- 12.02.2010, 12:42:20
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Haiti: Diakonie Katastrophenhilfe liefert Hilfsgüter und beteiligt sich am Wiederaufbau
Wien (OTS) - Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung konzentriert
sich die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe auch ein Monat nach
dem Erdbeben auf Soforthilfe. "Es ist wie in einem schrecklichen
Albtraum. Noch immer liegen Leichen halb verschüttet unter den
Trümmern, sie konnten bis jetzt nicht geborgen werden. Die Spitäler
sind überfüllt von Menschen, deren Verletzungen - wenn überhaupt -
nur notdürftig behandelt werden können, weil es weder Platz noch
Medikamente für alle gibt", erzählt Rainer Lang, der nach 14 Tagen
aus dem Krisengebiet zurückgekehrt ist.
Täglich sind Lastwagen mit Hilfsgütern der Diakonie
Katastrophenhilfe in die betroffenen Regionen von Jacmel und Bainet
unterwegs. Sie fahren vereinbarte Punkte an, an denen Freiwillige die
Hilfsgüter abladen. Geliefert wurden u.a. medizinische Nothilfepakete
zur Basisversorgung von 40.000 Menschen für drei Monate, Decken,
Plastikplanen, Nahrungsmittel (Dosennahrung, Milchpulver),
Trinkwasser, sowie Tabletten zur Wasserreinigung im Wert von 100.000
Euro. Weiters hat die Diakonie Katastrophenhilfe bereits 10 Tonnen
Werkzeuge nach Jacmel gebracht. Im Rahmen von "Food for work" bzw.
"Cash for work" können sich 1.500 Menschen an der Beseitigung der
Trümmer sowie am Wiederaufbau beteiligen. Bezahlt werden sie entweder
in Form von Nahrungsmitteln oder in Geldleistungen, damit sie sich
und ihre Familien selbst mit Lebensmitteln versorgen können, die zwar
am Markt erhältlich sind, aber deren Preise stark angestiegen sind.
Die Verteilung der Güter erfolgt über ein bewährtes Modell nämlich
durch Einbeziehung der Betroffenen selbst: Betroffene Familien, die
sich in lokalen Basisgruppen mit jeweils etwa 30 Familien oder rund
150 Personen organisiert haben. Da die Hilfsgüter an Basisgruppen
gehen, gibt es keine konfliktreiche und langwierige Verteilung vom
Lastwagen aus. "So kommt es nicht zu Gewalt und Chaos. Außerdem ist
wegen der Nähe zu den Betroffenen und ihrer Beteiligung keine
Begleitung durch Sicherheitskräfte nötig", betont Astrid Nissen, die
Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti.
In einem nächsten Schritt sollen in der Region 300 beschädigte
Häuser und zwei Schulen wieder aufgebaut werden. Außerdem plant die
Diakonie Katastrophenhilfe Toiletten und Duschen für Erdbebenopfer zu
errichten.
Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 2005 im Land und mit
langfristigen Hilfsprojekten der Ernährungssicherung und des
Wiederaufbaus tätig. Ein Büro der Diakonie Katastrophenhilfe befindet
sich in der Hauptstadt Port au Prince. Die 26 MitarbeiterInnen
blieben unverletzt, fast alle hatten allerdings Opfer unter den
Angehörigen zu beklagen. Das Bürogebäude selbst überstand das
Erdbeben und bot für betroffene Menschen und für eine weitere
Hilfsorganisation Obdach und Schutz. Gemeinsam mit den lokalen
Partnerorganisationen und den Partnern im globalen kirchlichen
Hilfsnetzwerk ACT (Action by Churches Together) arbeitet die Diakonie
Katastrophenhilfe in einem gut verankerten Hilfsnetzwerk.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für Haiti!
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Trägerin des
Spendengütesiegels. Die Spende ist steuerlich absetzbar.
Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Erdbeben Haiti
Online Spende: http://www.diakonie.at/katastrophenhilfe
+++
Nachbar-in-Not-Spendenkonto: 90.150.300, BLZ: 60.000,
Kennwort: Erdbeben Haiti
Rückfragehinweis:
Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation Diakonie Österreich Tel: (+43) 1 409 80 01-14 Mobil: (+43) 664 314 93 95 E-Mail: [email protected] Internet: www.diakonie.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1583
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