- 29.01.2010, 09:07:56
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Barmherzige Schwestern übergeben ihre Spitäler an Privatstiftung
Gründung der "St. Vinzenz Stiftung", um die gemeinnützigen Gesundheitseinrichtungen des Ordens nachhaltig abzusichern
Wien (OTS) - Angesichts der immer geringer werdenden Zahl der
Ordensschwestern hat die "Kongregation der Barmherzigen Schwestern
vom Heiligen Vinzenz von Paul" in Wien-Gumpendorf einen Weg gesucht,
um die gemeinnützigen Gesundheitseinrichtungen der "Vinzenz Gruppe"
mit ihren mehr als 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachhaltig
und unabhängig von der weiteren Entwicklung des Ordens abzusichern.
Die Lösung wurde in der Gründung einer gemeinnützigen
Privatstiftung gefunden: Seit 1. Jänner 2010 tritt die "St. Vinzenz
gemeinnützige Privatstiftung der Barmherzigen Schwestern" als
Eigentümerin der "Vinzenz Gruppe" und der "Vinzenz Gruppe Service" an
die Stelle der Österreichischen Provinz der "Kongregation der
Barmherzigen Schwestern" . Zwischen Ordensprovinz und Stiftung
besteht kein Eigentumsverhältnis mehr. "Die Barmherzigen Schwestern
sind mit diesem mutigen Weg ein großes Vorbild", sagte Kardinal
Christoph Schönborn bei der Stiftungsfeier im Krankenhaus der
Barmherzigen Schwestern in Wien-Gumpendorf. Der Wiener Erzbischof
würdigte in seiner Festansprache den Mut, mit dem die Barmherzigen
Schwestern "das kostbare Erbe der Ordensspitäler" absichern, die
einen unverzichtbaren Bestandteil der Gesundheitsversorgung
darstellen.
"So lange wir noch die Kraft haben, wollen wir die Weiterführung
unserer Werke in der Struktur einer Stiftung sichern. So wollen wir
Stabilität und Sicherheit auch in finanziellen und
gesellschaftspolitischen Umbruchssituationen erhalten", betonte Sr.
Sigharda Leitner, Generaloberin der "Kongregation der Barmherzigen
Schwestern" von Wien-Gumpendorf: "Mit der Errichtung der Stiftung
übergeben wir als Erbe der Barmherzigen Schwestern unsere Werke als
christlich geprägte Organisationen in die Gesellschaft."
"Die Unabhängigkeit und die Verankerung der christlichen Werte in
den Gesundheitseinrichtungen der 'Vinzenz Gruppe' sind mit der
Stiftungsgründung auf Dauer abgesichert", betont Michael Heinisch,
Geschäftsführer der nunmehr im Besitz der "St. Vinzenz Stiftung"
befindlichen "Vinzenz Gruppe". Er wird ab sofort in seiner Funktion
als Geschäftsführer der "Vinzenz Gruppe" dem Stiftungsvorstand
verantwortlich sein, dem drei Mitglieder der Barmherzigen Schwestern
und ein Wirtschaftsexperte angehören.
Die Einbringung von Ordenskrankenhäusern mit öffentlichem
Versorgungsauftrag in eine gemeinnützige Privatstiftung ist ein im
deutschen Sprachraum bisher einzigartiger Lösungsansatz für das
Problem, dass die Orden unter Nachwuchsmangel leiden. "Es ist für uns
ein sehr großer, aber konsequenter Schritt. Denn die Krankenhäuser
wurden früher den Barmherzigen Schwestern für die Armen anvertraut.
Mit der Eingliederung dieser Krankenhäuser in die 'St. Vinzenz
Privatstiftung' werden sie heute der Gesellschaft wieder zurück
gegeben", erklärt Sr. Josefa Michelitsch, Generalökonomin der
Kongregation.
"Der ausschließlich gemeinnützige Zweck der Privatstiftung ist die
Fürsorge, die Gesundheits- und Krankenpflege, die Erziehung und
Schulbildung sowie die Berufsausbildung zu Gunsten der
Allgemeinheit. Alle Einrichtungen sind auf Basis christlicher Werte
im Sinne der Stifterin zu führen", so Heinisch. Das Motto der
"Vinzenz Gruppe" - "Medizin mit Qualität und Seele" - werde auch
künftig die Arbeit prägen, in den Krankenhäusern in Wien, Linz und
Ried sowie in allen Gesundheitseinrichtungen der "Vinzenz Gruppe"
werde die spirituelle und psychologische Betreuung der Patienten
besonders ernst genommen.
Die "Vinzenz Gruppe" zählt zu den größten gemeinnützigen
Spitalsträgern Österreichs, die nicht in öffentlichem Eigentum
stehen. Ihre Häuser stehen allen Patienten offen. Der "Vinzenz
Gruppe" gehören sieben Spitäler an. Gemeinsam zählen die
Krankenhäuser Barmherzige Schwestern Wien, Ried und Linz, das
Orthopädische Spital Speising sowie die Wiener Krankenhäuser St.
Josef, Göttlicher Heiland und Herz-Jesu mehr als 2.200 Betten, rund
5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden beschäftigt. In den
Häusern wird das Recht der Patienten auf Zuwendung, Respekt und auf
Handeln von Mensch zu Mensch besonders geachtet. Laufende Initiativen
für mehr Qualität im Spital geben der " Vinzenz Gruppe" eine
Vorreiterrolle.
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