ÖVP Wien: Mangelnde Barrierefreiheit am Westbahnhof kein Ruhmesblatt für Weltstadt Wien

"Unheilige Allianz" der Stadträte Brauner und Schicker gefährdet Sicherheit der Fahrgäste!

Wien (OTS) - "Beim Thema Sicherheit für die Fahrgäste von Bus, U-Bahn und Straßenbahn ist die Wiener Stadtregierung säumig. Stattdessen geht bei der jährlichen Selbstbeweihräucherungs-Klausur in Rust regelmäßig die Post ab. Die Wienerinnen und Wiener bleiben im wahrsten Sinne des Wortes regelmäßig auf der Strecke", kritisieren die ÖVP Wien Landtagsabgeordneten Karin Praniess-Kastner und Alfred Hoch nach einem Lokalaugenschein auf der Großbaustelle Wiener Westbahnhof.

Besonders verärgert zeigt sich die Behindertensprecherinder ÖVP Wien, Karin Praniess-Kastner, über die Differenz zwischen Theorie und Praxis beim Begleitservice für blinde und sehbehinderte Menschen. Vor Baubeginn des Umbaus der Halle des Wiener Westbahnhofes gab es zwar Gespräche zwischen den ÖBB, den Wiener Linien und dem Verkehrsgremium Ost über sehbehinderten- und blindenspezifische Maßnahmen im neuen Wiener Westbahnhof, aber die Durchführung des Vorhabens entpuppt sich bei näherer Betrachtung als mangelhaftes Provisorium für die Fahrgäste, insbesondere was die Barrieren an der Straßenoberfläche außerhalb des Bahnhofsgebäudes betrifft.

Stadtplanung ohne Plan - das kann nicht gut gehen

Bereits vor Jahren wurde seitens der beiden Verkehrsunternehmen zugesagt, dass es ein gut funktionierendes Blindenleitsystem sowie ein Begleitservice geben wird. Sehbehinderte und blinde Fahrgäste werden vom Begleitpersonal der ÖBB in der Zwischenzeit aber nur mehr zu den Liften der U-Bahn-Zugänge zur U3 und zu den Straßenbahnlinien 52 und 58 bei der Station Gerstnerstraße gebracht.

Praniess-Kastner: "Die Begleitung von und zu den Straßenbahnlinien am Gürtel zu den Linien 5, 6, 9 und 18 sowie zur U6 ist seit einiger Zeit - offenbar aus Kostengründen - durch die ÖBB nicht mehr möglich. Die Wiener Linien fühlen sich auch nicht verantwortlich. Von Stadträtin Brauner hört man seit langem keinen Ton zur Miesere. Wieso lässt man die Betroffenen einfach im Regen stehen, statt gemeinsam an einer nachhaltigen und vor allem raschen Lösung zu arbeiten?"

Heftige Kritik am unüberlegten Vorgehen der Stadtregierung übt auch VP-Planungssprecher Alfred Hoch: "Da legt die Frau Finanzstadträtin Millionenbeträge aus dem Budget für die Planung des Großprojektes Westbahnhof auf die Seite, und dann hat sie zusammen mit dem zuständigen Planungsstadtrat nicht einmal ein vernünftiges Konzept für die Sicherheit der Fahrgäste ausgearbeitet, wenn ich mir das Tohuwabohu hier vor Ort ansehe."

Ampeln ohne Blindenakustik am Verkehrsknotenpunkt - Bravo!

Die dilettantische Vorgangsweise aus dem SP-geführten Finanz- und Planungsressort findet ihre Fortsetzung bei den Fußgängerübergängen am Gürtel. Im Bereich der Straßenbahnstationen der Linien 5, 6, 9, 18, 52 und 58 gibt es derzeit kein Blindenleitsystem und keine akustischen Ampeln über die Gürtelfahrbahnen. Die erforderlichen Maßnahmen sollen erst mit Fertigstellung der Bauarbeiten am Westbahnhof nachgerüstet werden.

"Wieso am stark frequentierten Verkehrsknoten namens Westbahnhof bei den Ampeln die Blindenakustik nicht schon längst eingebaut wurde und man ausgerechnet dort auf das Blindenleitsystem bis dato verzichtet hat, wird uns der Herr Planungsstadtrat im Gemeinderatsausschuss wohl erklären müssen. Wir werden jedenfalls im Gemeinderat die Sicherstellung der Barrierefreiheit am Wiener Westbahnhof auch während der Umbauarbeiten beantragen. Mit Abschluss der Bauarbeiten muss es auf jeden Fall die Blindenakustik bei den Ampeln sowie ein funktionierendes Blindenleitsystem geben", so Praniess-Kastner und Hoch abschließend.

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/251

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001