltungs- und Roaming-Erlöse wirkten sich ebenfalls negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Die operativen Ergebnisse beider Geschäftsjahre wurden von Einmaleffekten beeinflusst. Im Betriebsergebnis und im Nettoüberschuss für das 3. Qu. 09 sind Wertminderungen in der Höhe von 352,0 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Akquisition von Velcom in Weißrussland und der Mobilfunklizenz für Vip mobile in der Republik Serbien inkludiert. Im 4. Qu. 08 beinhalteten das ausgewiesene EBITDA, das Betriebsergebnis und der Jahresfehlbetrag Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die Vergleichbarkeit der Jahresergebnisse zu erleichtern, werden diese nachfolgend auch auf einer bereinigten Basis dargestellt.

Ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwandes im Jahr 2008 konnten die betrieblichen Aufwendungen 2009 in beiden Segmenten durch straffes Kostenmanagement um 228,9 Mio. EUR reduziert werden. Das ergab ein EBITDA von 1.794,0 Mio. EUR und einen EBITDA-Rückgang von 6,2% im Vergleich zum Vorjahr auf bereinigter Basis. Im Jahr 2008 betrug das berichtete EBITDA 1.280,8 Mio. EUR.

Auf bereinigter Basis ging das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um 7,6% auf 695,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das berichtete Betriebsergebnis betrug 343,9 Mio. EUR im Jahr 2009 gegenüber 120,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Auf bereinigter Basis verringerte sich der Jahresüberschuss von 442,8 Mio. EUR im Jahr 2008 auf 350,1 Mio. EUR im Jahr 2009. Der berichtete Jahresüberschuss betrug 94,9 Mio. EUR im Berichtsjahr gegenüber einem Jahresfehlbetrag von 48,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Anlagenzugänge verringerten sich vor allem aufgrund eines Investitionsrückgangs in der Mobilkommunikation um 11,9% auf 711,4 Mio. EUR. Der Free Cashflow fiel um 10,9% einhergehend mit einem Rückgang des Free Cashflows je Aktie auf 1,52 EUR. Die Verringerung der Nettoverschuldung wurde fortgesetzt und konnte per Ende Dezember 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 um 9,5% auf 3.614,8 Mio. EUR gesenkt werden. Per Jahresende 2009 betrug das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) 2,0x.

Quartalsvergleich:

Im 4. Qu. 09 fielen die Umsatzerlöse um 9,6% auf 1.181,5 Mio. EUR aufgrund niedrigerer Beiträge aus dem Segment Mobilkommunikation.

Das im 4. Qu. 08 berichtete EBITDA, Betriebsergebnis und Nettofehlbetrag umfassten Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die Vergleichbarkeit der Quartalskennzahlen zu erleichtern, werden diese folglich auch auf bereinigter Basis dargestellt.

Die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen auf bereinigter Basis um 9,5% konnte den negativen Effekt der niedrigeren Erlöse auf das EBITDA mildern und führte zu einem EBITDA von 399,4 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich zu 420,5 Mio. EUR im 4. Qu. 08. Im 4. Qu. 08 wurde ein negatives EBITDA von 211,6 Mio. EUR ausgewiesen.

Das Betriebsergebnis auf bereinigter Basis verbesserte sich aufgrund von niedrigeren Abschreibungen von 116,4 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 120,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09. Das im 4. Qu. 08 berichtete Betriebsergebnis wies einen Verlust in Höhe von 515,7 Mio. EUR aus.

Der Nettoüberschuss betrug auf bereinigter Basis 63,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich zu 53,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08. Der im 4. Qu. 08 berichtete Nettofehlbetrag betrug 437,7 Mio. EUR.

Die Anlagenzugänge stiegen um 6,7% auf 291,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09 gegenüber 273,3 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres an. Dies ist auf höhere Sachanlagenzugänge im Segment Festnetz zurückzuführen, die teilweise durch einen Rückgang der Anlagezugänge im Segment Mobilkommunikation ausgeglichen wurden.

Der Anstieg der Anlagenzugänge führte zu einem Free Cashflow von 130,9 Mio. EUR im 4. Qu. 09 gegenüber 184,8 Mio. EUR im 4. Qu. 08. Der Free Cashflow je Aktie betrug 0,30 EUR im 4. Qu. 09 gegenüber 0,42 EUR im 4. Qu. 08.

Marktumfeld

Während im Segment Festnetz seit mehreren Jahren die anhaltende Substitution der Festnetz- Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation die größte Herausforderung darstellt, gewinnt nun auch mobiles Breitband kontinuierlich Marktanteile bei Internetverbindungen. Durch die Einführung von attraktiven Produktbündeln konnte jedoch eine deutliche Verlangsamung der Anschlussrückgänge in den vergangenen Quartalen bewirkt werden. Im 4. Qu. 09 wurde zum ersten Mal seit zehn Jahren sogar ein Anstieg der Festnetzanschlüsse verzeichnet. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Segment Festnetz weiterhin die Absicherung des Cashflows. Marktkonforme Produkte sollen dies ebenso sicherstellen wie eine attraktive Preisgestaltung und die Fortsetzung des umfangreichen Kosteneinsparungsprogramms.

Das Segment Mobilkommunikation setzte das Kundenwachstum fort. Der Mobilkommunikationsmarkt Österreich gilt als hoch entwickelter Markt, der durch starken Wettbewerb und anhaltenden Preisdruck gekennzeichnet ist. Die internationalen Geschäftstätigkeiten bieten nach wie vor Entwicklungspotenzial hinsichtlich der Steigerung des Vertragskundenanteils und innovativer Datenprodukte. Aufgrund des Konjunkturrückgangs in diesen Märkten konnte jedoch das ursprünglich erwartete Wachstum noch nicht gänzlich erreicht werden. Außerdem führten der starke Wettbewerb und das weiterhin schwierige Marktumfeld zu Preisreduktionen und sinkenden ARPUs.

Einen wichtigen externen Einflussfaktor bilden Regulierungsbestimmungen, die sich auf alle Märkte auswirken und Einfluss sowohl auf die Roaming-Tarife als auch auf Zusammenschaltungsentgelte haben. Am 1. Juli 2009 wurde die zweite Runde der Roaming-Regulierung verabschiedet, die eine weitere Reduktion der Roaming-Tarife vorsah. Außerdem wirkt sich die aufgrund des derzeitigen Wirtschaftsumfelds niedrigere Nutzung zusätzlich negativ auf die Roaming-Erlöse aus. Darüber hinaus stellt die Einführung einer Mobilfunkabgabe auf ausgewählte Mobilkommunikationsdienste in Kroatien und der Republik Serbien eine zusätzliche Belastung für die Ergebnisse in diesen Ländern dar.

Velcom in Weißrussland war von einer Abwertung des weißrussischen Rubels betroffen. In 2009 wurde der weißrussische Rubel gegenüber dem Euro um 33% abgewertet. Gegenmaßnahmen wie eine Tariferhöhung ab Mitte Februar 2009 sowie eine Umschichtung der Kosten in die lokale Währung wurden gesetzt, um die negativen Auswirkungen zu verringern.

