- 10.02.2010, 15:01:40
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AK: Herr Meinl, entschädigen Sie die Anleger!
Wien (OTS) - "Als Ablenkungsmanöver" bezeichnet die AK die heute,
Mittwoch, präsentierte IMAS-Studie im Auftrag der Meinl Bank. Die
Meinl Bank versucht damit von der Problematik abzulenken, dass die
Konsumenten glatt in die Irre geführt wurden, in dem sie die Papiere
der Gesellschaft als "sichere Anlage" in Zeiten "starkschwan-kender
Aktienmärkte" angepriesen hat.
"Jetzt, nach dem der Fall Meinl in der Öffentlichkeit einen hohen
Bekanntheitsgrad hat und beinahe jeder über die MEL-"Aktien"
informiert ist, anzufragen, ob das Produkt ver-standen wird, ist
methodisch höchst angreifbar", sagt Glatz. "Nicht gefragt wurde
offen-bar, wie die agressive Fernsehwerbung (Sparschwein) gewirkt
hat", so Glatz. Dass die Werbung irreführend war, hat der Oberste
Gerichtshof festgestellt. Der OGH führte aus, dass Meinl Bank die
Konsumenten "glatt in die Irre geführt wurden, in dem sie die
Papie-re der Gesellschaft als ?sichere Anlage? in Zeiten
?starkschwankender Aktienmärkte? an-priesen".
Dass nun einige der Befragten angaben, dass man nach Lesen des
Meinl-Folders einen Berater braucht, ist angesichts der Erkenntnisse
die über dieses Meinl-Produkt inzwi-schen in der Öffentlichkeit
gelangt sind, mehr als verständlich. Die KonsumentInnen, die vor
einigen Jahren Meinl "Aktien" gekauft hatten, hatten diese
Informationen nicht.
"Die Meinl Bank betreibt auch Kindesweglegung", sagt Glatz. "Sie
argumentiert, dass sie der falsche Adressat für die Klagen sei. In
Wirklichkeit seien die Berater Schuld. Das ist insofern
bemerkenswert, weil Meinl selbst eine Beratungsfirma betreibt,
nämlich Meinl Success." Auch gegen diese Firma hat die AK Klagen
eingebracht und ein Urteil erster Instanz zu Gunsten der Konsumenten
erwirkt. Meinl behauptet, dass die Hälfte der bishe-rigen Urteile der
Meinl Bank recht geben. Von den 14 Verfahren, die die AK gegen Meinl
Bank und gegen Berater führt, gab es in drei Verfahren Urteile
(teilweise erster Instanz), die im Sinne der AK ausgingen.
"Es kann nicht sein, dass Unternehmen maßlos sind und nur an ihren
Gewinn denken und die Konsumenten draufzahlen. So haben die Anleger
hunderte Millionen Euro zu beklagen, die Meinl Bank hunderte
Millionen Euro verdient", sagt Glatz. "Die Glaubwür-digkeit der
Banken leidet ohnehin wegen der Finanzkrise und unklaren Produkte.
Produk-te werden wie Sparbücher verkauft, also als risikoarm und
sicher. Letztendlich sind sie es aber nicht."
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
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