• 22.02.2010, 11:27:16
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ÖVP Wien: Mangelnde Barrierefreiheit am Westbahnhof kein Ruhmesblatt für Weltstadt Wien

"Unheilige Allianz" der Stadträte Brauner und Schicker gefährdet Sicherheit der Fahrgäste!

Wien (OTS) - "Beim Thema Sicherheit für die Fahrgäste von Bus,
U-Bahn und Straßenbahn ist die Wiener Stadtregierung säumig.
Stattdessen geht bei der jährlichen Selbstbeweihräucherungs-Klausur
in Rust regelmäßig die Post ab. Die Wienerinnen und Wiener bleiben im
wahrsten Sinne des Wortes regelmäßig auf der Strecke", kritisieren
die ÖVP Wien Landtagsabgeordneten Karin Praniess-Kastner und Alfred
Hoch nach einem Lokalaugenschein auf der Großbaustelle Wiener
Westbahnhof.

Besonders verärgert zeigt sich die Behindertensprecherinder ÖVP Wien,
Karin Praniess-Kastner, über die Differenz zwischen Theorie und
Praxis beim Begleitservice für blinde und sehbehinderte Menschen. Vor
Baubeginn des Umbaus der Halle des Wiener Westbahnhofes gab es zwar
Gespräche zwischen den ÖBB, den Wiener Linien und dem Verkehrsgremium
Ost über sehbehinderten- und blindenspezifische Maßnahmen im neuen
Wiener Westbahnhof, aber die Durchführung des Vorhabens entpuppt sich
bei näherer Betrachtung als mangelhaftes Provisorium für die
Fahrgäste, insbesondere was die Barrieren an der Straßenoberfläche
außerhalb des Bahnhofsgebäudes betrifft.

Stadtplanung ohne Plan - das kann nicht gut gehen

Bereits vor Jahren wurde seitens der beiden Verkehrsunternehmen
zugesagt, dass es ein gut funktionierendes Blindenleitsystem sowie
ein Begleitservice geben wird. Sehbehinderte und blinde Fahrgäste
werden vom Begleitpersonal der ÖBB in der Zwischenzeit aber nur mehr
zu den Liften der U-Bahn-Zugänge zur U3 und zu den Straßenbahnlinien
52 und 58 bei der Station Gerstnerstraße gebracht.

Praniess-Kastner: "Die Begleitung von und zu den Straßenbahnlinien am
Gürtel zu den Linien 5, 6, 9 und 18 sowie zur U6 ist seit einiger
Zeit - offenbar aus Kostengründen - durch die ÖBB nicht mehr möglich.
Die Wiener Linien fühlen sich auch nicht verantwortlich. Von
Stadträtin Brauner hört man seit langem keinen Ton zur Miesere. Wieso
lässt man die Betroffenen einfach im Regen stehen, statt gemeinsam an
einer nachhaltigen und vor allem raschen Lösung zu arbeiten?"

Heftige Kritik am unüberlegten Vorgehen der Stadtregierung übt auch
VP-Planungssprecher Alfred Hoch: "Da legt die Frau Finanzstadträtin
Millionenbeträge aus dem Budget für die Planung des Großprojektes
Westbahnhof auf die Seite, und dann hat sie zusammen mit dem
zuständigen Planungsstadtrat nicht einmal ein vernünftiges Konzept
für die Sicherheit der Fahrgäste ausgearbeitet, wenn ich mir das
Tohuwabohu hier vor Ort ansehe."

Ampeln ohne Blindenakustik am Verkehrsknotenpunkt - Bravo!

Die dilettantische Vorgangsweise aus dem SP-geführten Finanz- und
Planungsressort findet ihre Fortsetzung bei den Fußgängerübergängen
am Gürtel. Im Bereich der Straßenbahnstationen der Linien 5, 6, 9,
18, 52 und 58 gibt es derzeit kein Blindenleitsystem und keine
akustischen Ampeln über die Gürtelfahrbahnen. Die erforderlichen
Maßnahmen sollen erst mit Fertigstellung der Bauarbeiten am
Westbahnhof nachgerüstet werden.

"Wieso am stark frequentierten Verkehrsknoten namens Westbahnhof bei
den Ampeln die Blindenakustik nicht schon längst eingebaut wurde und
man ausgerechnet dort auf das Blindenleitsystem bis dato verzichtet
hat, wird uns der Herr Planungsstadtrat im Gemeinderatsausschuss wohl
erklären müssen. Wir werden jedenfalls im Gemeinderat die
Sicherstellung der Barrierefreiheit am Wiener Westbahnhof auch
während der Umbauarbeiten beantragen. Mit Abschluss der Bauarbeiten
muss es auf jeden Fall die Blindenakustik bei den Ampeln sowie ein
funktionierendes Blindenleitsystem geben", so Praniess-Kastner und
Hoch abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: T: (+43-1) 4000/81 913, F:(+43-1)4000/99 819 60
mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/251

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