• 03.02.2010, 10:34:22
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ÖAMTC-Rückrufstatistik: 2009 gab es 93 Rückrufaktionen - 82 Prozent auf mechanische Mängel zurückzuführen

Club fordert von Importeuren einheitliche Verständigung der Kunden über den Versicherungsverband

Wien (OTS) - Eine der größten Rückrufaktionen der Geschichte hält
derzeit Autohersteller und Käufer in Atem. "Diese Dimensionen sind
die Ausnahme. Rückrufe gehören aber zum Alltag der
Automobilhersteller", weiß ÖAMTC-Techniker Robert Czarnecki. Der Club
hat die Rückrufaktionen des vergangenen Jahres unter die Lupe
genommen. Insgesamt 93 Mal hieß es im Jahr 2009 "zurück in die
Werkstatt". Im Vergleich zum Jahr 2008 (105 Rückrufe) ist das ein
Rückgang um 11 Prozent. "Über die Jahre betrachtet werden in
Österreich im Schnitt knapp 96 Rückrufe pro Jahr durchgeführt", so
der ÖAMTC-Experte. "Die Bandbreite seit 2005 hat von 80 bis 100
Aktionen im Jahr gereicht. Betroffen sind durch die Bank alle
Hersteller."

82 Prozent der Rückrufaktionen waren 2009 auf mechanische Mängel
zurückzuführen. "Das sind z.B. die fehlerhafte Verlegung eines Kabels
oder Schrauben mit nicht ordnungsgemäßem Anzugmoment", erklärt
Czarnecki. In diese Kategorie fällt auch der aktuelle Massenrückruf
aufgrund des Gaspedal-Problems. 14 Prozent der Rückruf-Mängel waren
elektronischer Natur, nur vier Prozent elektrischer Herkunft.

ÖAMTC fordert von Importeuren einheitliche Verständigung der
Kunden über den Versicherungsverband

Die Fahrzeughersteller sind verpflichtet, intern laufend
Qualitätskontrollen durchzuführen. Werden dabei
sicherheitsgefährdende Mängel festgestellt, ist eine Rückrufaktion
verpflichtend vorgeschrieben. Die Importeure müssen einerseits dem
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
sämtliche Daten wie Mangel und betroffener Fahrgestellnummernbereich
übermitteln. Andererseits müssen sie umgehend die Kunden informieren.
Viele tun das über den Versicherungsverband. "Das garantiert, dass
auch Gebrauchtwagenbesitzer erreicht werden", weiß der
ÖAMTC-Techniker. Einige Importeure nutzen diesen Service nicht und
gehen lediglich nach den Informationen aus den hauseigenen
Kunden-Datenbanken vor. Damit bleiben Gebrauchtwagenbesitzer oft
unberücksichtigt. Der ÖAMTC fordert deshalb von den Importeuren eine
einheitliche Verständigung der Kunden über den Versicherungsverband.

Sämtliche für Österreich relevanten Rückrufaktionen stehen in der
ÖAMTC-Rückrufdatenbank unter www.oeamtc.at/rueckrufe zur Verfügung.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Claudia Kesche, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/250

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