Das Management geht kurzfristig nicht von einer Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung in Ost- und Südosteuropa aus und erwartet daher, dass sich das Marktumfeld auch in 2010 als schwierig erweisen wird.

Ausblick 2010: Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie bis 2012 bestätigt

Die Telekom Austria Group erwartet, dass sich die schwierigen Marktbedingungen auch 2010 fortsetzen werden. Dieses Marktumfeld ist durch das Zusammentreffen einiger negativer externer Einflussfaktoren mit den Auswirkungen der schwachen Konjunktur gekennzeichnet. Die negativen externen Effekte umfassen in erster Linie die anhaltende Substitution der Festnetztelefonie durch die Mobilkommunikation in Österreich, den weiteren Preisdruck in allen wichtigen Märkten der Gruppe sowie die Auswirkungen der regulierungsbedingten Reduktion der Roaming-Tarife und der Zusammenschaltungsentgelte in Österreich, Bulgarien, Kroatien und Slowenien. Darüber hinaus stellt die Einführung einer Abgabe für bestimmte Mobilfunkdienste in Kroatien und der Republik Serbien eine zusätzliche Belastung dar.

Für das Geschäftsjahr 2010 werden Umsatzerlöse in der Höhe von rund 4,7 Mrd. EUR erwartet. Das Unternehmen hat bereits umfassende Kosteneinsparungsprogramme zur Reduktion der Personal- und Sachaufwendungen in beiden Segmenten begonnen, um den negativen Auswirkungen der geringeren Erlöse entgegenzuwirken. Unter Berücksichtigung dieser Kostensenkungsmaßnahmen sollte sich das EBITDA auf rund 1,6 Mrd. EUR belaufen. Abhängig vom Umfang der Investitionen im Segment Festnetz für die Migration zu einem All-IP-Netzwerk geht die Telekom Austria Group von Anlagezugängen in der Höhe von bis zu 800 Mio. EUR aus. Diese Summe berücksichtigt keine Investitionen für einen umfangreichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Dieser Ausbau ist ebenso nicht für 2010 geplant.

Der primäre Fokus des Managements liegt nach wie vor auf dem operativen Free Cashflow, der sich auf rund 800 Mio. EUR belaufen wird. Die Telekom Austria Group bestätigt ihre Absicht, Dividenden in der Höhe von 65% des Jahresüberschusses, zumindest aber 0,75 EUR je Aktie, bis 2012 auszuschütten. Der Vorstand hält weiterhin an der Mittelverwendungsstrategie inklusive Aktienrück-käufen zur Ausschüttung nicht benötigter liquider Mittel an die Aktionäre fest. Voraussetzung dafür sind jedoch eine ausgewogene Bilanzstruktur mit einer Nettoverschuldung von 1,8x-2,0x EBITDA sowie die Stabilität der ausländischen Währungen in den wesentlichen Märkten. Vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds ist jedoch nicht mit einem Beginn des Aktienrückkaufs im Jahr 2010 zu rechnen.

In diesem Ausblick, der von einer konstanten Währungsbasis ausgeht, sind die Auswirkungen der angekündigten Integration der österreichischen Geschäftstätigkeiten vom Segment Festnetz und Mobilkommunikation noch nicht berücksichtigt.

Ausblick 2010 per 24. Feb. 2010*

Telekom Austria Group: Konstante Währungsbasis
Umsatzerlöse: rd 4,7 Mrd. EUR
EBITDA: rd 1,6 Mrd. EUR
Anlagenzugänge: bis zu 0,8 Mrd. EUR
Operativer Free Cashflow: rd 0,8 Mrd. EUR
Dividende: 65% des Jahresüberschusses, Dividende je Aktie von mind. 75 Cent

* ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten

Telekom Austria Group schafft neue Struktur für das Österreich-Geschäft

Der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG hat in seiner Sitzung vom 23. Februar 2010 die Vorschläge des Vorstands für eine Zusammenführung der beiden Unternehmensteile genehmigt. Diese Zusammenlegung des Festnetz- und des Mobilkommunikationsgeschäfts in einer operativen Gesellschaft soll primär Rahmenbedingungen schaffen, um die steigende Nachfrage nach integrierten Kommunikationslösungen und konvergenten Produkten auf dem österreichischen Markt zu bedienen. Außerdem ermöglicht die zielgerichtete Steuerung des Vertriebs zusätzliches Umsatzpotenzial durch Cross-Selling zu heben. Die Zusammenführung erhöht die Innovationskraft der Telekom Austria Group und ermöglicht den effizienten Ausbau einer gemeinsamen, zukunftsgerichteten Infrastruktur sowie die Nutzung von Synergien in internen Prozessen. Die organisatorische Zusammenlegung wird im Jahr 2010 umgesetzt. Die Optimierung der Prozesse und die Zusammenführung der technischen Systeme wird längere Zeit in Anspruch nehmen.

Auf Basis einer ersten Einschätzung erwartet die Telekom Austria Group aus der Zusammenlegung ab 2012 positive Ergebnisbeiträge und mittelfristig nach weiteren zwei bis drei Jahren eine jährliche Steigerung des Cashflows im Ausmaß von rund 100 Mio. EUR. Die Erhöhung ergibt sich aus zusätzlichen Umsätzen sowie geringeren Kosten. Der Cashflow wird darüber hinaus noch von geringeren Anlagenzugängen profitieren. Die Anlaufkosten fallen über mehrere Jahre an, wobei im laufenden Jahr mit einem negativen Cashflow-Effekt von rund 80 Mio. EUR gerechnet wird.

Änderungen der Finanzberichterstattung

Beginnend mit dem 1. Qu. 09 werden anstelle einer Aufteilung zwischen operativem Ergebnis und Finanzergebnis Wechselkursdifferenzen im Finanzergebnis dargestellt. Die Vergleichszahlen für das 4. Qu. 08 und das Geschäftsjahr 2008 wurden jeweils durch einen gesamten Wechselkursverlust von jeweils 0,4 Mio. EUR und -gewinn von 14,8 Mio. EUR entsprechend angepasst.

Beginnend mit dem 1. Qu. 09 wurde die Gliederung der Umsatzerlöse in den Segmenten Festnetz und Mobilkommunikation aufgrund der Veränderung des Produktportfolios gekürzt. Diese Anpassung betrifft die Aufteilung der Umsatzerlöse, hat aber keine Auswirkungen auf die gesamten Umsatzerlöse der Segmente.

Beim Segment Festnetz wurden die bisher berichteten Festnetz-Umsatzerlöse aus "Verbindungsentgelte Sprachtelefonie", "Grundentgelte Sprachtelefonie" sowie "Internetzugang und Media" und einige kleinere Umgliederungen in Höhe von 6,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08 aus "Daten & IT Lösungen" sowie 11,1 Mio. EUR aus "Sonstige Umsatzerlöse" unter der Position "Anschlüsse, Sprachtelefonie und Breitband" zusammengefasst. Auf diese Weise wird die Vermarktung von Produktbündeln, die Anschluss, Sprachtelefonie, Internet und IPTV inkludieren, neu abgebildet. Diese Umsatzposition ergibt sich aus den durchschnittlichen Erlösen pro Festnetzanschluss (ARPL) multipliziert mit der durchschnittlichen Anzahl der Festnetzanschlüsse. Beginnend mit dem 1. Qu. 09 wurden die Positionen "Sonstige Umsatzerlöse" und "Öffentliche Sprechstellen & Mehrwertdienste" unter der Position "Sonstige Umsatzerlöse" subsummiert. Beim Segment Mobilkommunikation wurden die Umsatzpositionen aus Verbindungsentgelten und monatlichen Grundentgelten aufgrund des Trends zu Pauschaltarifen und Paketen unter der Umsatzposition "Grund- und Verbindungsentgelte" zusammengefasst.

