Schülerunion: Keine Blanko-Zustimmung zur Ganztagsschule

Vorgehensweise wird abgelehnt; freiwillige ganztägige Betreuung soll ausgebaut werden.

Wien (OTS) - Nachdem bereits mehrmals in den letzten Wochen bestimmte politische Kräfte die verdeckte Forderung nach einer verpflichtenden flächendeckenden Ganztagschule erhoben haben, wurde nun der Zenit der aalglatten Vorgehensweise in der Erreichung bildungspolitischer Ziele erreicht:

"Nicht nur, dass Unterrichtsministerin Schmied bei Befragungen zum Thema Ganztagsschule anscheinend kein Interesse an der Meinung der Schülerinnen und Schüler zeigt, obwohl diese ja die wahren Betroffenen einer ganztägigen Schulführung wären: Nun soll in Wien mithilfe einer suggestiven Fragestellung über eine schwammig beschriebene Ganztagsschule eine künstliche Zustimmung für die verpflichtende flächendeckende Einführung der Ganztagsschule geschaffen werden. Wir werden es sicher nicht zulassen, dass sich die Verantwortlichen in der Bildungspolitik über Umwege einen Blankoscheck für eine verpflichtende flächendeckende Ganztagsschule holen: Wir empfehlen allen Schülerinnen und Schülern, mit ihrer Ablehnung dieses Punktes ein deutliches Zeichen gegen diese Vorgehensweise zu setzen", stellt Oliver Möllner, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, klar.

Eine verpflichtende Ganztagsschule stellt einen massiven Einschnitt in die persönliche Freiheit und Freizeitgestaltung dar, der nicht über die Köpfe der betroffenen Schülerinnen und Schüler einer Schule hinweg beschlossen werden darf. Die Österreichische Schülerunion spricht sich klar für den Ausbau einer ganztägigen Betreuung auf freiwilliger Basis und für die Durchführung von Schülerbefragungen zum Thema Ganztagsschule aus, auch wenn es bereits anscheinend alte Tradition der Unterrichtsministerin ist, die schulpolitischen Wünsche der Betroffenen zu ignorieren.

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