• 11.02.2010, 10:41:18
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Allianz besorgt über permanenten Anstieg bei Freizeitunfällen

Wien (OTS) - Olympische Winterspiele in Kanada: Ab morgen
brillieren bis Monatsende rund 2.700 Athleten in den verschiedensten
Sportarten mit Höchstleistungen. Im selben Zeitraum werden in
Österreich rund zehn Mal so viele Menschen durch Sport sowie andere
Aktivitäten zu Hause und in der Freizeit mit Verletzungen im
Krankenhaus landen. Der wirtschaftliche Schaden daraus ist sechs Mal
so hoch wie durch Verkehrsunfälle.

Während die Zahl der stationär behandelten Verletzungsopfer nach
Verkehrsunfällen laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in den
letzten zehn Jahren deutlich gesunken ist, zeigt sich abseits der
Straßen leider ein gegenläufiger Trend. "Die negative Entwicklung im
Freizeitbereich ist alarmierend für uns", so Mag. Xaver Wölfl,
Service-Experte der Allianz Versicherung. "Von den 858.000 Patienten,
die 2008 nach einem Unfall ins Krankenhaus mussten, sind rund drei
viertel im Heim-, Freizeit- und Sportbereich verunglückt. Das
besonders Tragische daran ist, dass von den über 2.500 tödlichen
Unfällen zwei von drei in der Freizeit passiert sind".

Vom Schneebrett ins Krankenbett

Winter-Unfallgefahr Nummer eins ist der alpine Schilauf. Mit
46.300 Verletzten ist er der klare Spitzenreiter, gefolgt vom
Snowboarden mit 11.900 Opfern. Generell gilt: Männer haben bei allen
Wintersportarten die schlechteren Karten als Frauen - dies gilt
speziell für das Snowboarden, dem dreimal mehr Männer zum Opfer
fallen als Frauen.

Die weiße Pracht ist heuer abseits der Pisten besonders tückisch.
Allein seit Jahresbeginn haben bereits 16 Menschen durch Lawinen ihr
Leben verloren, und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Dadurch sind
nicht nur Freeskiing-Fans und Tourengeher gefährdet - denn jeder, der
Lawinenwarnungen und Absperrungen missachtet, kann so auch andere
Wintersportler und Rettungseinsatzkräfte in akute Lebensgefahr
bringen.

Risiko mit dramatischen Konsequenzen

"Grundsätzlich ist jede Lawinenwarnstufe ernstzunehmen", erklärt
Wölfl. "Oft genug kommt es vor, dass selbst erfahrene Tourengeher auf
scheinbar harmlosen flachen Hängen mit weniger als 30 Grad Neigung
von Lawinen, die sich aus benachbarten Steilhängen lösen, mitgerissen
werden." Wölfl appelliert deshalb an das Verantwortungsbewusstsein
von Wintersportlern - im Interesse von anderen Personen und auch im
Hinblick auf unangenehme Konsequenzen: Wer bei einer Extremsportart
verletzt wird, riskiert damit im Schadenfall möglicherweise auch
seinen eigenen Schutz durch die private Unfallversicherung.

Nach 15 Minuten droht der Erstickungstod

Wer von einer Lawine verschüttet wurde und noch nicht schwer
verletzt ist, hat in den ersten 15 Minuten gute Chancen, das Unglück
zu überleben. Als Lebensretter haben sich schon oft Lawinenpiepser
bewährt, die es der Suchmannschaft erleichtern, das Unfallopfer zu
orten. Auch Lawinenairbags, durch die man an der Oberfläche der
Lawine gewissermaßen "mitschwimmt", erhöhen die Überlebenschancen.
Wertvolle Informationen über das Lawinenrisiko in den
österreichischen Bergregionen gibt es unter anderem bei den
Österreichischen Lawinenwarndiensten unter www.lawinen.at.

Unfälle kosten ein Vermögen

Auch der wirtschaftliche Schaden, den Freizeitvergnügen und
mangelndes Risikobewusstsein verursachen, ist enorm. Abgesehen vom
menschlichen Leid, das in keinen Zahlen messbar ist, verursachten
Freizeit- und Sportunfälle im Jahr 2008 mit rund 3,4 Millionen
Krankenstandstagen und fast einer Million Spitalstagen direkte
Folgekosten für medizinische Behandlung, Lohnfortzahlung und
Unfallrenten in der Höhe von zwei Milliarden Euro. Zum Vergleich:
Verkehrsunfälle kosten mit rund 726.000 Krankenstandstagen und 337
Millionen Euro nur ein Sechstel dessen, was Pistencrashes,
Snowboard-Köpfler und Co. an finanziellem Schaden anrichten.

Unfall-Ranking Wintersport

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/396

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