- 15.02.2010, 16:05:11
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"KURIER"-Kommentar von Margaretha Kopeinig: "Qual mit der Quote"
Bildungsministerin Karl braucht der EU gegenüber bessere Argumente.
Wien (OTS) - Ratschläge für die umstrittene Zugangsbeschränkung
zum Medizin-Studium, sprich: die Quotenregelung, will
Ex-Wissenschaftsminister Johannes Hahn seiner Nachfolgerin Beatrix
Karl keine geben. Hahn ist jetzt EU-Kommissar und als solcher
europäischen, nicht nationalen Interessen verpflichtet. Darauf legte
er bei seiner Antrittspressekonferenz am Montag Wert.
Zeitgleich forderte Karl in Brüssel (siehe Seite 4) eine
Verlängerung des Moratoriums für die Mediziner-Quote bis 2017. Die
Zeit brauche Österreich, um zu belegen, dass die
Gesundheitsversorgung durch die vielen Medizinstudenten aus
Deutschland gefährdet sei.
Dafür wurden der Regierung bereits fünf Jahre zugesprochen. Und
es gelten ja auch die Jahre davor. Für die Union ist das lange genug.
Karl muss ihre Argumentation schärfen, will sie die
Zugangsregelung verlängern oder zum Dauerzustand machen. Im Frühjahr
wird der Europäische Gerichtshof - so die Hinweise der Richter - das
belgische Quotensystem kippen. Dann wird es für Wien noch
schwieriger.
Positiv ist, dass Karl mit Brüssel verhandelt. Sie wird dabei
erfahren, dass die EU Quoten meidet wie der Teufel das Weihwasser.
Doch wenn es andere kreative Ideen gibt, soll es Österreich auch
recht sein.
Rückfragehinweis:
KURIER, Europaredaktion
Tel.: (01) 52 100/26752
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/129
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