VIER PFOTEN: Carne vale - Fleisch, leb wohl?

VIER PFOTEN rät zu einem bewussteren Umgang mit der "Ware" Tier

Wien (OTS) - Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.
Während der Verzicht auf Fleisch, Eier und Milchprodukte in früheren Zeiten ausschließlich der Gesundheit von Körper, Geist und Seele diente, kommt ihm heute eine weitere, globale Bedeutung zu: Schon eine bewusstere Ernährung kann die Erderwärmung erheblich verringern, denn die Fleischproduktion ist der Klimakiller Nummer eins.

"Karneval", die deutsche Bezeichnung für den österreichischen Fasching, steht als Synonym für närrisches Treiben sowie ausschweifende Ess- und Trinkgelage. Doch die ursprüngliche Bedeutung ist sehr viel tiefsinniger: Aus "Carne" (Fleisch) und "levare" (entfernen) entstand die vereinfachte Form "Carne vale", was salopp übersetzt "Fleisch, lebe wohl!" heißt. Unabhängig von dem Verzicht in der Fastenzeit würde schon ein Umdenken und weniger Fleisch auf dem Speisezettel nicht nur Mensch und Tier zugute kommen, sondern auch massiv dazu beitragen, die Erderwärmung erheblich zu verringern.

Laut einer "World Watch"-Studie vom November 2009 ist die Fleischproduktion zu 51 Prozent (!) für die zunehmende Erderwärmung verantwortlich: Täglich fallen große Flächen Regenwald der Gewinnung von Weideflächen sowie dem Anbau von Futtermitteln zum Opfer. Bis zu 50 Prozent der weltweiten Getreideernte und sogar 80 Prozent der Welt-Sojaernte werden an Tiere verfüttert. Die Produktion der Futtermittel und die Massentierhaltung setzen große Mengen von CO2, Methan und Lachgas frei, die durch die Rodung unserer "grünen Lunge" nicht mehr aufbereitet werden können und die Ozonschicht ungehindert zerstören. Lesen Sie mehr dazu unter
http://www.ots.at/redirect/Klimakiller (Fleisch ist Klimakiller #1).
Vier Pfoten hat hierzu auch ein Video gedreht:
http://www.youtube.com/watch?v=GQO_30uRR-8

"Billigfleisch aus tierquälerischen Massentierhaltungen wird uns alle auf Dauer teuer zu stehen kommen", so Sabine Hartmann, Nutztierexpertin von VIER PFOTEN. "Weniger ist mehr - für uns, die Tiere und eine stabilere Umwelt."

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