Die Gliederung der Umsatzerlöse der vergangenen Jahre wurde dementsprechend angepasst. Die Quartalszahlen vom Vorjahr gemäß der neuen Umsatzgliederung sind auf der Homepage der Telekom Austria Group unter www.telekomaustria.com verfügbar.

Jahresvergleich

Festnetz

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Veränd. in % Umsatzerlöse 1.860,1 2.038,8 -8,8% EBITDA 575,7 -20,8* k.A. Betriebsergebnis 116,1 -530,3* k.A.

*
inklusive Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 632,1 Mio. EUR

Das Segment Festnetz verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang der Umsatzerlöse um 8,8% auf 1.860,1 Mio. EUR. Dies ist in erster Linie auf geringere Erlöse aus "Anschlüsse, Sprach-telefonie und Breitband" infolge niedrigerer Sprachvolumina zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2008 waren kumulierte Umsatzerlöse in der Höhe von 36,4 Mio. EUR von eTel Polska sowie eTel Slovensko und Telekom Austria Czech Republic inkludiert. eTel Polska wurde im Februar 2008 verkauft und eTel Slovensko und Telekom Austria Czech Republic wurden im November 2008 veräußert.

Das im Jahr 2008 berichtete EBITDA, das Betriebsergebnis und der Nettofehlbetrag umfassten Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die Vergleichbarkeit der Jahreszahlen zu erleichtern, werden diese anschließend auf bereinigter Basis dargestellt.

Die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen um 8,5% oder 125,8 Mio. EUR, trotz eines Restrukturierungsaufwands in der Höhe von 17,6 Mio. EUR, und eine erhaltene Einmalvergütung im Festnetz in der Höhe von 10,2 Mio. EUR konnten die geringeren Umsatzerlöse teilweise ausgleichen und den EBITDA-Rückgang auf 5,8% begrenzen. Die betrieblichen Aufwendungen konnten vor allem aufgrund geringerer Zusammenschaltungsaufwendungen und des implementierten Restrukturierungsprogramms im Jahr 2008 reduziert werden. Darüber hinaus führten die niedrigeren Aufwendungen zu einer Verbesserung der EBITDA-Marge auf 30,9% im Jahr 2009 gegenüber 30,0% im Vorjahr.

Das Betriebsergebnis stieg dank geringerer Abschreibungen um 14,0% von 101,8 Mio. EUR im Jahr 2008 auf 116,1 Mio. EUR im Jahr 2009.

Mobilkommunikation

Mobilkommunikation

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Veränd. in % Umsatzerlöse 3.205,5 3.390,9 -5,5% EBITDA 1.246,3 1.325,3 -6,0% Betriebsergebnis 255,1* 674,0 -62,2%

*
inklusive Wertminderungen in Höhe von 352,0 Mio. EUR

Die Umsatzerlöse im Segment Mobilkommunikation fielen im Geschäftsjahr 2009 um 5,5% auf 3.205,5 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund von Währungsumrechnungseffekten, die sich mit 91,3 Mio. EUR negativ auf die Umsatzentwicklung auswirkten. Auf lokaler Währungsbasis sanken die Umsatzerlöse um 2,8%. Zudem wurde der Segmentumsatz von niedrigeren Preisen, verursacht durch intensiven Wettbewerb, und geringeren internationalen Roaming- und Zusammenschaltungs-Erlösen negativ beeinflusst.

Kostensenkungsmaßnahmen in beinahe allen Geschäftsbereichen konnten die negativen Auswirkungen geringerer Umsatzerlöse auf das EBITDA eindämmen, welches einen Rückgang von 6,0% auf 1.246,3 Mio. EUR im Jahr 2009 gegenüber 1.325,3 Mio. EUR im Vorjahr verzeichnete. Der negative Effekt der Währungsumrechnung auf das EBITDA betrug 34,8 Mio. EUR. Auf lokaler Währungsbasis ging das EBITDA um 3,3% zurück.

Das Betriebsergebnis sank aufgrund des Aufwands aus Wertminderungen in der Höhe von 352,0 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Wertminderung des Firmenwerts von Velcom in Weißrussland und der Lizenz in der Republik Serbien von 674,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 255,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009. Ohne Berücksichtigung des Aufwands aus Wertminderungen und des Wechselkurseffekts betrug das Betriebsergebnis im Berichtsjahr 614,9 Mio. EUR.

Konsolidierter Jahresüberschuss

Im Geschäftsjahr 2009 stiegen die Netto-Zinsaufwendungen im Vergleich zur Vorjahresperiode von 205,41 Mio. EUR auf 220,0 Mio. EUR im Berichtsjahr aufgrund der Aufzinsung der Restrukturierungsrückstellung, die zu zusätzlichen zahlungsunwirksamen Zinsaufwendungen in der Höhe von 35,7 Mio. EUR im Jahr 2009 führte.

Die Wechselkursanpassungen veränderten sich von einem Gewinn in der Höhe von 13,5 Mio. EUR im Jahr 2008 zu einem Verlust in der Höhe von 14,2 Mio. EUR im Jahr 2009, vor allem aufgrund der Abwertung des weißrussischen Rubels und des serbischen Dinars.

Im Jahr 2009 führten die Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit den Beteiligungen in Weißrussland und der Republik Serbien zu einem Steuervorteil und folglich zu einem Einkommensteueraufwand von 11,4 Mio. EUR im Vergleich zu einem durch den Restrukturierungsaufwand bedingten Einkommensteuerertrag von 27,6 Mio. EUR in derselben Vorjahresperiode. Zusätzlich wurde ein Einkommensteuerertrag in Höhe von 17,5 Mio. EUR in 2009 aufgrund des Restrukturierungsaufwands in 2008 verbucht.

Der Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr 2009 94,9 Mio. EUR nach einem Nettofehlbetrag von 48,8 Mio. EUR im selben Vorjahreszeitraum. Der im Jahr 2008 verbuchte Nettofehlbetrag war vor allem auf den Restrukturierungsaufwand zurückzuführen. Der im Jahr 2009 verzeichnete Jahresüberschuss wurde vor allem von den Wertverminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Firmenwert in Weißrussland und der Mobilfunklizenz in der Republik Serbien beeinflusst. Exklusive der Wertminderungsaufwendungen im Jahr 2009 und des Restrukturierungsaufwands im Jahr 2008 ging der Jahresüberschuss von 442,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 350,1 Mio. EUR zurück.

