- 18.02.2010, 14:43:46
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SPÖ-Wien-Klubtagung (2): Hundstorfer - Ausbildung bei Jugendlichen hat große Priorität
Arbeitslosigkeit bei 15- bis 19-Jährigen rückläufig
Rust (OTS/SK) - Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentierte
heute, Donnerstag, bei der Klubtagung der Wiener SPÖ in Rust die
erfolgreiche Wiener Ausbildungsgarantie. "Wir haben den Beweis: Jeder
16- bis 17-Jährige der einen Beruf haben will, bekommt diesen", so
Hundstorfer bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Wiener
Bürgermeister Michael Häupl und Finanz- und Wirtschaftsstadträtin,
Vizebürgermeisterin Renate Brauner. In Wien sei derzeit ein Plus an
Lehrlingen und Lehrstellen zu verzeichnen. "Bei den 15- bis
19-Jährigen verzeichnen wir sogar einen Rückgang der
Arbeitslosigkeit: Das ist sehr erfreulich", so der Sozialminister,
der betonte, dass dies beispielsweise dem System der
überbetrieblichen Lehrwerkstätten und unzähligen Projekten zur
Jugendbeschäftigung zu verdanken sei. ****
Über die "Aktion Zukunft Jugend" des Sozialministeriums konnte im
Vorjahr 18.200 Jugendlichen ein Arbeitsplatz und 22.500 ein
Kursangebot vermittelt werden. "Auch dieses Jahr stimmen die Zahlen.
Im Jänner konnten wir bereits 1.370 jungen Menschen einen Job und
1.905 einen Kurs zur Verfügung stellen", sagte Rudolf Hundstorfer.
Überdies bemühe man sich weiterhin intensiv die "Spielautomaten-Kids"
in ein Lehrverhältnis zu bringen. Dazu würden eine Reihe an
niederschwelligen Angeboten, wie die Wiener Jugendwerkstatt, zur
Verfügung stehen. Derzeit beträgt die "Vermittlungsquote aus einem
niederschwelligen Angebot in einen Job oder ein aktives
Lehrverhältnis" bei jungen Menschen rund 80 bis 85 Prozent - eine
positive Bilanz.
Wien: "Stadt der Zukunft, Chancen und Gerechtigkeit"
Unter dem Motto "Stadt der Zukunft, Chancen und Gerechtigkeit"
referierte Sozialminister Hundstorfer auf der Klubtagung der SPÖ-Wien
über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Beschäftigung, Pflege
und bedarfsorientierte Mindestsicherung. Wien habe hier eine
besonders positive Bilanz vorzuweisen. "Die Arbeitslosigkeit war in
Wien 2009 trotz der Wirtschaftskrise deutlich unter den Jahren
2003-2005", sagte Hundstorfer. 2009 wurden 110 Millionen Euro an
Mitteln des Arbeitsmarktservice (AMS) für Jugendliche und 148
Millionen Euro für Wiens Frauen zur Verfügung gestellt. Insgesamt
wende das AMS Wien 342 Millionen Euro für den Wiener Arbeitsmarkt
auf.
In der Pflege sieht der Sozialminister "einen weiteren wichtigen
Schwerpunkt der Sozialpolitik". Immerhin wachse die Zahl der
Pflegebedürftigen, was mehr Unterstützung durch professionelle
Dienste notwendig mache. Der nächste Schritt sei nun die Entwicklung
eines Pflegefonds.
"Wir sind das einzige Land der Welt, das nicht über den Abbau von
Sozialleistung verhandelt, sondern über den Ausbau und die Erhöhung
der Treffsicherheit von Sozialhilfe", so Hundstorfer. Mit der
Mindestsicherung, die am 1.9.2010 in Kraft trete, habe man "vom
Bodensee bis zum Neusiedler See" eine wichtige einheitliche Regelung
gefunden.
Zur Diskussion rund um ein Konto für Sozialleistungen betonte
Hundstorfer: "Wenn der Finanzminister ein Konto einrichten will, dann
will er auch etwas abheben." Überdies habe es Pröll noch immer nicht
geschafft, zu erklären, wie viel so ein Konto überhaupt koste. In
Österreich herrsche bereits annähernd 100 Prozent Transparenz bei den
Sozialleistungen. Debatten darüber könne er daher nicht
nachvollziehen. Wenn der Zinsertrag eines Sparbuches mit 25 Prozent
besteuert werde, das Vermögen einer Stiftung aber nur mit 12,5
Prozent, herrsche "eine soziale Schieflage" die behoben werden müsse.
SERVICE: Eine Presseunterlage zum Referat des Bundesministers findet
sich unter www.spoe.at. (Schluss) mo
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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