NEIN zum Hunde-Rassismus, NEIN zum verpflichtenden Hundeführerschein!

Kein Hund wird "böse" geboren

Wien (OTS) - Was unterscheidet uns? - So lautet der Titel eines Flugblatts, das dzt. anläßlich der Volksbefragung für den sog. "Hundeführerschein" in Wien vom 11.-13.2.2010 verteilt wird. Am Bild zu sehen: Links ein süßer Labrador-Welpe und rechts ein süßer Pitbull-Welpe, versehen mit der Plakette "BÖSE"! Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT schließt sich nun dieser Kampagne an und ruft ebenfalls die Wiener Bevölkerung auf, bei der kommenden Volksbefragung mit NEIN zum verpflichtenden "Hundeführerschein" zu stimmen.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT: "Bislang war es ja offenbar nicht einmal möglich, einfachste Kontrollen bezüglich Hundehaltung durchzusetzen und Psychopathen, welche ihre Hunde als Waffe mißbrauchen, in die Schranken zu weisen - z.B. durch ein dzt. schon mögliches Hundehalteverbot. Solche Menschen werden und können das auch mit Hundeführerschein tun, denn ein soziologisches Problem läßt sich nicht durch "Rasselisten" lösen. Mit einem Hundeführerschein würden aber solche aggressiven Personen, die Tiere für ihr Ego mißbrauchen, in ihrem Handeln dann sogar noch legitimiert!"

Sogar die Wiener Tierärztekammer hat sich kürzlich in einer Presseaussendung klar und ausführlich gegen so einen politischen Unsinn ausgesprochen, siehe unter www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100201_OTS0134: "Die Tierärztekammer spricht sich seit Jahren klar gegen eine solche Kategorisierung bestimmter Hunderassen aus. Denn: es gibt keine Rasse 'gefährlicher Hund'. ... Verhaltensauffälligkeiten und Aggression bei Hunden stellen keine rasseabhängigen Merkmale dar. Die Ursachen für Verhaltensstörungen beim Hund sind vielmehr in Haltungsbedingungen, Gesundheitszustand und Erziehungsmängel des Tiers zu suchen. Das Festmachen von Gefährlichkeit von Hunden an Rassemerkmalen oder ihrem optischen Erscheinungsbild ist wissenschaftlich nicht zu belegen und ist deshalb, wie auch der
'Kampfhunde-Führerschein', abzulehnen."

Gestern erreichte uns dazu noch ein Schreiben unseres Mitglieds Sonja Rirsch, einer besorgten Hundehalterin, an die zuständigen Politiker, das wir hiermit zitieren wollen:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind eine Gruppe von Hundehaltern, die die Bevölkerung von Wien aufklären will bezüglich der kommenden Volksbefragung. Es geht hier um den Hundeführschein für "Kampfhunde". Die Bevölkerung glaubt, daß sie für den Hundeführschein stimmt, so ist es aber nicht. Sie stimmt für eine Rasseliste für sog. Kampfhunde. Wir Hundebesitzer würden gerne mit der Politik zusammen arbeiten, weil ja etwas getan werden muß, nur die Rasseliste, wird KEINEN einzigen Hundebiß verhindern. In Deutschland wird JETZT - nach 10 Jahren
Durchführung einer derartigen "Rasseliste" - diese wieder abgeschafft, weil eben kein einziger Hundebiß dadurch verhindert werden konnte. Im derzeit geltenden Wiener Gesetz ist ein Hundeführschein für auffällige Hunde schon vorgesehen, nur leider wurde es nie durchgesetzt.

Wir können nur dann ein offenes Ohr bei den Politikern bekommen, wenn bei der Volksbefragung für die "Rasseliste" mit NEIN gestimmt wurde. Dann hätten wir Chancen. Wir Hundebesitzer wissen ja genau, wo die Probleme liegen und würden diese dann gerne aufzeigen und mit den Politikern zusammen arbeiten. Bitte helfen Sie uns, damit auch wir als Hundebesitzer Gehör bekommen und dann in weiterer Folge für alle Mitbürger effizient die richtigen Gesetze schaffen zu können.

Ich hoffe auf positive Antwort FÜR unsere Hunde und FÜR unsere Mitbürger."

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/17

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Franz-Joseph Plank, ANIMAL SPIRIT, +43-676-7082434
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
T: +43 (0) 2774-29 330
E: office@animal-spirit.at
I: www.animal-spirit.at

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