Chalupka: Nach Eberau, Neustart in der Asylpolitik

Diakonie fordert eigenes Ressort für Asyl, Migration und Integration

Wien (OTS) - "Das Recht auf Asyl braucht mehr als sicherheitspolizeiliches Denken. Das Asylrecht ist vor allem ein Schutzrecht, das Menschen - die in ihrer Heimat Verfolgung zu erwarten haben - Sicherheit und Schutz bietet und durch eine grundrechtlich konforme Ausgestaltung an das anschließen kann worauf die Österreicherinnen und Österreicher zu Recht stolz sind: Ihre Hilfsbereitschaft für Menschen in Not. Die Causa Eberau zeigt, dass die österreichische Asylpolitik in der Sackgasse ist. Österreich braucht einen Neustart in der Asylpolitik und ein eigenes Ressort für die wichtigen Themen Asyl, Migration und Integration. Das Innenministerium muss endlich entlastet werden", so Diakonie-Direktor Michael Chalupka.

In der gestrigen ORF-Sendung "Im Zentrum" stellte Diakonie-Direktor Michael Chalupka seinen Vorschlag zur Entlastung des Flüchtlingslagers Traiskirchen vor. Um Asylansuchen rasch, menschenrechtskonform und professionell zu bearbeiten, hat die Diakonie ein differenziertes Aufnahmesystem vorgeschlagen, bei dem die Bereiche "Unterbringung" und "Erstaufnahmeverfahren" zeitlich und räumlich voneinander getrennt werden.

"Asylsuchende sind in den allermeisten Fällen Opfer und keine Täter", erklärt Chalupka. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich Landeshauptleute und Innenministerin zum Flüchtlingsschutz bekennen und sich gemeinsam an einen Tisch setzen um eine verantwortungsvolle Lösung erarbeiten.

Folgen sie dabei dem Vorschlag der Diakonie könnten Asylsuchende künftig in jedem Bundesland in Betreuungsstellen des Bundes, die eine Maximalgröße von 100 - 150 BewohnerInnen haben und zentral gelegen sind, untergebracht werden.

Die Vorteile dieses differenzierten Aufnahmesystem wären: Keine kostenintensive Behördenstruktur in den Betreuungsquartieren des Bundes. Bessere Steuerung der Quoten, da sich Asylsuchende bereits im Bundesland befänden und von dort, nach Zulassung ihres Asylverfahrens, in die Landesquartiere überstellt werden sowie eine Verkürzung des Aufenthalts von Asylsuchenden im Erstaufnahmezentrum auf wenige Tage und damit eine deutliche Entlastung von Traiskirchen und Thalham.

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