- 22.02.2010, 11:34:18
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Chalupka: Nach Eberau, Neustart in der Asylpolitik
Diakonie fordert eigenes Ressort für Asyl, Migration und Integration
Wien (OTS) - "Das Recht auf Asyl braucht mehr als
sicherheitspolizeiliches Denken. Das Asylrecht ist vor allem ein
Schutzrecht, das Menschen - die in ihrer Heimat Verfolgung zu
erwarten haben - Sicherheit und Schutz bietet und durch eine
grundrechtlich konforme Ausgestaltung an das anschließen kann worauf
die Österreicherinnen und Österreicher zu Recht stolz sind: Ihre
Hilfsbereitschaft für Menschen in Not. Die Causa Eberau zeigt, dass
die österreichische Asylpolitik in der Sackgasse ist. Österreich
braucht einen Neustart in der Asylpolitik und ein eigenes Ressort für
die wichtigen Themen Asyl, Migration und Integration. Das
Innenministerium muss endlich entlastet werden", so Diakonie-Direktor
Michael Chalupka.
In der gestrigen ORF-Sendung "Im Zentrum" stellte
Diakonie-Direktor Michael Chalupka seinen Vorschlag zur Entlastung
des Flüchtlingslagers Traiskirchen vor. Um Asylansuchen rasch,
menschenrechtskonform und professionell zu bearbeiten, hat die
Diakonie ein differenziertes Aufnahmesystem vorgeschlagen, bei dem
die Bereiche "Unterbringung" und "Erstaufnahmeverfahren" zeitlich und
räumlich voneinander getrennt werden.
"Asylsuchende sind in den allermeisten Fällen Opfer und keine
Täter", erklärt Chalupka. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich
Landeshauptleute und Innenministerin zum Flüchtlingsschutz bekennen
und sich gemeinsam an einen Tisch setzen um eine verantwortungsvolle
Lösung erarbeiten.
Folgen sie dabei dem Vorschlag der Diakonie könnten Asylsuchende
künftig in jedem Bundesland in Betreuungsstellen des Bundes, die eine
Maximalgröße von 100 - 150 BewohnerInnen haben und zentral gelegen
sind, untergebracht werden.
Die Vorteile dieses differenzierten Aufnahmesystem wären: Keine
kostenintensive Behördenstruktur in den Betreuungsquartieren des
Bundes. Bessere Steuerung der Quoten, da sich Asylsuchende bereits im
Bundesland befänden und von dort, nach Zulassung ihres
Asylverfahrens, in die Landesquartiere überstellt werden sowie eine
Verkürzung des Aufenthalts von Asylsuchenden im Erstaufnahmezentrum
auf wenige Tage und damit eine deutliche Entlastung von Traiskirchen
und Thalham.
Rückfragehinweis:
Mag.a Bettina Klinger/Diakonie Österreich Leitung Kommunikation Tel: 409 80 01-14 Mobil: 0664 / 314 93 95 E-Mail: [email protected] Internet: www.diakonie.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1583
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