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,22 EUR im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zu einem Verlust je Aktie von 0,11 EUR in 2008. Exklusive der Wertminderungsaufwendungen im Jahr 2009 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 0,79 EUR. Ohne den Restrukturierungsaufwand in 2008 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 1,00 EUR.

Bilanz und Nettoverschuldung

Die Bilanzsumme der Telekom Austria Group fiel von 8.997,4 Mio. EUR per 31. Dezember 2008 auf 8.498,7 Mio. EUR per 31. Dezember 2009.

Im Geschäftsjahr 2009 stiegen die kurzfristigen Aktiva um 31,0% auf 2.023,8 Mio. EUR aufgrund von höheren liquiden Mitteln sowie höheren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten als Folge der im Jänner 2009 begebenen Anleihe in der Höhe von 750 Mio. EUR.

Der Firmenwert sank in 2009 um 23,8% auf 1.493,1 Mio. EUR aufgrund der Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Firmenwert in Weißrussland und der Währungsumrechnungseffekte vor allem als Folge der Abwertung des weißrussischen Rubels. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich von 2.265,6 Mio. EUR auf 1.900,3 Mio. EUR per Ende Dezember 2009 als Ergebnis der Abwertung der Währung in Weißrussland, der Wertminderung der Mobilfunklizenz in der Republik Serbien sowie höherer Abschreibungen gegenüber den Zugängen. Die Sachanlagen verringerten sich um 10,0% auf 2.675,2 Mio. EUR aufgrund von höheren Abschreibungen gegenüber Zugängen sowie der Abwertung des weißrussischen Rubels.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 2.220,5 Mio. EUR per Ende Dezember 2008 auf 2.679,5 Mio. EUR per Ende Dezember 2009, und die langfristigen Verbindlichkeiten fielen um 9,0% auf 4.205,1 Mio. EUR aufgrund der Umgliederung der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der SBT, da diese im 4. Qu. 2010 fällig wird.

Das Eigenkapital sank von 2.155,6 Mio. EUR per 31. Dezember 2008 auf 1.614,1 Mio. EUR per 31. Dezember 2009 aufgrund der Zahlung der Dividende in der Höhe von 331,8 Mio. EUR sowie von Fremdwährungsanpassungen im Zusammenhang mit der Abwertung des weißrussischen Rubels und des Aufwands aus Wertminderungen in Weißrussland und der Republik Serbien in der Höhe von 352,0 Mio. EUR.

Die Nettoverschuldung fiel um 9,5% auf 3.614,8 Mio. EUR per 31. Dezember 2009, da die Cashflow-Generierung die Auszahlung der Dividende und die Anlagenzugänge ausgleichen konnte. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) betrug per Ende Dezember 2009 2,0x im Vergleich zu 2,1x per Ende Dezember 2008 ohne Berücksichtigung des Restrukturierungsprogramms in 2008.

Cashflow und Anlagenzugänge

Cashflow und Nettoverschuldung

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Veränd. in % Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.385,4 1.563,8 -11,4% Cashflow aus Investitionstätigkeit -929,8 -854,9 8,8% Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -152,9 -522,8 -70,8% Auswirkung von Wechselkursschwankungen 42,6 -10,5 k.A. Veränderung der liquiden Mittel 345,3 175,7 96,5%

in Mio. EUR 31.Dez.09 31.Dez.08 Veränd. in % Nettoverschuldung 3.614,8 3.993,3 -9,5% Nettoverschuldung/EBITDA (12 Monate) exklusive Restrukturierungsprogramm in 2008 2,0x 2,1x

Anlagenzugänge in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Veränd. in % Festnetz 288,8 263,5 9,6% Mobilkommunikation 422,6 546,3 -22,6% Gesamte Anlagenzugänge 711,4 807,6 -11,9% davon Sachanlagen 516,7 591,9 -12,7% davon immaterielle Vermögenswerte 194,7 215,7 -9,8%

Im Geschäftsjahr 2009 verringerte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 178,4 Mio. EUR auf 1.385,4 Mio. EUR vor allem aufgrund des niedrigeren Cashflows aus dem Ergebnis sowie dem Verbrauch für Rückstellungen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg trotz geringerer Anlagenzugänge auf 929,8 Mio. EUR im Jahr 2009 im Vergleich zu 854,9 Mio. EUR im selben Vergleichszeitraum des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund von Festgeldveranlagung in der Höhe von 200,0 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 152,9 Mio. EUR im Jahr 2009 im Vergleich zu 522,8 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. Dies ist auf die Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Jahr 2008 zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2009 sanken die Summen der Anlagenzugänge durch geringere Zugänge in der Mobilkommunikation um 11,9% auf 711,4 Mio. EUR. Die Sachanlagenzugänge verringerten sich um 12,7% auf 516,7 Mio. EUR, während sich die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten um 9,8% auf 194,7 Mio. EUR reduzierten.

Im Segment Festnetz stiegen die Anlagenzugänge im Jahr 2009 um 9,6% auf 288,8 Mio. EUR wegen Investitionen in die Zugangs- und Kernnetzinfrastruktur. Im Segment Mobilkommunikation reduzierten sich die Anlagenzugänge im Jahr 2009 um 22,6% auf 422,6 Mio. EUR aufgrund geringerer Anlagenzugänge in allen Mobilfunkgesellschaften als Ergebnis einer restriktiven Investitionspolitik.

Quartalsvergleich

Festnetz

Festnetz

in Mio. EUR 4.Qu.09 4.Qu.08 Veränd. in % Umsatzerlöse 463,0 498,1 -7,0% EBITDA 118,0 -499,2* -123,6% Betriebsergebnis -5,0 -630,7* -99,2%

*
inklusive Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 632,1 Mio. EUR

Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren konnte das Segment Festnetz einen Anstieg der Anschlüsse um 4.400 im 4. Qu. 09 gegenüber einem Rückgang von 2.400 Anschlüssen im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnen. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf die starke Nachfrage nach Produktbündeln und starke Kundenbindungsmaßnahmen zurückzuführen. Die gesamte Festnetzanschlussbasis stabilisierte sich weitgehend gegenüber dem Vorjahr. Durch die gestiegene Anzahl der Privatkunden für Breitband-Anschlüsse konnte zusätzlich das Wachstum der gesamten Festnetz-Breitband-Anschlüsse um 15,5% auf 1.022.600 Anschlüsse per Ende Dezember 2009 gesteigert und der Rückgang der Wholesale-Breitband-Anschlüsse mehr als ausgeglichen werden. Der durchschnittliche Erlös pro Festnetzanschluss (ARPL) sank im 4. Qu. 09 um 4,9% auf 34,7 EUR im Vergleich zu 36,5 EUR im 4. Qu. 08. Der ARPL-Rückgang war in erster Linie auf niedrigere Sprachvolumina zurückzuführen. Die Anzahl der entbündelten Leitungen sank auf 286.600 per Ende Dezember 2009 im Vergleich zu 298.900 per Ende Dezember 2008 und spiegelt den starken Wettbewerb in der Mobilkommunikation wider. Im 4. Qu. 09 war die Substitution der Festnetz-Minuten durch die Mobilkommunikation weiterhin der Haupttreiber für den Rückgang der Sprachminuten um 12,4% auf 821,1 Mio. Minuten. Der Sprachminuten-Marktanteil am Gesamtminutenvolumen (inklusive Mobilfunkminuten) fiel von 15,7% im 4. Qu. 08 auf 13,5% im 4. Qu. 09. Dem Segment Festnetz gelang es jedoch, die aonTV-Kundenbasis um 58,8% auf 101.300 Kunden im 4. Qu. 09 gegenüber 63.800 Kunden im 4. Qu. 08 zu steigern.

