KÄRNTNER TAGESZEITUNG - KOMMENTAR VON MARKUS KAUFMANN: Reformer hat einen neuen Sündenbock

Klagenfurt (OTS) - Als großer Reformer zieht ÖVP-Chef Josef Martinz durch das Land. Keine Institution, keine Sozialleistung, kein Landesbediensteter ist mehr sicher vor seinem Reformwahn. Nun hat Martinz den Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) im Visier. Dieser soll sich einer Evaluierung unterziehen. Der Parteichef kritisiert nämlich, dass die KWF-Vorstände den Jahresbericht von 2008 um ein Jahr zu spät abgeliefert hätten. In Wahrheit liegt dieser aber schon seit einem Jahr bei der Landesholding, deren Aufsichtsratschef Martinz ist.

Kritisiert Martinz die mangelnde Transparenz bei den Förderungen, sollte er mit Kuratoriumsvorsitzendem Klaus Wutte sprechen. Sein Parteifreund muss über jeden Cent Bescheid wissen. Die ganze Aufregung ist also übrig und dient nur dazu, dass sich Martinz weiterhin einen Namen als Reformer machen kann. Und natürlich dazu, seinem Parteikollegen Franz Pacher Schützenhilfe im WK-Wahlkampf zu gewähren. Der erklärte KWF-Gegner hat Unterstützung offenbar dringend notwendig.

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