Krebsfachärzte: Therapien retten Leben

Position führender Krebsspezialisten zur Kritik an Krebstherapien

Wien (OTS) - Die aktuelle Diskussion um teure Krebstherapien veranlasste führende Vertreter der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie (OeGHO) Position zu beziehen und entschieden gegen die Verunsicherung von PatientInnen aufzutreten:

"Bei Krebs ist es in den letzten Jahren weltweit gelungen, die Heilungsraten markant zu erhöhen und die Sterblichkeit drastisch zu senken. In Österreich im speziellen liegen die Überlebensraten von Krebspatienten im europäischen Spitzenfeld. Die gesamten Ausgaben für Krebsmedikamente liegen in Österreich bei ca. 1,5% der Gesundheitsausgaben, der Anteil der onkologischen Medikamente liegt bei ca. 16% aller onkologischen Behandlungskosten.

Es ist richtig, dass neue forschungsintensive Medikamente nicht selten zu hohen Preisen auf den Markt kommen - darauf haben aber die Gesundheitsbehörden nur wenig und die ÄrztInnen gar keinen Einfluss. Bei der Frage des optimalen Einsatzes dieser Substanzen kommt aber die Verantwortung der ÄrztInnen voll zum Tragen:
Verantwortungsbewusste Krebsfachärzte werden bei allen ihren therapeutischen Überlegungen das Wohl der PatientInnen als oberste Priorität sehen und Vor- und Nachteile sowie Nebenwirkungen sorgfältig abwägen und ausführlich besprechen. Durchgeführt wird eine medikamentöse Krebstherapie immer nur nach ausdrücklicher Information und mit Einwilligung der Betroffenen. Eine sogenannte "Übertherapie" in aussichtloser Situation wäre ein Kunstfehler und wird von den eigens für die medikamentöse Krebstherapie speziell ausgebildeten internistischen Onkologen strikt abgelehnt.

Internistische Onkologen fühlen sich in erster Linie ihren PatientInnen verpflichtet, nehmen aber auch ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Deshalb sprechen wir uns auch gegen die Umsetzung von Therapievorschlägen aus, die nicht den strengen Leitlinien für die medikamentöse Tumortherapie entsprechen.

Dieser Ansatz und weiterführende Informationen finden sich auf der Website www.krebsfacharzt.at, die insbesondere verunsicherten Betroffenen Rat und Hilfe bieten kann."

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Rückfragen & Kontakt:

OeGHO / Initiative Krebsfacharzt
Walter Voitl, MBA (Geschäftsführer)
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Telefon und Fax: +43 (1) 4789404
Mobil: +43 (664) 4053646
E-Mail: walter.voitl@oegho.at
www.krebsfacharzt.at

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