Grippesaison setzt Asthmatikern und Menschen mit Raucherlunge besonders zu

Wien (OTS) - Für Patienten, die an chronischen
Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Raucherlunge (COPD) leiden, stellt eine Influenza ein doppelt so hohes Risiko dar wie für gesunde Menschen. Darüber hinaus besteht für Asthma und COPD-Patienten auch das Risiko von gefährlichen Folgeerkrankungen der Grippe wie Bronchitis und Lungenentzündung. Speziell Raucherlunge-Patienten leiden häufig an Infektionen, eine Influenza kann zu einer lebensbedrohenden Verschlechterung der Symptomatik führen

Rund sechs Prozent der Erwachsenen sowie fast zehn Prozent aller Jugendlichen leiden an Asthma bronchiale. Über 20 Prozent aller Menschen über 50 Jahren sind von COPD, der "Raucherlunge" betroffen. Die Tatsache, dass eine Influenza-Infektion den Verlauf einer chronischen Grunderkrankung wie Asthma oder COPD ungünstig beeinflussen kann, ist bei den meisten Betroffenen kaum bekannt.

Zivilisationskrankheiten COPD und Asthma

Bis zu 25 Prozent der Österreicher sind von COPD, also der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung, bei der die Schädigung der Lunge schleichend voranschreitet, betroffen. Obwohl der Großteil der Erkrankungen durch das Rauchen hervorgerufen wird, betrifft COPD in zunehmendem Ausmaß auch Nichtraucher. Diese Entwicklung legt den Schluss nahe, dass nicht nur Aktiv-, sondern auch Passivrauchen für die Entstehung von COPD verantwortlich ist.

Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der eine Überempfindlichkeit der Bronchien besteht. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von der Vererbung über Schadstoffbelastung bis hin zu Allergien. Asthma bronchiale gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Bereits zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Österreich leiden an Asthma, Tendenz steigend.

Für Patienten mit einer chronischen Grundindikation bedeutet jede weitere Erkrankung eine zusätzliche Verschlechterung der Symptomatik. Besonders gefährlich ist die Influenza für Kinder, deren Asthma nicht richtig diagnostiziert und therapiert ist. "Chronische Lungenerkrankungen wie Asthma kompromittieren die lokale Abwehr von Infektionen in den Atemwegen, daher nimmt der Grippeschutz bei Kindern einen hohen Stellenwert ein", erklärt Univ.-Prof. Dr. Thomas Frischer von der Atem- und Allergieambulanz an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde des AKH Wien.

Obere Atemwege bei Influenza stark beeinträchtigt

Trotz der umfangreichen medialen Aufbereitung ist die Influenza-Viruserkrankung nach wie vor unterschätzt, vor allem bei den Risikogruppen. Dazu zählen Menschen ab 60 Jahren, Kinder und Personen mit Immunschwäche oder einer chronischen Grunderkrankung wie Diabetes, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Atemwegserkrankungen. Die Begleitreaktionen, die die Influenza bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen auslösen kann, reichen von relativ harmlosen Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und des Mittelohrs (Otitis) bis hin zur gefährlichsten Komplikation, der sekundär-bakteriellen Lungenentzündung.

"Die Influenza ist grundsätzlich als HNO-Erkrankung einzustufen, da die Infektion im Nasen-Rachen-Raum ihren Ausgang nimmt. Über den Mundraum dringen die krankmachenden Keime in den Organismus ein und infizieren die Schleimhautzellen von Nase und Rachen. In Folge sind die oberen Atemwege durch Husten, Schnupfen und Halsschmerzen stark in Mitleidenschaft gezogen", berichtet Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gstöttner, Vorstand der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am AKH Wien.

Risiko der Sekundärerkrankungen

In vielen Fällen geht ein schwerer Verlauf einer Influenza mit einer bakteriellen Superinfektion einher. Bei älteren Menschen, chronisch Kranken und speziell bei Kindern können beispielsweise Pneumokokken bakterielle Sekundärinfektion nach viralen Erkrankungen verursachen. Für Risikopopulationen kann diese Infektion lebensbedrohend sein. "Wenn am dritten bis siebten Tag der Erkrankung das Fieber wieder ansteigt, besteht der Verdacht auf eine solche zusätzliche bakterielle Infektion, die mit Antibiotika therapiert werden muss", so Univ.-Prof. DDr. Wolfgang Graninger, Ärztlicher Leiter der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin am AKH Wien.

Verstärkte Aufklärung notwendig

Die Awareness und die adäquate Aufklärung der Bevölkerung für den Zusammenhang zwischen chronischen Atemwegserkrankungen und einer Influenza müssen generell verstärkt werden. Behandelnde Ärzte (Allgemeinmediziner, HNO- und Lungenfachärzte) sind dazu angehalten, ihren Patienten diese Wechselbeziehungen verstärkt zu kommunizieren und auf Präventionsmaßnahmen hinzuweisen.

Über P-AIR:

P-AIR ist eine mehrmals pro Jahr stattfindende Presseveranstaltung, die 2008 von AstraZeneca Österreich ins Leben gerufen wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, das Bewusstsein für die mittlerweile zur Volkskrankheit avancierten Indikationen Asthma und COPD zu steigern. Thematisiert und von renommierten Experten beleuchtet werden verschiedene Aspekte, die mit den Krankheitsbildern Asthma und COPD in Zusammenhang stehen. Das Thema der aktuellen P-AIR Pressekonferenz lautet: "Grippesaison setzt Asthmatikern und Menschen mit Raucherlunge besonders zu". Ziel der Veranstaltung soll sein, auf den Zusammenhang zwischen chronischen Atemwegserkrankungen und dem möglichen schweren Verlauf einer saisonalen Influenza aufmerksam zu machen. Zusätzlich wird auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Erkrankungen Asthma und COPD eingegangen.

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