SP-Stürzenbecher an FP-Herzog: Delogierung als letztes Mittel

Frühwarnsystem der Stadt hilft Delogierungen zu verhindern - Kritik von Herzog als "völlig unzutreffend" zurückgewiesen

Wien (OTS/SPW-K) - "Die Hausverwaltung Wiener Wohnen verhält sich im Zusammenhang von Delogierungen von GemeindewohnungsmieterInnen äußerst kulant. In Fällen, wo private Hausbesitzer längst Mieterkündigungen aussprechen, versucht die städtische Wohnhäuserverwaltung intensiv und unter Gewährung zahlreicher Angebote das Mietrechtsverhältnis aufrecht zu erhalten. Dieses Frühwarnsystem, verbunden mit der finanziellen Unterstützung der Stadt, beispielsweise Wohnbeihilfe, hilft viele Delogierungen zu verhindern. In jenen Fällen, in denen Wiener Wohnen aber tatsächlich eine Delogierung bei Gericht einbringt, haben alle anderen Maßnahmen versagt und sind daher das letztmögliche Mittel. Die Behauptung von Stadtrat Herzog entbehren jeder Realität und sind daher völlig unglaubwürdig", wies der Wohnensprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Dr. Kurt Stürzenbecher heute, Freitag, die Kritik des FP-Politikers vehement zurück.

Wien habe längst ein gut funktionierendes "Frühwarnsystem" eingerichtet. Damit würden Mieterinnen und Mieter mit Zahlungsrückständen schriftlich sowie telefonisch kontaktiert und dabei Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten angeboten, erklärte Stürzenbecher. Als Beispiele für die Vielzahl sozialpolitischer Maßnahmen, die die Stadt Wien zur Unterstützung finanzschwächere WohnungsmieterInnen gesetzt habe, nannte Stürzenbecher etwa den Heizkostenzuschuss zusätzlich zur Heizbeihilfe, die Ausweitung der Sozialhilfe sowie die Wohnbeihilfe.

"Der absurde Vorwurf der sozialen Kälte geht völlig ins Leere, die Faktenlage und die zahlreichen Maßnahmen belegen ganz klar, dass die Stadt Wien jenen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, zur Seite steht. Delogierungen bleiben das letzte Mittel, wenn mehrmals andere Lösungen fehlgeschlagen sind", schloss Stürzenbecher. (Schluss)

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