- 08.02.2010, 09:00:12
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NEIN zum Hunde-Rassismus, NEIN zum verpflichtenden Hundeführerschein!
Kein Hund wird "böse" geboren
Wien (OTS) - Was unterscheidet uns? - So lautet der Titel eines
Flugblatts, das dzt. anläßlich der Volksbefragung für den sog.
"Hundeführerschein" in Wien vom 11.-13.2.2010 verteilt wird. Am Bild
zu sehen: Links ein süßer Labrador-Welpe und rechts ein süßer
Pitbull-Welpe, versehen mit der Plakette "BÖSE"! Die
Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT schließt sich nun dieser
Kampagne an und ruft ebenfalls die Wiener Bevölkerung auf, bei der
kommenden Volksbefragung mit NEIN zum verpflichtenden
"Hundeführerschein" zu stimmen.
Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT: "Bislang
war es ja offenbar nicht einmal möglich, einfachste Kontrollen
bezüglich Hundehaltung durchzusetzen und Psychopathen, welche ihre
Hunde als Waffe mißbrauchen, in die Schranken zu weisen - z.B. durch
ein dzt. schon mögliches Hundehalteverbot. Solche Menschen werden und
können das auch mit Hundeführerschein tun, denn ein soziologisches
Problem läßt sich nicht durch "Rasselisten" lösen. Mit einem
Hundeführerschein würden aber solche aggressiven Personen, die Tiere
für ihr Ego mißbrauchen, in ihrem Handeln dann sogar noch
legitimiert!"
Sogar die Wiener Tierärztekammer hat sich kürzlich in einer
Presseaussendung klar und ausführlich gegen so einen politischen
Unsinn ausgesprochen, siehe unter
www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100201_OTS0134: "Die
Tierärztekammer spricht sich seit Jahren klar gegen eine solche
Kategorisierung bestimmter Hunderassen aus. Denn: es gibt keine Rasse
'gefährlicher Hund'. ... Verhaltensauffälligkeiten und Aggression bei
Hunden stellen keine rasseabhängigen Merkmale dar. Die Ursachen für
Verhaltensstörungen beim Hund sind vielmehr in Haltungsbedingungen,
Gesundheitszustand und Erziehungsmängel des Tiers zu suchen. Das
Festmachen von Gefährlichkeit von Hunden an Rassemerkmalen oder ihrem
optischen Erscheinungsbild ist wissenschaftlich nicht zu belegen und
ist deshalb, wie auch der
'Kampfhunde-Führerschein', abzulehnen."
Gestern erreichte uns dazu noch ein Schreiben unseres Mitglieds
Sonja Rirsch, einer besorgten Hundehalterin, an die zuständigen
Politiker, das wir hiermit zitieren wollen:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind eine Gruppe von Hundehaltern, die die Bevölkerung von
Wien aufklären will bezüglich der kommenden Volksbefragung. Es geht
hier um den Hundeführschein für "Kampfhunde". Die Bevölkerung glaubt,
daß sie für den Hundeführschein stimmt, so ist es aber nicht. Sie
stimmt für eine Rasseliste für sog. Kampfhunde. Wir Hundebesitzer
würden gerne mit der Politik zusammen arbeiten, weil ja etwas getan
werden muß, nur die Rasseliste, wird KEINEN einzigen Hundebiß
verhindern. In Deutschland wird JETZT - nach 10 Jahren
Durchführung einer derartigen "Rasseliste" - diese wieder
abgeschafft, weil eben kein einziger Hundebiß dadurch verhindert
werden konnte. Im derzeit geltenden Wiener Gesetz ist ein
Hundeführschein für auffällige Hunde schon vorgesehen, nur leider
wurde es nie durchgesetzt.
Wir können nur dann ein offenes Ohr bei den Politikern bekommen,
wenn bei der Volksbefragung für die "Rasseliste" mit NEIN gestimmt
wurde. Dann hätten wir Chancen. Wir Hundebesitzer wissen ja genau, wo
die Probleme liegen und würden diese dann gerne aufzeigen und mit den
Politikern zusammen arbeiten. Bitte helfen Sie uns, damit auch wir
als Hundebesitzer Gehör bekommen und dann in weiterer Folge für alle
Mitbürger effizient die richtigen Gesetze schaffen zu können.
Ich hoffe auf positive Antwort FÜR unsere Hunde und FÜR unsere
Mitbürger."
Rückfragehinweis:
Dr. Franz-Joseph Plank, ANIMAL SPIRIT, +43-676-7082434
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
T: +43 (0) 2774-29 330
E: [email protected]
I: www.animal-spirit.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/17
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