Allianz besorgt über permanenten Anstieg bei Freizeitunfällen

Wien (OTS) - Olympische Winterspiele in Kanada: Ab morgen
brillieren bis Monatsende rund 2.700 Athleten in den verschiedensten Sportarten mit Höchstleistungen. Im selben Zeitraum werden in Österreich rund zehn Mal so viele Menschen durch Sport sowie andere Aktivitäten zu Hause und in der Freizeit mit Verletzungen im Krankenhaus landen. Der wirtschaftliche Schaden daraus ist sechs Mal so hoch wie durch Verkehrsunfälle.

Während die Zahl der stationär behandelten Verletzungsopfer nach Verkehrsunfällen laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken ist, zeigt sich abseits der Straßen leider ein gegenläufiger Trend. "Die negative Entwicklung im Freizeitbereich ist alarmierend für uns", so Mag. Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz Versicherung. "Von den 858.000 Patienten, die 2008 nach einem Unfall ins Krankenhaus mussten, sind rund drei viertel im Heim-, Freizeit- und Sportbereich verunglückt. Das besonders Tragische daran ist, dass von den über 2.500 tödlichen Unfällen zwei von drei in der Freizeit passiert sind".

Vom Schneebrett ins Krankenbett

Winter-Unfallgefahr Nummer eins ist der alpine Schilauf. Mit 46.300 Verletzten ist er der klare Spitzenreiter, gefolgt vom Snowboarden mit 11.900 Opfern. Generell gilt: Männer haben bei allen Wintersportarten die schlechteren Karten als Frauen - dies gilt speziell für das Snowboarden, dem dreimal mehr Männer zum Opfer fallen als Frauen.

Die weiße Pracht ist heuer abseits der Pisten besonders tückisch. Allein seit Jahresbeginn haben bereits 16 Menschen durch Lawinen ihr Leben verloren, und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Dadurch sind nicht nur Freeskiing-Fans und Tourengeher gefährdet - denn jeder, der Lawinenwarnungen und Absperrungen missachtet, kann so auch andere Wintersportler und Rettungseinsatzkräfte in akute Lebensgefahr bringen.

Risiko mit dramatischen Konsequenzen

"Grundsätzlich ist jede Lawinenwarnstufe ernstzunehmen", erklärt Wölfl. "Oft genug kommt es vor, dass selbst erfahrene Tourengeher auf scheinbar harmlosen flachen Hängen mit weniger als 30 Grad Neigung von Lawinen, die sich aus benachbarten Steilhängen lösen, mitgerissen werden." Wölfl appelliert deshalb an das Verantwortungsbewusstsein von Wintersportlern - im Interesse von anderen Personen und auch im Hinblick auf unangenehme Konsequenzen: Wer bei einer Extremsportart verletzt wird, riskiert damit im Schadenfall möglicherweise auch seinen eigenen Schutz durch die private Unfallversicherung.

Nach 15 Minuten droht der Erstickungstod

Wer von einer Lawine verschüttet wurde und noch nicht schwer verletzt ist, hat in den ersten 15 Minuten gute Chancen, das Unglück zu überleben. Als Lebensretter haben sich schon oft Lawinenpiepser bewährt, die es der Suchmannschaft erleichtern, das Unfallopfer zu orten. Auch Lawinenairbags, durch die man an der Oberfläche der Lawine gewissermaßen "mitschwimmt", erhöhen die Überlebenschancen. Wertvolle Informationen über das Lawinenrisiko in den österreichischen Bergregionen gibt es unter anderem bei den Österreichischen Lawinenwarndiensten unter www.lawinen.at.

Unfälle kosten ein Vermögen

Auch der wirtschaftliche Schaden, den Freizeitvergnügen und mangelndes Risikobewusstsein verursachen, ist enorm. Abgesehen vom menschlichen Leid, das in keinen Zahlen messbar ist, verursachten Freizeit- und Sportunfälle im Jahr 2008 mit rund 3,4 Millionen Krankenstandstagen und fast einer Million Spitalstagen direkte Folgekosten für medizinische Behandlung, Lohnfortzahlung und Unfallrenten in der Höhe von zwei Milliarden Euro. Zum Vergleich:
Verkehrsunfälle kosten mit rund 726.000 Krankenstandstagen und 337 Millionen Euro nur ein Sechstel dessen, was Pistencrashes, Snowboard-Köpfler und Co. an finanziellem Schaden anrichten.

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