Haiti: Diakonie Katastrophenhilfe liefert Hilfsgüter und beteiligt sich am Wiederaufbau

Wien (OTS) - Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung konzentriert sich die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe auch ein Monat nach dem Erdbeben auf Soforthilfe. "Es ist wie in einem schrecklichen Albtraum. Noch immer liegen Leichen halb verschüttet unter den Trümmern, sie konnten bis jetzt nicht geborgen werden. Die Spitäler sind überfüllt von Menschen, deren Verletzungen - wenn überhaupt -nur notdürftig behandelt werden können, weil es weder Platz noch Medikamente für alle gibt", erzählt Rainer Lang, der nach 14 Tagen aus dem Krisengebiet zurückgekehrt ist.

Täglich sind Lastwagen mit Hilfsgütern der Diakonie Katastrophenhilfe in die betroffenen Regionen von Jacmel und Bainet unterwegs. Sie fahren vereinbarte Punkte an, an denen Freiwillige die Hilfsgüter abladen. Geliefert wurden u.a. medizinische Nothilfepakete zur Basisversorgung von 40.000 Menschen für drei Monate, Decken, Plastikplanen, Nahrungsmittel (Dosennahrung, Milchpulver), Trinkwasser, sowie Tabletten zur Wasserreinigung im Wert von 100.000 Euro. Weiters hat die Diakonie Katastrophenhilfe bereits 10 Tonnen Werkzeuge nach Jacmel gebracht. Im Rahmen von "Food for work" bzw. "Cash for work" können sich 1.500 Menschen an der Beseitigung der Trümmer sowie am Wiederaufbau beteiligen. Bezahlt werden sie entweder in Form von Nahrungsmitteln oder in Geldleistungen, damit sie sich und ihre Familien selbst mit Lebensmitteln versorgen können, die zwar am Markt erhältlich sind, aber deren Preise stark angestiegen sind.

Die Verteilung der Güter erfolgt über ein bewährtes Modell nämlich durch Einbeziehung der Betroffenen selbst: Betroffene Familien, die sich in lokalen Basisgruppen mit jeweils etwa 30 Familien oder rund 150 Personen organisiert haben. Da die Hilfsgüter an Basisgruppen gehen, gibt es keine konfliktreiche und langwierige Verteilung vom Lastwagen aus. "So kommt es nicht zu Gewalt und Chaos. Außerdem ist wegen der Nähe zu den Betroffenen und ihrer Beteiligung keine Begleitung durch Sicherheitskräfte nötig", betont Astrid Nissen, die Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti.

In einem nächsten Schritt sollen in der Region 300 beschädigte Häuser und zwei Schulen wieder aufgebaut werden. Außerdem plant die Diakonie Katastrophenhilfe Toiletten und Duschen für Erdbebenopfer zu errichten.

Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit 2005 im Land und mit langfristigen Hilfsprojekten der Ernährungssicherung und des Wiederaufbaus tätig. Ein Büro der Diakonie Katastrophenhilfe befindet sich in der Hauptstadt Port au Prince. Die 26 MitarbeiterInnen blieben unverletzt, fast alle hatten allerdings Opfer unter den Angehörigen zu beklagen. Das Bürogebäude selbst überstand das Erdbeben und bot für betroffene Menschen und für eine weitere Hilfsorganisation Obdach und Schutz. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Action by Churches Together) arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in einem gut verankerten Hilfsnetzwerk.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für Haiti!

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Trägerin des Spendengütesiegels. Die Spende ist steuerlich absetzbar.

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
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Kennwort: Erdbeben Haiti

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