• 16.02.2010, 08:58:57
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GLOBAL 2000: Monsanto-Gentechpflanzen verursachen gift-resistente Schädlinge

Anzahl resistenter Baumwoll-Schädlinge steigt - Ernteeinbußen durch Gentech-Mais

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt vor
weiteren Schäden durch Monsanto Gentech-Baumwolle und Gentech-Mais.
"Die Heilsversprechungen der Gentech-Lobby verkehren sich ins
Gegenteil. Anstatt die Schadinsekten zu eliminieren, werden zunehmend
die Schädlinge gegen das in Gentech-Pflanzen gebildete Gift
resistent", warnt Jens Karg, Sprecher von GLOBAL 2000. Zusätzlich zur
Ausbreitung von resistenten Superunkräutern (Pressemitteilung 3.
Februar 2010), belegt die Studie "Field-Envolved Insect Resistence to
Bt Crops", der Universität von Arizona, dass in nur drei Jahren die
Anzahl der resistenten Baumwollkapselbohrern in
Gentech-Baumwollfeldern von Null auf 50 Prozent gestiegen ist. Manche
Insekten sind 100- bis 1000-mal unempfindlicher gegen das Bt-Toxin
geworden, so die Studie.

Schwellen- und Entwicklungsländer besonders betroffen

Auch bei Gentech-Mais gibt es bereits ernste Probleme mit
Schädlingen, insbesondere sind Schwellen- und Entwicklungsländer
betroffen. In Puerto Rico haben die Einbußen durch Schadinsekten dazu
geführt, dass die Saatgutfirmen Pioneer Hybrid und Dow Agro Sciences
ihr Gentech-Saatgut vom Markt genommen haben. Dieses erheblich
teurere Gentech-Saatgut ist komplett wirkungslos geworden. Auch in
Südafrika verzeichnen MaisproduzentInnen, die auf Gentech-Saatgut von
Monsanto gesetzt haben, zunehmend Ernteschäden. Berichteten im Jahr
2005 nur 2,5 Prozent der LandwirtInnen von Problemen, so waren 2007
schon 58,8 Prozent derselben von schweren Ernteeinbußen betroffen.
"Monsanto hat in manchen Fällen Entschädigung gezahlt und damit ein
Schuldeingeständnis abgegeben. Die großartigen Versprechungen des
Gentech-Konzerns haben sich als Falle erwiesen", stellt Karg fest.

Resistenzmanagement versagt - Gentechindustrie setzt auf mehr Gifte

Es ist kein Zufall, dass die Probleme mit Gentech-Pflanzen vor allem
zuerst in Entwicklungsländern auftreten. Sehr deutlich geht aus der
US-Studie hervor, dass die meisten Probleme dort auftreten, wo
aufgrund kleinstrukturierter Landwirtschaft keine ausreichenden
Pufferflächen ohne Gentechnik bereitgehalten werden können. Denn auf
diesen können sich "normal empfindliche" Insekten stärker vermehren
und so die Gesamtanzahl der resistenten Insekten geringer halten.
"Ein solches Resistenzmanagement, wie es Monsanto wohlweislich
vorschreibt, ist auf den großen Agrarflächen der USA möglich, doch in
Entwicklungsländer ist es kaum durchführbar. Aber auch in den USA ist
diese Strategie nur ein Spiel auf Zeit, dann muss der Einsatz erhöht
werden: Schon entwickelt die Gentechindustrie Pflanzen mit mehreren
Giftgenen, deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt völlig ungeklärt
sind", warnt Karg.

Die Studie Field-Envolved Insect Resistence to Bt Crops finden Sie
unter:
http://www.entsoc.org/btcrops.pdf

Rückfragehinweis:

GLOBAL 2000
   Jens Karg
   Tel.: +43 699 1 42000 20
   mailto:[email protected]
   Simonne Baur
   Tel.: +43 699 1 4 2000 23
   www.global2000.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/95

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