Der Rückgang der Festnetz-Umsatzerlöse im 4. Qu. 09 um 7,0% auf 463,0 Mio. EUR gegenüber 498,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres war vor allem auf niedrigere Sprachvolumina zurückzuführen. In den Umsatzerlösen des 4. Qu. 08 waren außerdem die Erlöse der Festnetz-Tochtergesellschaften in der tschechischen Republik und der Slowakei, die im November 2008 verkauft wurden, in der Höhe von 6,6 Mio. EUR enthalten. Darüber hinaus haben auch niedrigere Erlöse aus "Daten" und "Wholesale-Sprachtelefonie & Internet" zum Umsatzrückgang beigetragen.

Die Erlöse aus "Anschlüsse, Sprachtelefonie und Breitband" fielen um 8,0% auf 240,5 Mio. EUR. Eine höhere Anzahl an Breitband-Kunden konnte die geringere Gesamtkundenbasis und die geringeren Sprachvolumina teilweise kompensieren. Die Erlöse aus "Daten" sanken um 11,2% auf 102,1 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres vor allem aufgrund der Migration von Mietleitungen zu günstigeren xDSL-basierenden Geschäftsleitungen sowie des Trends in Richtung einheitlicher und automatisierter Technologielösungen. Die Umsatzerlöse im Bereich "Wholesale-Sprachtelefonie & Internet" sanken um 8,6% auf 82,9 Mio. EUR vor allem infolge der Reduktion der entbündelten Leitungen sowie geringerer Preise für Entbündler. Der niedrigere internationale Sprachverkehr und geringere Preise trugen ebenfalls zu diesem Rückgang bei. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen wesentlich um 20,6% auf 37,5 Mio. EUR aufgrund höherer Erlöse aus Abstimmungsdiensten für interaktive TV-Formate.

Das im 4. Qu. 2008 berichtete EBITDA, das Betriebsergebnis und der Nettoüberschuss umfassten Aufwendungen für das Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 632,1 Mio. EUR. Um die Vergleichbarkeit der Quartalskennzahlen zu erleichtern, werden diese anschließend auf bereinigter Basis dargestellt.

Ein straffes Kostenmanagement wurde auch im 4. Qu. 09 fortgesetzt und führte zu einem Rückgang der betrieblichen Aufwendungen um 14,8 Mio. EUR trotz eines Restrukturierungsaufwands in der Höhe von 17,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09. Diese Reduktion konnte die Auswirkungen der niedrigeren Umsatzerlöse mildern und führte zu einem EBITDA-Rückgang von 11,2% auf 118,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09. Darüber hinaus trugen die sonstigen Umsatzerlöse aus Anlagenverkäufen in der Höhe von 6,2 Mio. EUR zur Verbesserung des Betriebsergebnisses im 4. Qu. 09 bei.

Aufgrund von niedrigeren Abschreibungsaufwendungen konnte im 4. Qu. 09 ein Betriebsverlust von 5,0 Mio. EUR verzeichnet werden. Mobilkommunikation

Mobilkommunikation

in Mio. EUR 4.Qu.09 4.Qu.08 Veränd. in % Umsatzerlöse 782,8 884,4 -11,5% EBITDA 288,8 295,7 -2,3% Betriebsergebnis 132,2 122,7 7,7%

Die Gesamtanzahl der Kunden im Segment Mobilkommunikation wuchs per 31. Dezember 2009 um 1,1 Mio. auf 18,9 Mio. Kunden und war vor allem von einem Anstieg der Vertragskundenbasis in allen Mobilfunkgesellschaften getrieben.

Die Umsatzerlöse im Segment Mobilkommunikation fielen im 4. Qu. 09 um 11,5% auf 782,8 Mio. EUR vor allem aufgrund von negativen Auswirkungen des konjunkturellen Abschwungs, Währungsumrechnungseffekten sowie wettbewerbsbedingten niedrigeren Preisen für Sprachtelefonie- und Datendienste, Zusammenschaltungs-und Roaming-Entgelte. Der negative Währungsumrechnungseffekt auf die Umsatzerlöse belief sich auf 35,3 Mio. EUR. Auf lokaler Währungsbasis fielen die Umsatzerlöse um 7,5%.

Die betrieblichen Aufwendungen konnten durch striktes Kostenmanagement in allen Segmentgesellschaften um 14,4% reduziert werden. Auf lokaler Währungsbasis erhöhte sich das EBITDA des Segments Mobilkommunikation im 4. Qu. 09 um 3,3%. Dieser Anstieg wurde in erster Linie von höheren EBITDA-Beiträgen aus Österreich getrieben. Das berichtete EBITDA des Segments Mobilkommunikation verringerte sich im 4. Qu. 09 um 2,3% auf 288,8 Mio. EUR vor allem wegen negativer Effekte aus der Währungsumrechnung in der Höhe von 16,5 Mio. EUR.

Aufgrund von um 9,5% rückläufigen Abschreibungsaufwendungen im 4. Qu. 09 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, stieg das Betriebsergebnis um 7,7% auf 132,2 Mio. EUR gegenüber 122,7 Mio. EUR im 4. Qu. 08. Auf lokaler Währungsbasis stieg das Betriebsergebnis um 13,8%.

mobilkom austria

mobilkom austria, der führende Mobilkommunikationsanbieter in Österreich, erhöhte per Ende Dezember 2009 die Kundenbasis um 7,5% auf 4,8 Mio. Kunden. Dieser Anstieg ist vor allem auf die erfolgreiche Multimarkenstrategie mit der Premium-Marke A1 und den Discount-Marken bob und aonMobil zurückzuführen.

mobilkom austria konnte ihre Marktführerschaft mit einem leichten Anstieg des Marktanteils von 42,5% per Ende des 4. Qu. 08 auf 42,6% per Ende des 4. Qu. 09 weiterhin behaupten. Die Mobilfunk-Penetrationsrate stieg in Österreich per Ende Dezember 2009 auf 135,7% im Vergleich zu 126,6% im Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf die zunehmende Anzahl der Kunden zurückzuführen, die zusätzlich zu ihren SIM-Karten für Sprachdienstleistungen auch SIM-Karten für mobiles Breitband verwenden.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden (ARPU) verringerte sich um 17,5% auf 23,6 EUR, da die niedrigeren Tarife für Sprachtelefonie und Datendienste infolge des verschärften Wettbewerbs und die Effekte aus der Roaming-Regulierung und der geringeren Zusammenschaltungsentgelte durch die höhere Datennutzung nur teilweise ausgeglichen werden konnten. Außerdem trug eine höhere Anzahl an Kunden im Diskont-Segment mit niedrigerem ARPU zu dem Rückgang des durchschnittlichen ARPU bei. Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden sanken im 4. Qu. 09 um 5,5% auf 165,3 Minuten. mobilkom austria konnte die Anzahl der mobilen Breitband-Kunden um 35,0% erhöhen und zählte per Ende Dezember 2009 540.000 mobile Breitband-Kunden im Vergleich zu 400.000 Breitband-Kunden per Ende Dezember 2008. Der Datenanteil an Gesprächs- und Datenpaketumsätzen stieg von 33,9% im 4. Qu. 08 auf 38,9% im 4. Qu. 09.

