- 17.02.2010, 12:29:32
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NEWS-Regierungszeugnis: Hundstorfer Klassenbester, Fekter Letzte.
Vizekanzler Pröll auf Platz 2, Bundeskanzler Faymann auf Platz 10.
Wien (OTS) - Im NEWS-Regierungszeugnis im morgen erscheinenden
Heft, von politischen Top-Profis erstellt, kommt die rot-schwarze
Koalition auf eine sehr schwache Durchschnittsnote von 2,97. Das
ÖVP-Team liegt dabei knapp unter Note drei, das SPÖ-Team knapp
darüber.
Allerdings: Klassenbester ist diesmal und erstmals seit langem ein
Roter: Sozialminister Rudolf Hundstorfer liegt mit der guten
Schulnote 2,11 vor dem Vizekanzler und ÖVP-Chef Josef Pröll, der Note
2,39 erhielt.
Die Laterne gab Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ)
diesmal an die ÖVP-Innenministerin Maria Fekter ab, die die blamable
Note 3,94 erreicht. Nur knapp vor ihr liegt Prölls Justizministerin
Claudia Bandion-Ortner, die mit Note 3,84 einen Absturz von Platz 8
auf den vorletzten erleidet.
Bundeskanzler Werner Faymann wird mit Note 3,39 bewertet und kommt
damit auf den schwachen Rang 10.
Angesichts der sinkenden Vertrauenswerte der Regierung bei den
Österreichern gibt ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll im NEWS-Gespräch
offen zu, dass es zuletzt in der Koalition "Diskussionen gegeben hat,
die nicht dazu angetan waren, Vertrauen zu stärken." Und nennt
konkret die Asyl-Debatte, wobei er die SPÖ scharf rügt, weil dabei
vor allem Innenministerin Maria Fekter ihr Fett vom Regierungspartner
abbekam. Auch SPÖ-Kritik an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner
(zum "Fall Mensdorff") und Kritik von Kanzler Faymann an ihm selbst
(zum Budget 2011) weist Pröll scharf zurück.
Generell richtet der Vizekanzler im NEWS-Gespräch der SPÖ, die er
aufgrund jüngster Umfragedaten "als nervös und emotionell geworden"
einstuft, warnend aus: "Die Gesprächsfähigkeit zwischen Faymann und
mir ist noch gegeben, nur, und das richte ich an die SPÖ: Wenn's eng
wird immer nur auf den Partner hinzubeißen, das ist keine Lösung! Wir
sollten und müssten uns besser auf unsere gemeinsame Arbeit
konzentrieren!"
Bundeskanzler Werner Faymann dagegen versucht im NEWS-Interview zu
beruhigen: Man solle nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen: "Wenn
der Vizekanzler schlechte Laune hat, ist das noch kein Argument." Und
auf Prölls Beschreibung des stotternden Regierungsmotors
angesprochen: "Wenn er das Gefühl hat, dass er etwas besser machen
will, soll er es tun."
Die Umfragewerte, sagt Faymann, machten ihn nicht nervös. Die SPÖ
habe seit der letzten Nationalratswahl ein Plus zu verzeichnen, das
sei entscheidend. Natürlich wäre ihm ein ganz klarer, uneinholbarer
Vorsprung der SPÖ lieber, "aber ich bin ein bescheidener Mensch."
Rückfragehinweis:
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