Hermann Nitsch und Gottfried Riepl: Symbiose zwischen Kunst und Handwerk

Weltbekannter Maler und Aktionist sowie Möbeldesigner fanden sich zu gemeinsamem Projekt - Ausstellungseröffnung am 9. April in Klagenfurt

Klagenfurt/St. Pölten (OTS) - Eine der ungewöhnlichsten Ausstellungen der vergangenen Jahre wird am 9. April in Klagenfurt eröffnet: Der Maler und Aktionist Hermann Nitsch sowie der Möbeldesigner Gottfried Riepl sind die Protagonisten einer Symbiose zwischen Kunst und Handwerk - "Kunsthandwerk" im wahrsten Sinn des Wortes. Der Niederösterreicher und der Kärntner haben insgesamt fünf Projekte gemeinsam gestaltet.

Konkret handelt es sich um Tische. Der Kärntner Riepl, Erfinder und Produzent eines zu jeder beliebigen Größe wandelbaren Möbelstückes namens "Tischlein-streck-dich", konnte Ende 2009 den Niederösterreicher Nitsch, weltbekannter und auch umstrittener Aktions- und Performance-Künstler, vom gemeinsamen Projekt überzeugen. Insgesamt wurden fünf Tischplatten vom Künstler gestaltet - mit welcher Technik, wird noch nicht verraten.

Die Ergebnisse dieser einmaligen Kooperation werden am 9. und 10. April im Klagenfurter Künstlerhaus zu sehen sein und danach bis Ende April in der "Tischlerei mit Format" von Gottfried Riepl und seinem Partner Albin Wank ausgestellt. Drei der fünf Objekte werden käuflich zu erwerben sein.

"Mir geht es in erster Linie darum, mehr Kunst in die Wirtschaft zu bringen", so Riepl. Diese beiden Bereiche könnten in vielfältiger Weise verschmolzen werden und ineinander aufgehen." An Nitsch habe er sich aus zwei Beweggründen gewandt: "Er war zeit seines Leben ein ungemein experimentierfreudiger Künstler, der zudem über einen enormen Bekanntheitsgrad im In- und Ausland verfügt."

Riepl, ausgezeichnet mit dem Staatspreis für Holzmarketing, hatte schon 2007 gemeinsam mit dem Künstler "Hardy" einen Ausziehtisch unter dem Namen "Das Königsmahl" kreiert, 2008 fertigte er aus Anlass der Fußball-EM den "EURO-Tisch" an. Hermann Nitsch brachte es vor allem durch sein Orgien-Mysterien-Theater, in dessen Rahmen er auch als Komponist und Schriftsteller tätig ist, zu Weltruhm. Seinem großen Einfluss in der österreichischen Kunst- und Kulturszene wurde auch das Wiener Burgtheater gerecht, das sein Mysterienspiel zur Aufführung gebracht hat.

Dass das kulturell-wirtschaftliche Projekt "Nitsch bringt Kunst auf den Tisch" schon einiges Interesse geweckt hat, zeigt der Umstand, dass es in "Vera exklusiv" (28. März, 17.00 Uhr, ORF 2) von Hermann Nitsch und Gottfried Riepl vorgestellt wird.

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