Die Umsatzerlöse von mobilkom austria sanken um 12,6% auf 385,9 Mio. EUR im Vergleich zum 4. Qu. 08 vor allem aufgrund niedrigerer Preise für Sprach-, Daten-, Roaming- und Zusammenschaltungsdienste. Die Roaming-Erlöse wurden durch die von der EU ab dem 1. Juli 2009 angeordneten Tarifkürzungen negativ beeinflusst. Die Zusammenschaltungsentgelte wurden ab dem 1. Juli 2009 auf 4,0 Cent im Vergleich zu 5,72 Cent im Vorjahr reduziert. Diese Herabsetzung führte zu niedrigeren Zusammenschaltungserlösen, die durch die höhere Nutzung teilweise kompensiert werden konnten.

Die Aufwendungen für Kundengewinnung stiegen von 15,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 17,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09 vor allem aufgrund des teureren Endgeräteportfolios. Zudem erhöhten sich die Kundenbindungskosten um 4,0% auf 23,2 Mio. EUR, welche durch eine höhere Anzahl an hochwertigen Endgeräten verursacht wurden.
Das EBITDA stieg um 5,1% auf 138,8 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich zum 4. Qu. 08 als Ergebnis der Verringerung um 17,4% der betrieblichen Aufwendungen durch das straffe Kostenmanagement. Das Betriebsergebnis stieg um 20,3% auf 82,4 Mio. EUR.

Mobiltel

Mobiltel, der führende Mobilfunkanbieter in Bulgarien, konnte die Kundenbasis per Ende Dezember 2009 im Vergleich zu Ende Dezember 2008 mit 5,3 Mio. Kunden stabil halten. Das ist auf die Bereinigung von inaktiven Kunden aus der Kundenbasis im Jahr 2009 zurückzuführen. Im Vergleich zu Ende September 2009 zeigte die Kundenbasis einen Anstieg von 109.600 Kunden. Der Marktanteil von Mobiltel blieb mit 50% beinahe unverändert. Die Mobilfunk-Penetrationsrate blieb mit 142,0% per Jahresende 2009 stabil.

Die durchschnittlich verrechneten Minuten pro Kunden stiegen im 4. Qu. 09 um 3,1% auf 98,6 Minuten, während die Nutzung pro Vertragskunden zurückging. Die niedrigeren Preise infolge des verschärften Wettbewerbs führten zu einem ARPU-Rückgang auf 9,0 EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich zu 9,6 EUR im 4. Qu. 08. Dieser negative Preistrend wurde jedoch teilweise von der höheren Nutzung ausgeglichen.

Die Umsatzerlöse von Mobiltel fielen von 168,4 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 149,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 vor allem aufgrund von geringeren wettbewerbsbedingten Preisen und rückläufigen Erlösen aus Zusammenschaltungs- und Roaming-Diensten. Die Verlangsamung der Konjunktur in Bulgarien beeinflusste sowohl das Geschäftskunden- als auch das Privatkundensegment negativ.

Die um 8,8% geringeren betrieblichen Aufwendungen trugen zu einer höheren Profitabilität bei und konnten den EBITDA-Rückgang von 82,0 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 73,0 Mio. EUR im 4. Qu. 09 mildern. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 48,7% im 4. Qu. 08 auf 48,9% im 4. Qu. 09.

Das Betriebsergebnis von Mobiltel fiel von 36,6 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 28,7 Mio. EUR im 4. Qu. 09, da die niedrigeren Aufwendungen die geringeren Erlöse teilweise ausgleichen konnten.

Velcom

Per Ende Dezember 2009 konnte Velcom, der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Weißrussland, die Kundenbasis um 10,9% auf 4,1 Mio. Kunden im Vergleich zu 3,7 Mio. Kunden per Ende Dezember 2008 erhöhen. Der Marktanteil von Velcom sank auf 42,7% per Ende Dezember 2009 gegenüber 44,8% per Ende Dezember 2008 aufgrund von aggressiven Marktaktivitäten seitens des dritten Mobilfunkbetreibers. Die Penetrationsrate in Weißrussland stieg per Ende Dezember 2009 von 85,1% auf 99,4%.

Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden fielen im 4. Qu. 09 um 2,0% auf 156,4 Minuten im Vergleich zum 4. Qu. 08. Der ARPU betrug im 4. Qu. 09 5,5 EUR im Vergleich zu 8,2 EUR im Vorjahr. Auf lokaler Währungsbasis fiel der ARPU um 13,9% auf 7,2 EUR aufgrund der schwachen Konjunktur, die zu niedrigeren Konsumausgaben führte.

Die Umsatzerlöse stiegen auf lokaler Währungsbasis um 14,5% vor allem getrieben durch die Kundenbasis. Die berichteten Umsatzerlöse sanken um 19,0% von 92,3 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 74,8 Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen in der Höhe von 30,8 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Abwertung des weißrussischen Rubels in 2009.

Auf lokaler Währungsbasis stieg das EBITDA um 19,7%. Verursacht durch Wahrungsumrechnungsdifferenzen in der Höhe von 15,7 Mio. EUR fiel das berichtete EBITDA im 4. Qu. 09 um 15,0% auf 38,4 Mio. EUR im Vergleich zu 45,2 Mio. EUR im 4. Qu. 08

Das Betriebsergebnis sank um 10,9% von 22,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 20,4 Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen. Auf lokaler Währungsbasis stieg das Betriebsergebnis um 24,9%.

Vipnet

Vipnet, der zweitgrößte Mobilkommunikationsanbieter in Kroatien, steigerte die Kundenbasis per Ende Dezember 2009 um 4,7% auf 2,6 Mio. Kunden.

Per Ende des 4. Qu. 09 betrug die Mobilfunk-Penetrationsrate in Kroatien 138,4% im Vergleich zu 133,6% per Ende des 4. Qu. 08. Der Marktanteil von Vipnet stieg auf 42,6% im 4. Qu. 09 im Vergleich zu 42,2% im 4. Qu. 08.

Der ARPU sank im 4. Qu. 09 um 13,7% auf 12,0 EUR im Vergleich zu 13,9 EUR im 4. Qu. 08, da die höhere Vertragskundenbasis die geringeren Preise und Zusammenschaltungsentgelte sowie die niedrigere Nutzung pro Kunden teilweise ausgleichen konnte. Die durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden verringerten sich um 12,9% auf 74,7 Minuten.

Die Umsatzerlöse von Vipnet fielen im 4. Qu. 09 um 9,7% auf 109,4 Mio. EUR im Vergleich zu 121,1 Mio. EUR im 4. Qu. 08 aufgrund der geringeren Preise für Sprach-, Daten-, Roaming- und Zusammenschaltungsdienste sowie der niedrigeren Nutzung. Der negative Währungsumrechnungseffekt auf die Umsatzerlöse betrug 1,5 Mio. EUR.

