• 22.02.2010, 12:03:17
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Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Steiermark (SWV): 51% EinzelkämpferInnen brauchen mehr Unterstützung der Wirtschaftskammer

SWV-Jabornik fordert mehr Mitbestimmung für EPU in der Kammer

Wien (OTS) - Mittlerweile gibt es 51% Einpersonenunternehmen (EPU)
in der Steiermark. Der SWV Steiermark kritisiert, dass sie seitens
der Wirtschaftskammer nicht wahrgenommen und ihre Interessen nicht
vertreten werden. KommR Andrea Jabornik, Vize-Präsidentin des SWV
Österreich und Unternehmerin in der Steiermark: "Von der Kammerreform
bleibt nicht viel, wenn man in die Tiefe geht. Im Wesentlichen stellt
sich heute die Kammer so dar, wie bereits gehabt. Wo es sich auf alle
Fälle spießt, ist die direkte Demokratie! Die Kammer muss vor allem
bei EPU Kontakt suchen und nicht abwarten. Viele EPU haben keinerlei
Berührungspunkte zur Kammer - außer den finanziellen Beiträgen, die
sie leisten müssen!" Deshalb fordert Jabornik eigene Abteilungen für
Einpersonenunternehmen in der Wirtschaftskammer Steiermark, die sich
für deren Interessen einsetzen.

Mitbestimmung nur alle fünf Jahre bei den Kammerwahlen ist dem SWV
Steiermark zu wenig. Andrea Jabornik: "Wir wollen, dass die
Selbstständigen auch bei Sachthemen, wie zum Beispiel bei Beschlüssen
der Grundumlage einer Fachgruppe direkt befragt werden. Bisher wird
können Selbstständige das nur im Rahmen von Fachgruppentagungen tun.
Zukünftig soll das, wenn es nach unseren Vorstellungen geht - wie bei
der Kammerwahl - auch per Briefwahl möglich sein. Denn die meisten
EPU haben nicht die Zeit, an einer Tagung teilzunehmen und somit wird
ihre Stimme nicht gehört!"

Mehr Beratung für Selbstständige

Mehr Beratungsbedarf gibt es laut SWV Steiermark bei der sozialen
Absicherung: Die momentane Arbeitslosenversicherung für
Selbstständige muss leistbarer werden und bei der GSVG
-Krankenversicherung muss der 20% Selbstbehalt fallen. Jabornik kennt
viele Beispiele von EinpersonenunternehmerInnen, die es sich nicht
leisten können, krank zu sein oder aus familiären Gründen
auszufallen: "Dazu gehört eine flächendeckende, flexible
Kinderbetreuung und eine Servicestelle, die schnell und
unbürokratisch im Krankheitsfall hilft."

Weiters fordert Jabornik eine Beratungsstelle für Planung und
Strategie in der Wirtschaftskammer Steiermark. "Wenn es um den
entscheidenden Schritt geht, MitarbeiterInnen anzustellen und zu
expandieren, sind viele Selbstständige überfordert und in ihrer
alltäglichen Arbeit gefangen. Eine Beratungsstelle für Planung und
Strategie würde ihr Leben erleichtern. Daher fordere ich
diesbezügliche Unterstützungsmaßnahmen seitens der Wirtschaftskammer
Steiermark"

Fehlende Kredite für Selbstständige

Ein Thema, das steirischen Unternehmen unter den Nägeln brennt,
ist die Finanzierung. "Da können Banken und Finanzminister noch so
behaupten, dass es keine Kreditklemme gebe, die Praxis schaut anders
aus", erzählt Jabornik und bringt das Beispiel einer Unternehmerin im
Beförderungsgewerbe, die nach einem Fahrzeugdefekt von der Bank, bei
der sie langjährige Kundin gewesen sei, keine Zwischenfinanzierung in
Höhe von 5.000 Euro bekommen habe. "Die Dame musste sich vom
Familienverband Anleihen nehmen und arbeitet seit Monaten 18 Stunden
am Tag. Und das ist kein Einzelfall", so Jabornik.

Deswegen fordert der SWV vom Finanzminister die KMU-Milliarde. EPU
brauchten oft nur ein paar Tausender für Hard- oder Software oder für
Weiterbildung, um bestehen zu können. Es gehe oft nur um
Minimalinvestitionen. Die diversen AWS-Aktionen, die so wunderbar
ausschauen, scheiterten oft an den Sicherheitsforderungen der
Bankinstitute. "Es liegt Geld in den Töpfen des AWS, bloß die Zugänge
sind restriktiv und die Banken nicht bereit, sich hier zu bewegen",
so Jabornik. Es geht um die Existenz unserer Unternehmen: das klingt
nicht nur dramatisch, das ist es auch: 51 % aller steirischen
Unternehmen sind Einpersonenunternehmen und sie gilt es zu stärken in
Zeiten der hohen Arbeitslosenraten. Sie sind es die Verantwortung für
ihr Überleben übernehmen - und das "bis zum letzten Hemd".

Montag, dem 22.2.2010 ist Christof Matznetter, Präsident des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes auf Einladung der
Bezirksorganisation Bruck/Mur im Hotel Böhlerstern zu Gast -
gemeinsam mit Mag. Johann Moser, Geschäftsführer AWS (Austria
Wirtschaftsservice) bekommen Unternehmen Informationen, wie sie
jetzt zu mehr Fördergeld kommen.

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Steiermark (SWV): 51%
EinzelkämpferInnen brauchen mehr Unterstützung der Wirtschaftskammer

 Datum:   22.2.2010, um 18:30 Uhr
 Ort:     Hotel Böhlerstern
          Friedrich Böhler Straße 13, 8605 Kapfenberg

Rückfragehinweis:
Andrea Jabornik
SWV Steiermark
Tel.: 0664 4630048
mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/244

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