• 29.01.2010, 10:34:56
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Haiti: Notunterkünfte und Arbeit für die Überlebenden

Diakonie Katastrophenhilfe startet zweiten Hilfsflug für Jacmel

Wien (OTS) - Die Diakonie Katastrophenhilfe schickt zum zweiten
Mal Hilfsgüter nach Haiti. Gestern ist ein Flugzeug von Airbus von
Hamburg aus in die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince geflogen.
Das Unternehmen stellte den Flug kostenlos zur Verfügung. "Das Ausmaß
der Zerstörungen ist riesig. Hier wird langfristige Hilfe notwendig
sein, um den Menschen einen neuen Anfang zu ermöglichen", sagt Rainer
Lang, der zurzeit für die Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort ist.
Lang hat in den vergangenen Tagen die Verteilung der Hilfsgüter in
Jacmel begleitet.

Von Hamburg aus wurden unter anderem 10 Tonnen Werkzeug - Hacken,
Schaufeln und Hämmer - nach Haiti gebracht. Sie sind für das so
genannte "Cash for Work"-Programm (Geld für Arbeit) vorgesehen.
"Dies ist gerade in der schwierigen Phase direkt nach dem Erdbeben
besonders sinnvoll. Die Armut in Haiti war schon vor dem Erdbeben
enorm. Jetzt sind die Lebensmittelpreise so stark gestiegen, dass
viele Menschen sich das Notwendigste nicht leisten können. Wir geben
ihnen Geld für ihre Arbeit, das hilft mehrfach: Es stärkt sie in
ihrem Selbstbewusstsein, hilft ihnen ihre Angehörigen versorgen zu
können und leistet therapeutische Hilfe, weil damit ihr Tagesablauf
strukturiert wird", nennt Rainer Lang die Vorteile des Programms.
Positive Erfahrungen mit "Cash for work" hatte die Diakonie
Katastrophenhilfe schon 2005 nach dem Erdbeben in Pakistan gesammelt.

Besonders freut sich Lang darüber, dass die Diakonie
Katastrophenhilfe ein Kinderkrankenhaus in Port-au-Prince
unterstützt. "Wir haben hier selbst gesehen, wie groß der Bedarf ist
und wie viele Menschen in der Klinik gerade behandelt werden", so
Lang. Er war in den vergangenen Tagen in Jacmel und im benachbarten
Bainet. Dort läuft seit Tagen die Verteilung der schon angekommenen
Hilfsgüter auf Hochtouren. Die haitianische
Diakonie-Partnerorganisation verteilt dort die Hilfsgüter an rund
1.600 Menschen. Darunter sind unter anderem Nahrungsmittel, Decken,
Wasserkanister, Hygieneartikel und Plastikplanen.

Diese persönlichen Verteil-Aktionen durch die Diakonie
Katastrophenhilfe und ihre Partner wird bei den betroffenen Menschen
vor Ort gut angenommen. "Der Abwurf von Hilfsgütern aus Flugzeugen
wurde hier von der Bevölkerung kritisiert. Dabei kämen sich die
Menschen vor wie Tiere, außerdem löse diese Verteil-Strategie unter
den Betroffenen oft Streit aus. Bei uns ist es bisher nicht zu
Tumulten gekommen, eine Begleitung durch Sicherheitskräfte ist bis
dato nicht nötig."

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat seit fünf Jahren ein eigenes
Büro in Haiti hat. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen
und den Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Action by
churches together) arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe in einem
lokal eingebundenen Hilfsnetzwerk.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für
Haiti! Die Diakonie Katastrophenhilfe ist Trägerin des
Spendengütesiegels. Die Spende ist steuerlich absetzbar.

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe
PSK 23.13.300 (BLZ 60.000)
Kennwort: Erdbeben Haiti
Online Spende: http://www.diakonie.at/katastrophenhilfe

Nachbar-in-Not-Spendenkonto: 90.150.300, BLZ: 60.000,
Kennwort: Erdbeben Haiti

Rückfragehinweis:

Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation
   Diakonie Österreich
   Tel: (+43) 1 409 80 01-14
   Mobil: (+43) 664 314 93 95
   E-Mail: [email protected]
   Internet: www.diakonie.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/1583

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