Die betrieblichen Aufwendungen wurden um 11,3% reduziert und konnten die geringeren Umsatzerlöse teilweise kompensieren. Letztere führten zu einem EBITDA-Rückgang um 6,6% auf 32,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09. Am 1. August 2009 wurde eine Steuer von 6% für die Umsatzerlöse aus Mobilfunkdiensten eingeführt. Der negative Effekt aus Währungsumrechnungsdifferenzen auf das
EBITDA betrug 0,5 Mio. EUR. Daher ist der EBITDA-Rückgang auf schwächere Umrechnungskurse, die Auswirkungen der geringeren Preise sowie der neuen Abgabe für Mobilfunkdienste auf die Umsatzerlöse zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis von Vipnet erhöhte sich im 4. Qu. 09 um 0,7% auf 15,3 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund von niedrigeren Abschreibungsaufwendungen.

Si.mobil

Si.mobil, der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Slowenien, erhöhte per Ende Dezember 2009 die Kundenbasis um 3,3% auf 589.400 Kunden vor allem durch den Anstieg der Vertragskunden.

Durch erfolgreiche Marketing-Aktivitäten konnte der Marktanteil von 27,7% auf 28,2% gesteigert werden. Die Mobilfunk-Penetrationsrate in Slowenien erreichte per Ende des 4. Qu. 09 102,9% im Vergleich zu 102,7% per Ende des 4. Qu. 08.

Der ARPU sank im 4. Qu. 09 um 10,3% auf 20,8 EUR, hauptsächlich wegen geringeren Zusammenschaltungsentgelten und niedrigeren Preisen. Dieser Rückgang konnte teilweise von einer höheren Vertragskundenbasis sowie einem Anstieg der durchschnittlich verrechneten Gesprächsminuten pro Kunden um 12,0% auf 154,1 Minuten kompensiert werden.

Die Umsatzerlöse sanken im 4. Qu. 09 um 9,9% auf 43,7 Mio. EUR vor allem in Folge niedrigerer Preise, die durch eine höhere Anzahl an Vertragskunden teilweise kompensiert wurden, geringerer Erlöse aus Zusammenschaltung resultierend aus der Symmetrie der Zusammenschaltungsentgelte mit dem Marktführer, die im April 2009 eingeführt wurden, sowie rückläufiger Erlöse aus Endgeräten.

Das EBITDA stieg um 10,3% von 11,6 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 12,8 Mio. EUR im 4. Qu. 09 unterstützt durch eine Reduktion der betrieblichen Aufwendungen um 25,4% durch die Einführung von Kostensenkungsmaßnahmen im 4. Qu. 09.

Das Betriebsergebnis stieg von 5,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 7,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund des EBITDA-Wachstums.

Vip mobile

Vip mobile, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Serbien, baute die Kundenbasis um 27,1% von 0,9 Mio. Kunden per Ende Dezember 2008 auf 1,2 Mio. Kunden per Ende Dezember 2009 aus. Der Marktanteil per Ende 4. Qu. 09 stieg auf 12,0% im Vergleich zu 9,1% per Ende des 4. Qu. 08.

Die Penetrationsrate in der Republik Serbien sank per Ende des 4. Qu. 09 auf 128,4% im Vergleich zu 132,9% per Ende des 4. Qu. 08 was auf eine Bereinigung von inaktiven Kunden aus der Kundenbasis des etablierten Betreibers zurückzuführen ist.

Seit Juni 2009 müssen die Mobilfunkbetreiber in der Republik Serbien eine zusätzliche Steuer von 10% für ausgewählte Mobilfunkumsatzerlöse einziehen. Dies führt zu teureren Preisen für Mobilfunkdienste und stellt eine Verlangsamung des weiteren Wachstums dar.

Im 4. Qu. 09 stiegen die Umsatzerlöse um 31,5% auf 24,2 Mio. EUR im Vergleich zu 18,4 Mio. EUR im 4. Qu. 08 durch höhere Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten, die von einer größeren Kundenbasis sowie einem höheren Verkehrsvolumen getrieben wurden. Das organische Wachstum, ohne Berücksichtigung des negativen Währungsumrechnungseffekts in der Höhe von 3,0 Mio. EUR, betrug 47,8%.

Das negative EBITDA betrug 5,5 Mio. EUR im 4. Qu. 09 gegenüber einem negativen EBITDA von 4,4 Mio. EUR im 4. Qu. 08 aufgrund von Marketinginitiativen zur Steigerung der Kundenbasis. Der Betriebsverlust verbesserte sich von 19,1 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf einen Verlust von 18,5 Mio. EUR im 4. Qu. 09.

Vip operator

Vip operator, der drittgrößte Mobilkommunikationsanbieter in der Republik Mazedonien, steigerte die Kundenbasis um 25,5% von 242.000 Kunden im 4. Qu. 08 auf 303,700 Kunden im 4. Qu. 09. Der Marktanteil von Vip operator betrug im 4. Qu. 08 10,7% und stieg auf 15,9% im 4. Qu. 09. Die Penetrationsrate in der Republik Mazedonien betrug 92,7% per Ende Dezember 2009 gegenüber 112,3% per Ende Dezember 2008. Die Bereinigung von inaktiven Kunden aus der Kundenbasis eines Mitbewerbers führte zu einem Rückgang der Penetrationsrate.

Vip operator konnte den Umsatz um 73,0% auf 6,4 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich zu 3,7 Mio. EUR im 4. Qu. 08 steigern. Dies ist auf höhere Erlöse aus Grund- und Verbindungsentgelten zurückzuführen, die von einem starken Anstieg der Kundenbasis und des Gesprächsvolumens getrieben wurden.

Das negative EBITDA verbesserte sich von 3,9 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 2,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 und spiegelt eine kontinuierliche Steigerung der operativen Performance wider.

Der Betriebsverlust wurde auf 4,5 Mio. EUR im 4. Qu. 09 im Vergleich zu einem Verlust von 5,6 Mio. EUR im 4. Qu. 08 reduziert.

Konsolidierter Nettoüberschuss

Im 4. Qu. 09 sanken die Netto-Zinsaufwendungen von 52,3 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 50,5 Mio. EUR trotz nicht-zahlungswirksamer Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm in der Höhe von 8,8 Mio. EUR im 4. Qu. 09.

Die im Finanzergebnis enthaltenen Wechselkursdifferenzen waren im 4. Qu. 09 unwesentlich.

Während das Restrukturierungsprogramm im Jahr 2008 zu einem Einkommensteuerertrag in der Höhe von 139,3 Mio. EUR im 4. Qu. 08 führte, ergab sich für die Telekom Austria Group im 4. Qu. 09 ein Einkommensteueraufwand in der Höhe von 6,1 Mio. EUR. Zusätzlich wurde ein Einkommensteuerertrag in Höhe von 17,5 Mio. EUR in 2009 aufgrund des Restrukturierungsaufwands in 2008 verbucht.

Der Quartalsnettoüberschuss betrug 63,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09 nach einem Nettofehlbetrag von 437,7 Mio. EUR im 4. Qu. 08 aufgrund des Restrukturierungsprogramms. Exklusive des Restrukturierungsaufwands betrug der Nettoüberschuss im 4. Qu. 08 53,9 Mio. EUR. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,14 EUR im 4. Qu. 09.

Cashflow und Anlagenzugänge

Cashflow

in Mio. EUR 4.Qu.09 4.Qu.08 Veränd. in % Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 422,5 458,1 -7,8% Cashflow aus Investitionstätigkeit -480,2 -323,5 48,4% Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -158,6 96,2 -264,9% Auswirkung von Wechselkursschwankungen -0,5 -11,3 -95,6% Veränderung der liquiden Mittel -216,8 219,6 k.A.

Anlagenzugänge

in Mio. EUR 4.Qu.09 4.Qu.08 Veränd. in % Festnetz 131,9 82,3 60,3% Mobilkommunikation 159,7 193,2 -17,3% Gesamte Anlagenzugänge 291,6 273,3 6,7% davon Sachanlagen 207,5 176,2 17,8% davon immaterielle Vermögenswerte 84,1 99,3 -15,3%

Im 4. Qu. 09 verringerte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 7,8% auf 422,5 Mio. EUR vor allem wegen des niedrigeren Cashflows aus dem Ergebnis sowie durch den höheren Verbrauch für Rückstellungen und einen niedrigeren Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Jahr 2009.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg von 323,5 Mio. EUR im 4. Qu. 08 auf 480,2 Mio. EUR im 4. Qu. 09 hauptsächlich durch höhere Anlagenzugänge und durch Festgeldveranlagungen in der Höhe von 200,0 Mio. EUR.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich von einem Mittelzufluss von 96,2 Mio. EUR im 4. Qu. 08 zu einem Mittelabfluss von 158,6 Mio. EUR im 4. Qu. 09 aufgrund der Rückzahlung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten im 4. Qu. 09 sowie der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten im 4. Qu. 08.

Im 4. Qu. 09 stiegen die Anlagenzugänge um 6,7% auf 291,6 Mio. EUR. Die Sachanlagenzugänge erhöhten sich um 17,8% auf 207,5 Mio. EUR, und die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten fielen um 15,3% auf 84,1 Mio. EUR.

Im Segment Festnetz stiegen die Anlagenzugänge im 4. Qu. 09 um 60,3% auf 131,9 Mio. EUR vor allem wegen Investitionen in die Zugangs- und Kernnetzinfrastruktur, die von der ersten auf die zweite Jahreshälfte 2009 verschoben wurden.

Im Segment Mobilkommunikation reduzierten sich die Anlagenzugänge im 4. Qu. 09 um 17,3% auf 159,7 Mio. EUR, was auf eine restriktive Investitionspolitik in allen Segmentgesellschaften zurückzuführen ist.

Risiken und Unsicherheiten

Die Telekom Austria Group ist mit diversen Risiken und Unsicherheiten konfrontiert, die sich auf das Ergebnis auswirken könnten. Diese Risiken inkludieren weitere Reduktionen der Preise für Mobilkommunikationsdienste in Österreich und anderen Märkten sowie die Beschleunigung der Migration vom Festnetz zur Mobilkommunikation, die zu einer weiteren Verringerung der Festnetzanschlüsse sowie einem Rückgang der Festnetzminuten führen könnte. Die Risiken sind jedoch nicht darauf zu beschränken.

Die Telekom Austria Group ist außerdem mit Risiko im Zusammenhang mit der geplanten Reduktion der Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Festnetz konfrontiert und unterliegt intensiver Regulierung.

Durch die Expansion in Ost- und Südosteuropa ist die Gruppe auch auf Märkten mit hohen politischen und wirtschaftlichen Änderungspotenzial tätig, die Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der vor Ort tätigen Unternehmen gehabt haben und weiterhin haben könnten. Dies hat zur Folge, dass das wirtschaftliche Umfeld in Ost- und Südosteuropa zum Teil Unsicherheiten, einschließlich Währungsumrechnungs- und Steuerunsicherheiten, mit sich bringt, die in anderen Märkten nicht bestehen.

In den vergangenen Jahren verzeichnete die Telekom Austria Group Wachstum aufgrund von Expansionen in diversen Märkten in Ost- und Südosteuropa. Allerdings wird weiteres Wachstum von zahlreichen Faktoren beeinflusst, auf die die Telekom Austria Group keinen Einfluss hat. Weiteres organisches Wachstum hängt vom Wachstum der jeweiligen Wirtschaft und von den einzelnen Telekommunikationsmärkten ab, in denen die Telekom Austria Group tätig ist.

Weitere negative Auswirkungen durch die Wirtschaftskrise auf das Ergebnis der Telekom Austria Group können nicht völlig ausgeschlossen werden. In der Mobilkommunikation gibt es außerdem gewisse Unsicherheiten in Zusammenhang mit niedrigeren Roaming-Erlösen als Ergebnis rückläufigen Reiseverkehrs. Außerdem könnte sich das Konsumverhalten der Kunden aufgrund der Wirtschaftskrise wesentlich verändern und negativ auf die Ergebnisse der Telekom Austria Group auswirken.

Personal

Der Personalstand der Telekom Austria Group sank um 381 auf 16.573 MitarbeiterInnen per Ende Dezember 2009 im Vergleich zur selben Vorjahresperiode.

Im Segment Festnetz konnte die Anzahl der MitarbeiterInnen um 678 auf 7.893 MitarbeiterInnen reduziert werden. Dieser Rückgang ist vor allem auf das Restrukturierungsprogramm, welches in der zweiten Jahreshälfte 2008 eingeführt wurde, zurückzuführen. In Summe haben 594 MitarbeiterInnen den Sozialplan angenommen und das Unternehmen verlassen, während 887 MitarbeiterInnen per 31. Dezember 2009 freigestellt wurden.

Die Anzahl der MitarbeiterInnen im Segment Mobilkommunikation stieg um 297 auf 8.680 MitarbeiterInnen, vor allem aufgrund eines höheren Personalstands in den Unternehmen in Weißrussland und in der Republik Serbien.

Sonstige Ereignisse

Es gab keine wesentlichen sonstigen Ereignisse.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Telekom Austria Group wurde informiert, dass der Anteil von Capital Research and Management Company per 20. Jänner 2010, 67.039.703 Aktien oder 15,13% der ausgegebenen Aktien betrug.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant", "erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können aufgrund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass aufgrund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann.

Weitere Informationen

Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für das Geschäftsjahr 2009 finden Sie im entsprechenden Bericht auf der Telekom Austria Group Website unter:
http://www.telekomaustria.com/zwischenberichte

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser Meldung" unter http://www.ots.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/2161

Rückfragen & Kontakt:

Mag. (FH) Barbara Plössnig
Investor Relations
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Tel.: +43 (0) 590591-19003
E-Mail: barbara.ploessnig@telekom.at

Mag. Elisabeth Mattes
Konzernsprecherin
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Tel.: +43 664 331 2730
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